Veranstaltungen
Dienstag, 03. März 2026, 18:00 Uhr
Prof. Dr. phil. Tatjana Kuharenoka (LETTLAND), von der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Riga, hält einen Vortrag über Leben und Werk der bedeutenden russischen Schriftstellerin:
ALJA RACHMANOWA (1898 - 1991)
Die russische Schriftstellerin, 1925 ohne Angabe von Gründen aus ihrer Heimat ausgewiesen, deren Tagebuchaufzeichnungen in 21 Sprachen übersetzt wurden und damit als einer der bekanntesten Schriftstellerinnen der Zwischenkriegszeit gilt, beschreibt in ihrem Oeuvre mit Werken wie „Liebe, Tscheka und Tod“ eindrucksvoll das Leben vor und nach der Oktoberrevolution. Eines ihrer zahlreichen Bestseller „Die Fabrik des neuen Menschen“ (1935) erhielt als bester antibolschewistischer Roman den ersten Preis der Académie d’Education et d’Etudes Sociales in Paris.
Dienstag, 17. März 2026, 18:00 Uhr
Dr. Michael Feldkamp, der Publizist und Historiker spricht zu dem spannenden Thema:
Die Stasi im Vatikan
Gerade die katholische Kirche widersetzte sich besonders stark Gleichschaltungsversuchen der SED-Regierung. Sie stellte damit naturgemäß für das Macht-Deutungsmonopol der Partei eine ideologische Gefahr dar und zog damit auch die Aufmerksamkeit der Staatssicherheit auf sich. Dieser gelang es schließlich in den 70er Jahren im Zentrum ihres Feindes, dem Kirchenstaat, einen eigenen Agenten mit dem Namen „Lichtblick“ zu installiert. In seinem Vortrag wird der Historiker des Deutschen Bundestages die Tätigkeit dieses IM beleuchten und dessen Biographie vorstellen.
Dienstag, 31. März 2026, 18:00 Uhr
Ivanka Penjak, die Photojournalistin und Dokumentarphotographin präsentiert ihr Buch:
„Der weiße Fleck – DDR, Hohenschönhausen“
Von März bis Dezember 2017 traf und photographierte Ivanka Penjak ehemalige politische Gefangene in der Gedenkstätte und in ihrem privaten Umfeld und ließ sie ihre Geschichten erzählen. Dokumentarische Aufnahmen des Sperrgebiets HSH geben einen Eindruck über die Räume, in denen die Gefangenen in Isolationshaft saßen und von der Staatssicherheit verhört wurden. Die Photos von heute zeigen das, was damals unsichtbar war. Das Buch gliedert sich in einen Teil mit dokumentarischen Aufnahmen, die Portraits ehemaliger Häftlinge und Stasioffiziere des 1945 in einem Sperrgebiet des sowjetischen NKWD eingerichtete und ab 1951 vom Ministerium für Staatssicherheit bis 1989 als „zentrales Untersuchungsgefängnis“ betriebene Haftstätte zeigen, sowie in einen Interviewteil, in dem alle zuvor abgebildeten Personen zu Wort kommen.

