Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungen

Dienstag, 29. November 2022, 18:00 Uhr
Dr. Marianne Subklew-Jeutner, die Politikwissenschaftlerin stellt ihr Buch vor:
Schattenspiel – Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi
Der Pfarrer Eckart Giebeler (1925-2006) arbeitete von 1949 bis 1992 als evangelischer Gefängnisseelsorger in verschiedenen Gefängnissen und war der einzige hauptamtliche “Geistliche im Strafvollzug” der DDR - nach 1990 im Land Brandenburg. Ab 1953 übte er seine seelsorgerliche Tätigkeit als Angestellter des Ministeriums des Innern der DDR aus und verpflichtete sich 1959 per Handschlag zur Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Als IM „Roland“ schrieb er Berichte über Inhaftierte, besprach Tonbänder mit Informationen über Pfarrkonvente und Pfarrer-Kollegen und übergab dem MfS Dokumente, die „nur zum innerkirchlichen Dienstgebrauch“ bestimmt waren.
Dienstag, 13. Dezember 2022, 18:00 Uhr
Wolf Solent, der Autor und Zeitzeuge liest:
"Die frohe Botschaft in der Weihnachtsnacht - Was vor fünfzig Jahren einem Wehrdienstleistenden im Grenzausbildungsregiment Oranienburg widerfuhr."
Wegen kurzfristiger Verhinderung des Tschechischen Botschafters kommt zum Jahresausklang Wolf Solent mit seiner Lesung.
Im Anschluss Punsch und Gebäck.
Dienstag, 10. Januar 2023, 18:00 Uhr
Carmen-Francesca Banciu, die rumänische Autorin stellt ihr neuestes Buch vor:
VATERFLUCHT
Sie war geflohen vor den Verhältnissen, vor allem aber vor ihrem Vater. Er, der Unfehlbare, der treu ergebene Parteifunktionär, hatte sie von Kindheit an unter Druck gesetzt: Du darfst keine Fehler machen! Das überaus begabte Mädchen, das Vorzeigekind, lebt so, wie der Vater es erzogen hat - und gerät gerade dadurch in Konflikt mit ihm. Als der Geheimdienst die junge Studentin wochenlang verhört, weil sie eine Demonstration vorbereiten wollte, empfindet dies der Vater als unendliche Schande, ihre Ausreise in den Westen als Verrat. Nun ist sie auf dem Weg zu ihm, die unverarbeiteten Gefühle und Gedanken im Gepäck. Die Zeit im Westen hat sie verändert, aber alte Prägungen lassen sich nicht so leicht tilgen. Plötzlich ist sie wieder die Tochter von damals, will nicht enttäuschen, spürt die beklemmende Angst zu versagen. Doch alles in ihr rebelliert dagegen.
Dienstag, 07. Februar 2023, 18:00 Uhr
Dr. Anna Kaminsky, die Direktorin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellt multimedial ihre Dokumentation vor:
Die Berliner Mauer in der Welt - Symbole der Freiheit, der menschlichen Willensstärke, Relikte des Kalten Krieges.
Ungezählte Teile der Berliner Mauer wurden nach ihrem Fall im November 1989 in die Welt hinausgetragen – und mit ihnen der Freiheitswille der Bürger. Mehr als 240 dieser tonnenschweren Mauersegmente, die an mehr als 140 Orten auf allen Kontinenten stehen, wurden für diesen Band ausfindig gemacht. Unter ihren neuen Besitzern befinden sich japanische Geschäftsleute, prominente Kunstsammler sowie alle US-Präsidenten der letzten einhundert Jahre – und sogar der Papst. Erzählt werden spannende, kuriose, aber auch tragische Geschichten, die die facettenreiche Erinnerung an die Mauer und den Kalten Krieg eindrucksvoll widerspiegeln.
Dienstag, 21. Februar 2023, 18:00 Uhr
Dr. Karin König, die Autorin und Erziehungswissenschaftlerin stellt ihr dramatisches Tatsachen- Buch vor:
Papierne Küsse: Eine tragische Ost-West-Beziehung Liebe im Schatten der Mauer 1962-1965
Als Ingeborg König im Mai 1965 ihre Flucht aus der DDR nach Westberlin zusammen mit ihrem Verlobten Traugott König feierte, hatte sie nur noch kurze Zeit zu leben. Sie, im fünften Monat schwanger, starb an den Folgen einer offensichtlich missglückten Abtreibung. Ingeborg König (geb. 1943) hatte ab 1961 in Jena Germa-nistik studiert und sich als 18-Jährige in ihren in Westberlin lebenden Cousin verliebt. Was folgte, waren ab Januar 1962 ein intensiver Brief-wechsel und gelegentliche Treffen in Ostberlin oder Leipzig. Es war dies eine Liebe im geteilten Deutschland, eine Liebe im Schatten der Mauer.
