Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungen

Dienstag, 31. Mai 2016, 18:00 Uhr
Sabine Lange, (Schriftstellerin) stellt ihr spannendes Sachbuch vor:
Fallada - Fall ad acta? Die Stasi und die DDR-Erbepflege
In diesem Stück selbst erlebter Vergangenheit schreibt die ehemalige Archivarin des Hans-Fallada-Archivs Feldberg (1984-1999) über die politische Umzingelung eines von Staatsideologen scharf kontrollierten Dichtererbes in dem zu DDR-Zeiten von der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg gegründeten Literaturzentrum. Anhand von Aktenmaterial entlarvt sie staatliche Willkür, die Überwachung der Forschung und Bespitzelung von Forschern und die Instrumentalisierung des Werkes von Hans Fallada für ideologische Zwecke.
Dienstag, 14. Juni 2016, 18:00 Uhr
Felice Fey, (Kunsthistorikerin) referiert zu dem widerständigen bildenden Künstler mit doppeldeutscher Vergangenheit:
Roger Loewig (1930–1997)
Roger Loewig hatte sich in Ost-Berlin als Lehrer autodidaktisch zum Maler, Zeichner und Dichter ausgebildet, als er 1963 nach einer ersten, privat veranstalteten Ausstellung verhaftet wurde. Staatsgefährdende Hetze wurde ihm vorgeworfen, hatte er doch in seinen dort gezeigten Werken gegen den 'antifaschistischen Schutzwall' und staatlich organisierte Gewalt Stellung genommen. Nach seiner Entlassung 1964 lebte er über sieben Jahre lang als freischaffender Künstler in Ost-Berlin und Belzig. Politisch unangepasst, stand er abseits der offiziellen Kulturpolitik der DDR, und seine Übersiedlung nach West-Berlin 1972 sollte ihm neue Möglichkeiten seines Schaffens eröffnen …
Dienstag, 28. Juni 2016, 18:00 Uhr
Dr. Andreas Beckmann, stellt das mit Regina Kusch verfasste Buch vor:
Gott in Bautzen - Die Gefangenenseelsorge in der DDR
Seelsorge an Gefangenen war eine der schwierigsten, aber auch dringendsten Aufgaben der Kirchen in der DDR, denn die bedrängten Häftlinge suchten Hilfe und Zuspruch. Doch die für den Strafvollzug zuständige Volkspolizei wollte möglichst keinen Einblick in die Zustände hinter Gittern gewähren und gestattete nur widerwillig einigen wenigen Pfarrern Zutritt zu den Haftanstalten. Unter ihnen waren Helden und Kleingläubige, Verräter ebenso wie Tröster in der Not. Ständig überwacht von der Stasi, oft aber auch misstrauisch betrachtet von Gefangenen, konnten sie ihre Arbeit meist nur im Verborgenen tun. Regina Kusch und Andreas Beckmann sind ihren Spuren gefolgt. Das Buch stützt sich auf Recherchen in den Archiven der Evangelischen Kirche, der Volkspolizei und der Gauck-Behörde und beschreibt ein bisher kaum beachtetes Kapitel der (Kirchen-) Geschichte der DDR. Es schildert darüber hinaus die Wende im Knast nach 1989.
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