Veranstaltungen
Dienstag, 09. Dezember 2025, 18:00 Uhr
Stephan Krawczyk, der bekannte Liedermacher und Autor umrahmt die Veranstaltung mit Gesang und BandoneonDipl.-Slaw. Ursula Popiolek, die Gründerin, langjährige Bibliotheksleiterin und aktive Vorstandsvorsitzende des Fördervereins hält ihren spannenden Vortrag:
Vor 200 Jahren - Der Dekabristen-Aufstand vom 14. Dezember 1825. - Eine Würdigung der ersten revolutionären Erhebung in Rußland
Der Schicksalstag 14. Dezember 1825 war zugleich Beginn und Ende. Es war der gescheiterte Versuch russischer Offiziere und Adeliger, das autokratische Zarenreich abzuschaffen und eine Verfassung einzuführen. Nach der Thronbesteigung von Zar Nikolaus I. weigerten sich die Aufständischen, ihm den Treueid zu leisten und forderten eine Reform des Staates, einschließlich der Abschaffung der Leibeigenschaft. Fünf Anführer wurden gehängt, viele degradiert sowie Hunderte nach Sibirien verbannt und zu Zwangsarbeit verurteilt.
„Wenn Du Dich auf den Weg begibst, so denke stets daran, daß Du in diesem Leben mein einziger Halt bist…“
(Katarina Trubetskaja)
Zum Jahresausklang Punsch und Gebäck
„Wenn Du Dich auf den Weg begibst, so denke stets daran, daß Du in diesem Leben mein einziger Halt bist…“
(Katarina Trubetskaja)
Zum Jahresausklang Punsch und Gebäck
Mittwoch, 17. Dezember 2025, 19:00 Uhr
Nicole Heinrich, Buch + Regie Bea Ehlers-Kerbekian, Schauspiel
"MONIKA HAEGER - inside stasi" (DOKU-Monodrama; 75 min.)
Als Heimkind wurde Monika Haeger auf sozialistischen Kurs gebracht, als treue DDR-Bürgerin und Stasi-Mitarbeiterin spioniert sie später, getarnt als enge Freundin der Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley, eine wichtige Ost-Berliner Frauengruppe aus. Für die Frauen hatte das zumeist verheerende Folgen. Verhaftungen, Verhöre und sogar Ausbürgerung aus der DDR waren die Folge.
Das Stück erzählt entlang der Erinnerungen von Monika Haeger (1945-2006) vom dunkelsten Teil ostdeutscher Geschichte. Zur Sprache kommen dabei mit den Stimmen der Opfer auch die frühen Verfolgungen in der SBZ mit seinen Speziallagern, das Frauengefängnis Hoheneck, die Toten an der Mauer sowie der berüchtigte Jugendwerkhof Torgau.
Zur Besseren Planung wird um Anmeldung gebeten unter:
stasi-theater@web.de
Mehr Infos dazu unter:
https://www.nicoleheinrich.com/monika-haeger-theaterstueck;
https://www.pointalpha.com/veranstaltung/theaterstueck-monika-haeger-inside-stasi-eine-stasi-agentin-erzaehlt/
Das Stück erzählt entlang der Erinnerungen von Monika Haeger (1945-2006) vom dunkelsten Teil ostdeutscher Geschichte. Zur Sprache kommen dabei mit den Stimmen der Opfer auch die frühen Verfolgungen in der SBZ mit seinen Speziallagern, das Frauengefängnis Hoheneck, die Toten an der Mauer sowie der berüchtigte Jugendwerkhof Torgau.
Zur Besseren Planung wird um Anmeldung gebeten unter:
stasi-theater@web.de
Mehr Infos dazu unter:
https://www.nicoleheinrich.com/monika-haeger-theaterstueck;
https://www.pointalpha.com/veranstaltung/theaterstueck-monika-haeger-inside-stasi-eine-stasi-agentin-erzaehlt/
Donnerstag, 18. Dezember 2025, 19:00 Uhr
Nicole Heinrich, Buch + Regie Bea Ehlers-Kerbekian, Schauspiel
"MONIKA HAEGER - inside stasi" (DOKU-Monodrama; 75 min.)
