Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungen

Dienstag, 16. Oktober 2018, 18:00 Uhr
Dr. Matthias Bath, der Jurist, Autor und ehemalige Fluchthelfer stellt seine reich bebilderte Dokumentation vor:
Die Berlin-Blockade 1948/49: Stalins Griff nach der deutschen Hauptstadt und der Freiheitskampf Berlins.
Berlin, 24. Juni 1948: Stalin riegelt die Westsektoren der besetzten deutschen Hauptstadt ab. Mit Gewalt will der sowjetische Diktator Stalin die noch vom Krieg geschwächte Berliner Bevölkerung und die bisherigen Kriegsalliierten in deren Sektoren durch eine totale Blockade zur politischen und wirtschaftlichen Aufgabe bringen und ganz Berlin in den sowjetischen Machtbereich zwingen. Berlin und die Welt erleben von nun an elf atemlose Monate voller Gefahren, Entbehrungen und dem Willen der Eingeschlossenen, der Blockade unter allen Umständen zu widerstehen. Die Antwort der Westalliierten: Die Luftbrücke. Ein neuer Berlin-Mythos – jener, der von der „Freien Welt“ nicht aufgegebenen Stadt – wird geboren.
Dienstag, 23. Oktober 2018, 18:00 Uhr
Ralph Grüneberger, Herausgeber - Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.
SONDER VERANSTALTUNG
Präsentation Poesiealbum Neu "Worthaft. Texte politischer Gefangener"
Nach „Immer schneller. Schülergedichte“ (2012) und „Gedichte von Welt. Leipzigs Partnerstädte“ (2014) erscheint mit „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ die 3. Sonderausgabe der Zeitschrift „Poesiealbum neu". Sie vereint Lyrik, Liedtexte, Prosa, Publizistik sowie umfangreiche Informationen zu den 50 Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe.
An diesem Abend werden einige der Autorinnen und Autoren bzw. ehemalige politische Häftlinge dabei sein und ihren Beitrag für die Sonderausgabe lesen.
Zu Beginn der Veranstaltung wird der Herausgeber Ralph Grüneberger die Entstehungsgeschichte dieser Sonderausgabe kurz umreißen. Nur soviel: Die Idee zu dieser Sammlung entstand 2013 an eben diesem Ort.
Ihre Mitwirkung zugesagt haben bisher: Heinz-Martin Benecke, Karl-Heinz Bomberg, Siegmar Faust, Rainer Schottländer.
Mehr dazu unter: http://lyrikgesellschaft.de/worthaft-texte-politischer-gefangener-erschienen/
Dienstag, 30. Oktober 2018, 18:00 Uhr
Dr. Nicolaus Fest, der Jurist und Journalist hält seinen Vortrag zum Thema:
Gehirnwäsche, Geschichtswäsche: Die entsorgte Vergangenheit
Kein Land gedenkt so obsessiv der nationalsozialistischen Verbrechen wie die Bundesrepublik Deutschland. Das mag nicht ohne Hintersinn geschehen. Denn hinter all dem Erinnern an diese totalitäre Vergangenheit verblasst das Gedenken an die sozialistischen Diktaturen, an deren Täter, Mitläufer und Sympathisanten. Die sind noch immer unter uns - im Bundestag, EU-Parlament, in Wirtschaft, Verbänden und Organisationen. Nun entsorgen sie ihre linke Vergangenheit. Ob in Schulbüchern oder Medien, die sozialistischen Verbrechen sind kaum Thema. Und nicht zufällig fehlen ein nationaler Gedenktag und ein würdiges Denkmal, welche an das Unrechtsregime der DDR und die Millionen Opfer des Sozialismus erinnern.
Dienstag, 13. November 2018, 18:00 Uhr
Bettina Röhl, die Autorin liest aus ihrem neuen Buch:
„Die RAF hat euch lieb“: Die Bundesrepublik im Rausch von 68 – Eine Familie im Zentrum der Bewegung
Brauchte die Bundesrepublik die Revolte von 68? Ist 68 gar das Jahr einer „Neugründung“ der heutigen Bundesrepublik? Die APO-Bewegung – und ihre „Speerspitze“, die RAF – ist das wohl meist beschriebene Thema der neueren politischen Geschichte des Landes. Mit bisher unbekannten Fakten und den Stimmen neuer Zeitzeugen unterlegt, liefert Bettina Röhl, die als Kind die Gründung der RAF hautnah miterlebte, eine spannende Analyse und erzählt die scheinbar bekannte Geschichte neu. Bei ihren Recherchen fand Bettina Röhl zahlreiche bisher unveröffentlichte Briefe, Dokumente und Fotos, die den Leser die damalige Zeit hautnah miterleben und nachvollziehen lassen.
Dienstag, 27. November 2018, 18:00 Uhr
Dr. Dittmar May, der Facharzt für MKG-Chirurgie und ehem. pol. Häftling liest aus seinem Buch:
Runter von der Birkenallee - Ein Stasi-Häftling und Gefängnisarzt auf dem Weg in die Freiheit
Am 25. April 1982 wurde der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg Dittmar May in Begleitung seiner Frau und seines vierjährigen Sohnes bei einem Fluchtversuch aus der DDR aufgegriffen. Während seiner Haftzeit in Berlin-Rummelsburg musste er als Arzt und Zahnarzt seine Mithäftlinge versorgen. In dieser herausgehobenen Position erlangte er tiefe Einblicke in den Alltag und die Struktur des DDR-Haftsystems. May berichtet von seinem Leben in der DDR, seiner Flucht und den vielfältigen Begegnungen mit Wärtern und Gefängnisinsassen in der Haftzeit. Unterstützt durch zahlreiche Dokumente und Abbildungen entsteht so das eindrückliche Porträt eines Schicksals in den 1980er Jahren.
Dienstag, 11. Dezember 2018, 18:00 Uhr
Gedenkveranstaltung für ULRICH SCHACHT [1951 - 2018]
An diesem Tag wollen wir mit Freunden und Weggefährten des viel zu früh verstorbenen, genialen Journalisten und wunderbaren Dichters gedenken.

Ulrich Schacht wurde am 9. März 1951 im DDR-Frauengefängnis Hoheneck (Stollberg/Erzgebirge) geboren, wo seine Mutter aus politischen Gründen inhaftiert war. Er ist in Wismar aufgewachsen und studierte von 1970 bis 1973 Evangelische Theologie in Rostock und in Erfurt. 1973 wurde er wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, 1976 in die BRD freigekauft. Von 1977 bis 1998 lebte er in Hamburg, studierte dort Politikwissenschaften und Philosophie. Er war von 1984 bis 1998 Journalist bei „Die Welt“ und „Welt am Sonntag“. Seit 1998 lebte er als freischaffender Autor und Publizist in Schweden.

Im Anschluss zum Jahresausklang besinnliches Beisammensein mit Musik, Punsch und Gebäck.
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