Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungen

Dienstag, 27. November 2018, 18:00 Uhr
Dr. Dittmar May, der Facharzt für MKG-Chirurgie und ehem. pol. Häftling liest aus seinem Buch:
Runter von der Birkenallee - Ein Stasi-Häftling und Gefängnisarzt auf dem Weg in die Freiheit
Am 25. April 1982 wurde der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg Dittmar May in Begleitung seiner Frau und seines vierjährigen Sohnes bei einem Fluchtversuch aus der DDR aufgegriffen. Während seiner Haftzeit in Berlin-Rummelsburg musste er als Arzt und Zahnarzt seine Mithäftlinge versorgen. In dieser herausgehobenen Position erlangte er tiefe Einblicke in den Alltag und die Struktur des DDR-Haftsystems. May berichtet von seinem Leben in der DDR, seiner Flucht und den vielfältigen Begegnungen mit Wärtern und Gefängnisinsassen in der Haftzeit. Unterstützt durch zahlreiche Dokumente und Abbildungen entsteht so das eindrückliche Porträt eines Schicksals in den 1980er Jahren.
Dienstag, 11. Dezember 2018, 18:00 Uhr
Gedenkveranstaltung für ULRICH SCHACHT [1951 - 2018]
An diesem Tag wollen wir mit Freunden und Weggefährten des viel zu früh verstorbenen, genialen Journalisten und wunderbaren Dichters gedenken.

Ulrich Schacht wurde am 9. März 1951 im DDR-Frauengefängnis Hoheneck (Stollberg/Erzgebirge) geboren, wo seine Mutter aus politischen Gründen inhaftiert war. Er ist in Wismar aufgewachsen und studierte von 1970 bis 1973 Evangelische Theologie in Rostock und in Erfurt. 1973 wurde er wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, 1976 in die BRD freigekauft. Von 1977 bis 1998 lebte er in Hamburg, studierte dort Politikwissenschaften und Philosophie. Er war von 1984 bis 1998 Journalist bei „Die Welt“ und „Welt am Sonntag“. Seit 1998 lebte er als freischaffender Autor und Publizist in Schweden.

Im Anschluss zum Jahresausklang besinnliches Beisammensein mit Musik, Punsch und Gebäck.
Dienstag, 08. Januar 2019, 18:00 Uhr
Monika Maron, die bekannte Autorin mit doppel-deutscher Vergangenheit liest aus ihrem Buch:
Munin oder Chaos im Kopf
Mina Wolf, Journalistin und Gelegenheitstexterin, opfert den Sommer, um einen Aufsatz über den Dreißigjährigen Krieg für die Festschrift einer Kleinstadt zu schreiben. Eine irre Nachbarin, die Tag für Tag von morgens bis abends auf ihrem Balkon lauthals singt, zwingt sie, nur noch nachts zu arbeiten. Die kleine, enge Straße gerät in Aufruhr und in Minas Kopf vermischen sich der Dreißigjährige Krieg, die täglichen Nachrichten über Krieg und Terror mit der anschwellenden Aggression in der Nachbarschaft. Als auch noch eine Krähe in ihre nächtliche Einsamkeit gerät, die sie Munin nennt und mit der sie ein Gespräch über Gott und die Welt beginnt, ist das Chaos in Minas Kopf komplett. Monika Maron entwirft in diesem turbulenten Roman provokant und mit Humor ein Stimmungsbild unserer Zeit.
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