Veranstaltungen
Dienstag, 28. April 2026, 18:00 Uhr
Fanna Kolarova, freischaffende Künstlerin, erlebte bereits als Kind mit ihrer Familie zahlreiche Schikanen durch das kommunistische Regime in Bulgarien
"Abgebrochene Schicksale - Leben im kommunistischen Bulgarien"
Die Referentin stellt die fesselnd erzählte Autobiographie ihrer Mutter vor. Deren Lebensweg führt den Leser von den Notjahren nach dem zweiten Weltkrieg über die Strapazen der Familie nach dem Putsch im September 1944 bis hin zu den Hoffnungen und Erwartungen, die die bulgarische Gesellschaft nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in die demokratischen Kräfte setzte. Lebendig schildert sie die Ereignisse, deren Zeugin sie wurde, sowie ihre persönliche Einstellung der damaligen weltpolitischen Ereignisse.
Dienstag, 05. Mai 2026, 18:00 Uhr
Harald Martenstein, der bekannte Journalist hält noch einmal seine Rede vom
"Prozeß gegen Deutschland"
Informationen folgen
Dienstag, 12. Mai 2026, 18:00 Uhr
Prof. em. Siegfried Lokatis, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Buchwissenschaft an der Universität Leipzig, stellt seine interessante Untersuchung vor:
"Verantwortliche Redaktion. Zensurwerkstätten der DDR"
Auf Grundlage bereits publizierter Einzelbeiträge entstand eine Gesamtschau ins Räderwerk einer realen Zensurbehörde. Die Institution, die sich im Laufe der 45 Jahre um die Kontrolle all dessen kümmerte, was im Osten veröffentlicht werden durfte, nannte sich immer wieder anders, änderte auch ihre Strukturen und ihre Unterstellung. War es anfangs der Kulturelle Beirat bzw. sein Sekretariat, die sich um die Erlaubnis des Druckbaren kümmerten, so ging daraus 1951 das Amt für Literatur hervor, das sich im Lauf der Jahre bis zur legendären Hauptverwaltung Verlage und Buchhandel im Ministerium für Kultur wandelte.
Dienstag, 26. Mai 2026, 18:00 Uhr
Jürgen K. Hultenreich, der Zeitzeuge liest seinen Text im Buch
"Weltanschauung ist unheilbar"
Der Schriftsteller und Tuschör (Maler) gehört zu den bedeutendsten deutschen Literaten der Gegenwart. Siebzehnjährig wurde er wegen versuchter Republikflucht inhaftiert und in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Damals wie heute begegnet er der Absurdität des Zeitgeistes mit Humor und stellt seine im letzten Jahr erschienene Aphorismensammlung vor. Beispiele? „Wer eine Rede leichter hält als sein Wort, ist politisch begabt“, oder: „In Deutschland werden Probleme nicht beseitigt, sondern subventioniert“. Er liest aber auch Geschichten aus seiner Zeit in der DDR sowie einen Essay über die Kraft der Freiheit.
Dienstag, 09. Juni 2026, 18:00 Uhr
Friederike Pohlmann, die Autorin gibt einen interessanten Einblick in das
Hotel der Spione. Das „Neptun“ in Warnemünde
Welche Rolle spielte die legendäre Nobelherberge als „operativer Schwerpunkt“ bei der Überwachung durch die Staatssicherheit? Ein Politikum war schon das Baugeschehen an der Seepromenade von Warnemünde, denn beauftragt wurde ein schwedisches Unternehmen. Hochinteressant für die Stasi-Bezirksverwaltung. Noch dazu wurde der Neubau durch die damaligen Behörden geheim gehalten. Idealer Nährboden für Gerüchte und Geschichten. Nach seiner Eröffnung beherbergte das Luxus-Hotel ausländische Touristen und Geschäftsleute, Prominente, Staatsgäste, aber auch ausgewählte DDR-Urlauber. Im Volksmund war vom „Stasi-Hotel“ die Rede.
Dienstag, 23. Juni 2026, 18:00 Uhr
Dr. Dr. Rainer Zitelmann, der Historiker, Soziologe und Bestsellerautor spricht über:
Die 10 Irrtümer des Antikapitalismus
Antikapitalismus und auch Antiliberalismus waren und sind zwei zentrale Grundpfeiler in der Ideologie kommunistischer Regime. Auch heute noch treiben gerade falsche aber medial populäre Vorurteile über die Marktwirtschaft – Stichwort: Überkonsum, leistungsloses Einkommen, Monopolbildung – immer wieder Menschen zu linken Ideologien und in den linken Extremismus. Mit einer beeindruckenden Fülle an Fakten, seiner eigenen, teils großangelegten Forschungsarbeit stellt Dr. Rainer Zitelmann diese Vorurteile in Frage und eröffnet einen anderen Blickwinkel auf das Feindbild Nr. 1 des Kommunismus.

