Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungen

Dienstag, 06. März 2018, 18:00 Uhr
Jochen Stern, der Schauspieler, Jurist, Autor und ehem. politische Bautzen-Häftling (1947-54) kommt zu seiner BUCHPREMIERE:
Die ewige Morgenröte - Teil II: Das Leben ist kein Spiel
Der Zweite Teil befasst sich mit dem Schicksal vieler Jugendlicher in Frankfurt/Oder, in der damaligen Sowjetzone, zwischen den Jahren 1945 – 1948. Die anfängliche Euphorie über den demokratischen Aufbruch schwindet zusehends mit dem gleichzeitigen Beginn der uneingeschränkten Machterhaltung der alleinherrschenden SED. Diese Politik geht zu Lasten der Freiheit und Demokratie. Wobei der sowjetische Geheimdienst NKWD und so mancher deutsche Helfer sich nicht scheuen, vor allem jugendliche Idealisten zu verhaften, sie in das Untersuchungsgefängnis in Potsdam Lindenstraße 54 zu verschleppen, und sie dort unter Folter, Drohungen und Demütigungen zwingen, Schuldeingeständnisse abzulegen, die dann zu hohen Strafen führen.
Dienstag, 20. März 2018, 18:00 Uhr
Peter Rüegg, der Autor und Zeitzeuge stellt sein in der Edition DDR-GESCHICHTE erschienenes Sachbuch vor:
Sozialismus hinter Gittern. Schicksale aus Ostdeutschland
BUCHPREMIERE des OEZ BERLIN-VERLAGES

Moderation: Detlef W. Stein (Verlagsleiter)

Peter Rüegg (Jg. 1933) war zunächst in mehreren Untersuchungshaftanstalten des MfS eingesperrt, dann verurteilte ihn ein DDR-Gericht wegen 'Schädlingstätigkeit' zu sieben Jahren Zuchthaus. Sein gesamtes "Verbrechen“ bestand ausschließlich aus wenigen Worten, die im Kreise von Freunden gesprochen wurden. Sein Schicksal ist jedoch nicht Gegenstand dieses Buches. Während seiner Haftzeit traf er mehr oder weniger intensiv und für unterschiedlich lange Zeiten auf hunderte andere Männer, erfuhr von ihrem Leben und hörte ihre sehr persönlichen Geschichten. Einige dieser Einzelschicksale hat er in diesem Buch beschrieben.
Dienstag, 03. April 2018, 18:00 Uhr
Tom Franke, der Regisseur und Produzent von armadaFilm zeigt seinen 88 min. Dokumentarfilm:
DIE PARTITUR DES KRIEGES. Leben zwischen den Fronten im Donbass
Im Jahr 2015 begleitete der Dokumentarfilmer Tom Franke mit seinem Team den seit 20 Jahren in Berlin lebenden Musiker Mark Chaet auf einer gefährlichen Reise zurück in seine Heimat, die Ostukraine. Geboren wurde er in Kramatorsk, einer Industriestadt auf der ukrainischen Seite des Konfliktgebietes. Auf der anderen Seite, in Donezk, studierte Chaet am Konservatorium Geige. Im Angesicht des Krieges erfährt er im Gespräch mit Freunden und Kollegen menschliche, politische und kulturelle Wirklichkeiten. Es ist eine Reise ins Zentrum des Krieges, an die Grenzen westlicher Klischees und medialer Realitäten. Eine Reise ins Innere der eigenen Vergangenheit und menschlicher Würde.
Marc Chaet wird mit seinem Geigenspiel die Veranstaltung umrahmen.
Dienstag, 17. April 2018, 16:00 Uhr
Mitgliederversammlung und Vorstandswahl des Fördervereins
Nur für die Mitglieder des Fördervereins!
Dienstag, 17. April 2018, 18:00 Uhr
Ingo Langner, der Autor führt sein Stück auf:
Bertolt Brecht / „Die Mutter 2.0 – Eine Dekonstruktion“ von Ingo Langner © 2018
In seinem Schauspiel „Die Mutter“ agitiert Bertolt Brecht für den Kommunismus. Bei den offiziellen Ostberliner Feiern zu Brechts 90. Geburtstag im Januar 1988 wurde „Die Mutter“ am Berliner Ensemble zum Lobe der DDR aufgeführt. In der ersten Reihe nahm Erich Honecker Platz. Im Herbst 2016 gab es im Studio der Schaubühne am Lehniner Platz erneut eine Berliner Inszenierung. Wie schon 1988 wurde das Lob auf den Kommunismus gesungen.
Doch jetzt wird Brecht vom Kopf auf die Füße gestellt. „Die Mutter 2.0 - Eine Dekonstruktion“ ist eine Textcollage, die ausgewählte Szenen aus Brechts „Mutter“ mit zentralen Aussagen aus „Das Schwarzbuch des Kommunismus“ kombiniert.

