Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungen

Dienstag, 06. September 2016, 18:00 Uhr
Dr. Ulf Bischof, Rechtsanwalt Kunstrecht, spricht über seine spannende Arbeit:
Abgepresst und versilbert – Der Kunsthandel der KoKo
Mit der Besatzung durch die SMAD 1945 und Gründung der DDR 1949 begann ein neues Kapitel der Kunstentziehungen im Osten Deutschlands. Dabei ging es in der Zeit bis 1989 in unterschiedlichen Ausprägungen im Wesentlichen darum, mit der Überführung von Kunstgegenständen aus Privat- in staatlichen Besitz und deren anschließendem Export, Devisen für die Machthaber in Ost-Berlin zu beschaffen. Die reguläre Planwirtschaft war dazu nur unzureichend im Stande. Das Unrecht, das den Sammlern dabei widerfuhr, war in Qualität und Quantität ein anderes als in der Zeit des Nationalsozialismus. Den Betroffenen zeigte sich aber auch die DDR als rücksichtslose Diktatur, die mit skrupellosen Methoden ihre Ziele verfolgte.
Dienstag, 20. September 2016, 18:00 Uhr
Peter Herrmann, ehemaliger pol. Brandenburg-Häftling, liest aus dem biografischen Buch:
Ein Leben im Schatten des Kalten Krieges
Erinnerungen an 22 Jahre Haft in der Sowj. Besatzungszone und in der DDR

Peter Herrmann berichtet über das Schicksal seines langjährigen Freundes, der insgesamt 22 Jahre in Haft war und anonym bleiben will. Der Autor lernte ihn 1960 während seiner Haft in der Strafanstalt Brandenburg-Görden kennen. Seine Geschichte, in Interviewform wiedergegeben, ist keine vollständige Biographie, sondern eine Kette von Erlebnissen, die ihm in Erinnerung blieben. Der Autor selbst war ebenfalls konfrontiert mit politischer Haft und Gewalt. Während sein Freund eher zufällig, jedenfalls unreflektiert in die Mühlen des Systems gelangte, hat Peter Herrmann die Opposition bewusst gesucht und mit einem klaren moralischen Kompass ausgehalten. Insofern werden hier zwei Schicksale verhandelt, deren Zusammenhang sowohl persönlich als auch zeitgeschichtlich gesetzt ist.
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