Dienstag, 07. März 2023, 18:00 Uhr
Dr. Ales Novotny, hält multimedial seinen kritischen Vortrag zum perpetuierten Phänomen:
Karl Marx – Vor 140 Jahren verblichen und immer noch lebendig !
Der 1818 in Trier geborene und 1883 in London verstorbene Karl Marx war im Bewußtsein der Welt nie weg. Die Verkaufszahlen seines Hauptwerks „Das Kapital“ sind nach wie vor hoch, und in Trier auf dem Simeonstiftplatz wurde 2018 sogar ein riesiges Bronze-Denkmal als Geschenk der KP China enthüllt. Marx bleibt neben Che Guevara vor allem unter jungen Leuten Kult. Doch war er nicht mit seinem Freund Engels der Ideengeber und Wegbereiter des nach ihm benannten Marxismus und damit vieler grausamer Diktaturen im Namen des Fortschritts? Die Apologeten seiner Lehre behaupten, die Politik Lenins, Stalins, Maos, Pol Pots und vieler anderer kommunistischer Diktatoren hätten mit Marx gar nichts zu tun. Doch ist das die belegbare Wahrheit?
Dienstag, 21. März 2023, 18:00 Uhr
Dr. Cora Stephan, die Politikwissenschaftlerin, Publizistin und Schriftstellerin stellt den zweiten Band doppel-deutscher Geschichte vor:
MARGOS TÖCHTER
Cora Stephan erzählt die Geschichte zweier außergewöhnlicher Frauen und eines geteilten Landes über vier Jahrzehnte. Ein großer Roman über die Suche nach dem Glück in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und die Frage, was man opfern muss, um es zu finden. Leonore Seliger wächst in den 1960er-Jahren in der norddeutschen Provinz auf. Sie ist eine Außenseiterin, unangepasst, rebellisch. Trost findet sie bei Clara, einer Brieffreundin aus der DDR, die sie in einem Pioniercamp der DDR getroffen hat. Die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet ein Geheimnis. Jahrzehnte später kommt eine junge Frau diesem Geheimnis auf die Spur und begibt sich auf eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit.
Dienstag, 04. April 2023, 18:00 Uhr
Manfred Graf von Schwerin, der Protagonist des Filmprojektes und Vertreter der Fördergemeinschaft Recht und Eigentum e. V (ARE) präsentiert den 90-minütigen Dokumentarfilm:
PHANTOMSCHMERZ HEIMAT (Regie und Kamera Mathias Neubert)
Diese Dokumentation beschäftigt sich mit sehr unterschiedlichen Schicksalen der Verfolgung, Vertreibung und Enteignung in der Zeit von 1945 bis 1949 innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Der Film bietet erstmals eine Zusam-menfassung von Zeitzeugenberichten betroffener Opfer jener Enteignungs-Politik, die bis heute immer noch als „demokratisch“ verklärt wird, in Wirklichkeit aber schreiendes Unrecht war und in keinem einzigen Fall einem wirklich demokratischen Verfahren entsprach.
Dienstag, 12. Dezember 2023, 18:00 Uhr
Tomáš Kafka, S.E. Botschafter der Tschechischen Republik hält seinen Vortrag zu:
Die Bilanz der Transformation in Tschechien nach 1989
Am 17. November 1989 unterdrückte die Polizei brutal eine Studentendemonstration, was Großdemonstrationen von bis zu 750.000 Menschen nach sich zog. Am 19. November 1989 wurde das Bürgerforum zur tragenden Kraft der „ Samtenen Revolution“ in der Tschechoslowakei. Am 10. Dezember 1989 erklärte Staatspräsident Gustáv Husák seinen Rücktritt und Václav Havel wurde erster tschechoslowakischer Staatspräsident, der Reformer Alexander Dubček Präsident. Am 8. Juni 1990 fanden die ersten freien Parlamentswahlen in der ČSFR statt. Am 1. Januar 1993 wurde die Tschechoslowakei einvernehmlich aufgelöst und die Tschechische Republik sowie die Slowakische Republik als unabhängige Staaten ausgerufen. Nach Privatisierung der Wirtschaft und EU-Beitritt 2004 steigt das Bruttoinlandsprodukt stetig. Wie sieht es heute aus?
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