Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungen

Dienstag, 09. August 2016, 18:00 Uhr
ACHTUNG PROGRAMMÄNDERUNG !
Dr. Matthias Bath, Jurist, Autor und ehemaliger Fluchthelfer, liest aus seinem interessanten Buch anlässlich des 55. Jahrestages des Mauerbaus:
Berlin - eine Biografie. Die geteilte Stadt
(Nünnerich-Asmus Verlag 2016)

In seinem sechsten Buch beschäftigt sich Matthias Bath mit der nahen und fernen Geschichte Berlins anhand von Biografien der sie prägenden Persönlichkeiten. Für uns liest er aus dem Kapitel „Die geteilte Stadt“.
Der Autor wurde 1956 als Sohn von ehemaligen DDR-Bürgern in West-Berlin geboren. Bereits in seiner Jugend beschäftigten den politisch Interessierten besonders die Teilung Deutschlands und die geteilte Stadt Berlin. Mit dem Willen gegen dieses Unrecht etwas Sinnvolles zu tun, wurde er im Frühjahr 1976 Fluchthelfer. Doch bereits die erste Schleusung misslang und endete erst nach 1197 Tagen Stasihaft in Hohenschönhausen mit seiner Rückkehr 1979 nach West-Berlin.
Dienstag, 23. August 2016, 18:00 Uhr
Ullrich H. Kasten, Regisseur
Hans-Dieter Schütt, Regisseur, zeigen ihren 90 min. Dokumentarfilm:
Hitler & Stalin – Portrait einer Feindschaft
Zum Europäischen Tag des Gedenkens an die
Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus

Sie begegneten einander nie und blieben doch dauerhaft aufeinander fixiert: Hitler und Stalin. Sie stiegen auf zu Führern von Diktaturen, die an blutiger Gewalt alles übertrafen, was menschlicher Wille zur Macht bis dahin an Grausamkeit hervorgebracht hatte. Der Film liefert neue Einsichten in alte Fragestellungen: Wie werden Menschen zu Diktatoren? Was machte die Ähnlichkeit und was den Unterschied beider Herrscher und Systeme aus? Ullrich H. Kasten und Hans-Dieter Schütt bleiben dicht an den Protagonisten, entlarven ihre Programme und ihre Paranoia.
Dienstag, 06. September 2016, 18:00 Uhr
Dr. Ulf Bischof, Rechtsanwalt Kunstrecht, spricht über seine spannende Arbeit:
Abgepresst und versilbert – Der Kunsthandel der KoKo
Mit der Besatzung durch die SMAD 1945 und Gründung der DDR 1949 begann ein neues Kapitel der Kunstentziehungen im Osten Deutschlands. Dabei ging es in der Zeit bis 1989 in unterschiedlichen Ausprägungen im Wesentlichen darum, mit der Überführung von Kunstgegenständen aus Privat- in staatlichen Besitz und deren anschließendem Export, Devisen für die Machthaber in Ost-Berlin zu beschaffen. Die reguläre Planwirtschaft war dazu nur unzureichend im Stande. Das Unrecht, das den Sammlern dabei widerfuhr, war in Qualität und Quantität ein anderes als in der Zeit des Nationalsozialismus. Den Betroffenen zeigte sich aber auch die DDR als rücksichtslose Diktatur, die mit skrupellosen Methoden ihre Ziele verfolgte.
Dienstag, 20. September 2016, 18:00 Uhr
Peter Herrmann, ehemaliger pol. Brandenburg-Häftling, liest aus dem biografischen Buch:
Ein Leben im Schatten des Kalten Krieges
Erinnerungen an 22 Jahre Haft in der Sowj. Besatzungszone und in der DDR

Peter Herrmann berichtet über das Schicksal seines langjährigen Freundes, der insgesamt 22 Jahre in Haft war und anonym bleiben will. Der Autor lernte ihn 1960 während seiner Haft in der Strafanstalt Brandenburg-Görden kennen. Seine Geschichte, in Interviewform wiedergegeben, ist keine vollständige Biographie, sondern eine Kette von Erlebnissen, die ihm in Erinnerung blieben. Der Autor selbst war ebenfalls konfrontiert mit politischer Haft und Gewalt. Während sein Freund eher zufällig, jedenfalls unreflektiert in die Mühlen des Systems gelangte, hat Peter Herrmann die Opposition bewusst gesucht und mit einem klaren moralischen Kompass ausgehalten. Insofern werden hier zwei Schicksale verhandelt, deren Zusammenhang sowohl persönlich als auch zeitgeschichtlich gesetzt ist.
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