Mitwirkende: Vera Lengsfeld │ Siegmar Faust │ Gabriel Berger │ Ingo Langner
Dienstag, 15. Mai 2018, 18:00 Uhr
Dr. Karl-Heinz Bomberg, der erfahrene Psychotherapeut stellt sein Buch vor:
HEILENDE WUNDEN. Wege der Aufarbeitung politischer Traumatisierung in der DDR
Psychosozial-Verlag Gießen 2018

Sind einst verborgene Wunden sichtbar geworden, kann der Prozess ihrer Heilung bewusst begleitet und unterstützt werden. Karl-Heinz Bomberg widmet sich den verschiedenen Bewältigungsformen politischer Traumatisierung in der DDR von psychoanalytischer Therapie, sozialen Netzwerken, Humor und Reisen bis hin zu Kunstproduktion, indem er Betroffene selbst zu Wort kommen lässt und ihren Bildern einen öffentlichen Raum zur Verfügung stellt. Mit theoretischen Erläuterungen verleiht er den Berichten und Bildern der Betroffenen einen wissenschaftlichen und künstlerischen Rahmen.
Dienstag, 29. Mai 2018, 18:00 Uhr
Carmen Bärwaldt, die Regisseurin zeigt aus Anlass des 90. Geburtstags ihren Dokumentarfilm:
Sonntagskind. Erinnerungen an Charlotte von Mahlsdorf
[18. März 1928 - 30. April 2002]

Eine liebenswerte zärtliche Frau im männlichen Körper - Charlotte von Mahlsdorf, mit bürgerlichem Namen Lothar Wilfried Berfelde - verlässt ihr Lebenswerk - das Gründerzeitmuseum in Berlin-Mahlsdorf – und wandert aus. Die parlamentarische Monarchie Schweden wird ihre neue Heimat. Der Film zeichnet episodisch Charlottes dornigen Lebenspfad nach, von ihr selbst erzählt - mit Grandezza, Humor und überraschender Offenheit. Optisches Zentrum ist Charlottes gründerzeitliches Museum und die Idylle des versunkenen schwedischen Kurortes Porla Brunn.
Eine Geschichte vom Anderssein, von Verstrickung mit der DDR-Staatsmacht, von der Suche nach Harmonie und tolerantem Miteinander auf unserem Planet Erde.
Dienstag, 12. Juni 2018, 18:00 Uhr
Dr. Angela Plöger, die renommierte Übersetzerin aus dem Finnischen, stellt das von ihr übertragene Werk vor:
KATJA KETTU: FEUERHERZ
Ullstein Verlag

Lappland um 1930. Irga, die Tochter des Weißen Generals, flieht durch die eisige Winternacht auf Skiern bis nach Russland. Seit sie sich mit einem Kommunisten eingelassen hat, schwebt sie in Lebensgefahr. Sie ist schwanger und flüchtet zu ihrem Geliebten. Ihr Weg führt sie weit in den Norden und Osten, bis hin zu den brutalen Workuta-Gulags, zur Wolga und schließlich nach Kazan, zum Volk der Mari. Mit sich trägt sie ein Geheimnis, das ihr wichtiger ist als ihr eigenes Leben.

»Katja Kettus Sprache hält die Welt in Atem und hebt das Werk auf eine Ebene, die ihresgleichen sucht. Dieser Roman ist ein großartiges Beispiel für die magische Kraft der Literatur.« KALEVA
Projektförderung durch:
Impressum
Mitglied im Dachverband: