Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungen

Dienstag, 07. Februar 2023, 18:00 Uhr
Dr. Anna Kaminsky, die Direktorin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellt multimedial ihre Dokumentation vor:
Die Berliner Mauer in der Welt - Symbole der Freiheit, der menschlichen Willensstärke, Relikte des Kalten Krieges.
Ungezählte Teile der Berliner Mauer wurden nach ihrem Fall im November 1989 in die Welt hinausgetragen – und mit ihnen der Freiheitswille der Bürger. Mehr als 240 dieser tonnenschweren Mauersegmente, die an mehr als 140 Orten auf allen Kontinenten stehen, wurden für diesen Band ausfindig gemacht. Unter ihren neuen Besitzern befinden sich japanische Geschäftsleute, prominente Kunstsammler sowie alle US-Präsidenten der letzten einhundert Jahre – und sogar der Papst. Erzählt werden spannende, kuriose, aber auch tragische Geschichten, die die facettenreiche Erinnerung an die Mauer und den Kalten Krieg eindrucksvoll widerspiegeln.
Dienstag, 21. Februar 2023, 18:00 Uhr
Dr. Karin König, die Autorin und Erziehungswissenschaftlerin stellt ihr dramatisches Tatsachen- Buch vor:
Papierne Küsse: Eine tragische Ost-West-Beziehung. Liebe im Schatten der Mauer 1962-1965
Als Ingeborg König im Mai 1965 ihre Flucht aus der DDR nach Westberlin zusammen mit ihrem Verlobten Traugott König feierte, hatte sie nur noch kurze Zeit zu leben. Sie, im fünften Monat schwanger, starb an den Folgen einer offensichtlich missglückten Abtreibung. Ingeborg König (geb. 1943) hatte ab 1961 in Jena Germa-nistik studiert und sich als 18-Jährige in ihren in Westberlin lebenden Cousin verliebt. Was folgte, waren ab Januar 1962 ein intensiver Briefwechsel und gelegentliche Treffen in Ostberlin oder Leipzig. Es war dies eine Liebe im geteilten Deutschland, eine Liebe im Schatten der Mauer.
Dienstag, 07. März 2023, 18:00 Uhr
Dr. Ales Novotny, hält multimedial seinen kritischen Vortrag zum perpetuierten Phänomen:
Karl Marx – Vor 140 Jahren verblichen und immer noch lebendig !
Der 1818 in Trier geborene und 1883 in London verstorbene Karl Marx war im Bewußtsein der Welt nie weg. Die Verkaufszahlen seines Hauptwerks „Das Kapital“ sind nach wie vor hoch, und in Trier auf dem Simeonstiftplatz wurde 2018 sogar ein riesiges Bronze-Denkmal als Geschenk der KP China enthüllt. Marx bleibt neben Che Guevara vor allem unter jungen Leuten Kult. Doch war er nicht mit seinem Freund Engels der Ideengeber und Wegbereiter des nach ihm benannten Marxismus und damit vieler grausamer Diktaturen im Namen des Fortschritts? Die Apologeten seiner Lehre behaupten, die Politik Lenins, Stalins, Maos, Pol Pots und vieler anderer kommunistischer Diktatoren hätten mit Marx gar nichts zu tun. Doch ist das die belegbare Wahrheit?
Dienstag, 21. März 2023, 18:00 Uhr
Dr. Angela Plöger, die renommierte Übersetzerin aus dem Finnischen, stellt das neueste, von ihr übertragene Werk vor:
Sofi Oksanen, HUNDEPARK
Nach dem Ende der Sowjetunion ist dort alles im Umbruch. Die bisherigen Mafiosi bereichern sich noch mehr, doch für normale Menschen, zumal für junge Frauen, ist es sehr schwierig, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. So geraten viele in die Fänge der Fruchtbarkeitsindustrie. Die macht die Mädchen durch Hormontherapie zu Produzentinnen von Eizellen. Abnehmer sind reiche Ausländer, die sich ihren Kinderwunsch erfüllen wollen. Dass die Gesundheit der jungen Frauen dadurch ruiniert wird, ja, sogar ihr Leben in Gefahr gerät, sagt den Mädchen niemand.

ACHTUNG: Die für diesen Termin ursprünglich geplante Buchvorstellung mit CORA STEPHAN wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt!
Dienstag, 04. April 2023, 18:00 Uhr
Manfred Graf von Schwerin, der Protagonist des Filmprojektes und Vertreter der Fördergemeinschaft Recht und Eigentum e. V (ARE) präsentiert den 90-minütigen Dokumentarfilm:
PHANTOMSCHMERZ HEIMAT (Regie und Kamera Mathias Neubert)
Diese Dokumentation beschäftigt sich mit sehr unterschiedlichen Schicksalen der Verfolgung, Vertreibung und Enteignung in der Zeit von 1945 bis 1949 innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Der Film bietet erstmals eine Zusammenfassung von Zeitzeugenberichten betroffener Opfer jener Enteignungs-Politik, die bis heute immer noch als „demokratisch“ verklärt wird, in Wirklichkeit aber schreiendes Unrecht war und in keinem einzigen Fall einem wirklich demokratischen Verfahren entsprach.
Dienstag, 18. April 2023, 18:00 Uhr
Dr. Gerhard Barkleit, der Historiker stellt sein spannendes Buch vor:
Werner Hartmann - Wegbereiter der Mikroelektronik in der DDR
Der in Berlin geborene Physiker Werner Hartmann wirkte während des 2. Weltkriegs an der Entwicklung von Gleitbomben mit und danach gehörte er zu den deutschen Wissenschaftlern, die für Stalin die Atombombe bauten. Gemeinsam mit Manfred von Ardenne gründete Hartmann Mitte der 1950er Jahre in Dresden den VEB Vakutronik, 1961 die »Arbeitsstelle für Molekularelektronik«. Mitte der 1970er Jahre beschuldigten leitende Mitarbeiter mit SED-Parteibuch und Verbindungen zum MfS Hartmann, den unübersehbaren Rückstand der DDR in der Mikroelektronik bewusst herbeigeführt zu haben.Er wurde als Direktor abgesetzt und zum einfachen wissenschaftlichen Mitarbeiter degradiert.
Dienstag, 02. Mai 2023, 18:00 Uhr
Dr. Jörg Bernhard Bilke, der Germanist und Zeitzeuge berichtet von seinem dramatischsten Lebensabschnitt
Verhaftet in Leipzig. Als Mainzer Student im Zuchthaus Waldheim
Dr. Bilke (geb. 1937 in Berlin) interessierte sich als westdeutscher Germanistikstudent für die deutsche Gegenwartsliteratur. Er reiste in die DDR, um Autoren wie Anna Seghers, Christa Wolf und Erich Loest kennenzulernen. Wegen angeblicher "staatsfeindlicher Hetze" wurde er im September 1961 verhaftet und zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Er gehörte zu den ersten politischen Gefangenen, die von der Bundesrepublik freigekauft wurden; im August 1964 wurde er aus der Haft entlassen und durfte in die Bundesrepublik zurückkehren.
Dienstag, 16. Mai 2023, 18:00 Uhr
Stephan Krawczyk, Liedermacher, Autor und Protagonist des Films
Prof. Jürgen Haase, Regisseur und Filmproduzent - zeigen den gemeinsamen Dok-Film (45 min.):
„Stephan Krawczyk: Ich dagegen singe…“
Mitte der 80er Jahre war Krawczyk einer der bekanntesten Oppositionellen der DDR und sang aufmüpfige Lieder. 1988 wurde er aus der DDR ausgewiesen und stand deswegen im Fokus der Medien. Krawczyk engagierte sich danach gegen FCKW, schrieb mehrere Bücher: von seinem Vater, den Wirren der Wiedervereinigung und vom Alltag im neuen Deutschland. Immer noch pflegt er sein "Mundwerk" - komponiert und textet Lieder, tritt öffentlich auf. Der Film begleitet Stephan Krawczyk auf den Spuren seines Lebens – vom thüringischen Weida über Berlin bis hin zu seinem Rückzugsort im uckermärkischen Warbende.
Dienstag, 30. Mai 2023, 18:00 Uhr
Dr. Wolfgang Kraushaar, der bekannte Hamburger Politikwissenschaftler referiert zu seinem Buch:
Die blinden Flecken der 68er Bewegung
Auch nach einem halben Jahrhundert gibt es noch immer viele offene Fragen, die einer klaren Deutung der 68er-Bewegung entgegenstehen. Unter ihnen stechen einige besonders hervor: Welche Rolle spielte Pop- und Rockmusik als Multiplikatoren des Protests? Welchen Stellenwert besaßen neue Aktionsformen wie Happenings, Sit-Ins sowie Teach- Ins? Und welche Bedeutung kamen Militanz und Gewalt zu, die einerseits die Ziele der Protestierenden zu beschädigen drohten, andererseits aber auch zur Publicity ihrer Forderungen nicht unerheblich beigetragen haben? Das alles wird von Wolfgang Kraushaar jenseits der üblichen Muster von Verdammung oder Idealisierung in einem Licht betrachtet, deren Scheinwerfer nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart stehen. Sein Vortrag beleuchtet auch die mehr als nur problematische Einstellung von einem erheblichen Teil der 68er-Bewegung gegenüber dem Sowjetkommunismus und der DDR aus der Sicht eines Antitotalitären.
Dienstag, 13. Juni 2023, 18:00 Uhr
Dr. Bodo V. Hechelhammer, langjähriger Leiter des Historischen Büros und Chefhistoriker des BND, hält zur 70. Wiederkehr des Volksaufstands seinen Vortrag:
Dokumente der „Organisation Gehlen“ zum Volksaufstand am 17. Juni 1953
Während die Stasi beweisen wollte, dass es sich bei dem Volksaufstand um einen aus dem Westen gesteuerten Putsch gehandelt habe, glaubten die westlichen Geheimdienste an das Gegenteil. Die „Organisation Gehlen“ glaubte an eine "von östlicher Seite inszenierte Aktion", um die Wiedervereinigung "ins Rollen zu bringen". Ganz offensichtlich passte die spontane Entstehung der Streikbewegung genauso wenig in das Weltbild der westdeutschen Nachrichtendienstler wie in das der DDR-Sicherheitsorgane. Erst viel später ging den Mitarbeitern der "Organisation Gehlen" auf, dass sie sich wohl geirrt hatten.
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