Als Heimkind wurde Monika Haeger auf sozialistischen Kurs gebracht, als treue DDR-Bürgerin und Stasi-Mitarbeiterin spioniert sie später, getarnt als enge Freundin der Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley, eine wichtige Ost-Berliner Frauengruppe aus. Für die Frauen hatte das zumeist verheerende Folgen. Verhaftungen, Verhöre und sogar Ausbürgerung aus der DDR waren die Folge.
Das Stück erzählt entlang der Erinnerungen von Monika Haeger (1945-2006) vom dunkelsten Teil ostdeutscher Geschichte. Zur Sprache kommen dabei mit den Stimmen der Opfer auch die frühen Verfolgungen in der SBZ mit seinen Speziallagern, das Frauengefängnis Hoheneck, die Toten an der Mauer sowie der berüchtigte Jugendwerkhof Torgau.
Zur Besseren Planung wird um Anmeldung gebeten unter:
stasi-theater@web.de
Mehr Infos dazu unter:
https://www.nicoleheinrich.com/monika-haeger-theaterstueck;
https://www.pointalpha.com/veranstaltung/theaterstueck-monika-haeger-inside-stasi-eine-stasi-agentin-erzaehlt/
Das Stück erzählt entlang der Erinnerungen von Monika Haeger (1945-2006) vom dunkelsten Teil ostdeutscher Geschichte. Zur Sprache kommen dabei mit den Stimmen der Opfer auch die frühen Verfolgungen in der SBZ mit seinen Speziallagern, das Frauengefängnis Hoheneck, die Toten an der Mauer sowie der berüchtigte Jugendwerkhof Torgau.
Zur Besseren Planung wird um Anmeldung gebeten unter:
stasi-theater@web.de
Mehr Infos dazu unter:
https://www.nicoleheinrich.com/monika-haeger-theaterstueck;
https://www.pointalpha.com/veranstaltung/theaterstueck-monika-haeger-inside-stasi-eine-stasi-agentin-erzaehlt/
Dienstag, 06. Januar 2026, 18:00 Uhr
Anna Barbara Kastelewicz, die Violinistin, Konzertmeisterin und Musikwissenschaftlerin hält ihren Vortrag mit Musik zum Thema:
Kultura und kulturelle Betätigung in den sowjetischen Speziallagern in der SBZ und DDR 1945-1950
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges errichtete die sowjetische Besatzungsmacht in Deutschland auf dem Gebiet ihrer Besatzungszone (SBZ) zehn Gefangenenlager, die sie unter der Bezeichnung »Speziallager« führte. In diesen Lagern wurden zu-nächst NS-belastete Personen gefangen gehalten, bald aber vor allem Gegner des importierten sowjetischen Gesellschaftssystems ohne gerichtlichen Schuldnachweis, auf unbestimmte Zeit und unter unmenschlichen Haftbedingungen. Von den Häftlin-gen am schlimmsten empfunden wurde dabei das Hauptziel der Lager: »die totale Isolation« der Häftlinge und das Verbot jeglicher geistiger Betätigung.
In der DDR waren die Lager ein Tabuthema. Der reale Lebensalltag der Gefangenen ist auch heute noch weitgehend unerforscht und durch sowjetische Akten nicht dokumentiert. Das gilt insbesondere für die Frage, wie Musik und kulturelle Betätigung das Leben und Überleben in der Gefangenschaft prägten. Auf Grundlage von einschlägigem Archivmaterial in Deutschland und Moskau sowie von neu verfügbaren privaten Berichten, Noten und Zeitzeugeninterviews untersucht die Autorin diesen Aspekt für alle zehn sowjetischen Speziallager systematisch und vergleichend.
In der Gedenkbibliothek stellt die Autorin und Musikerin Anna Barbara Kastelewicz in einer multimedialen Präsentation neben Text-Auszügen aus dem Buch auch Beispiele künstlerischen Schaffens wie Kompositionen aus den Speziallagern vor.
In der DDR waren die Lager ein Tabuthema. Der reale Lebensalltag der Gefangenen ist auch heute noch weitgehend unerforscht und durch sowjetische Akten nicht dokumentiert. Das gilt insbesondere für die Frage, wie Musik und kulturelle Betätigung das Leben und Überleben in der Gefangenschaft prägten. Auf Grundlage von einschlägigem Archivmaterial in Deutschland und Moskau sowie von neu verfügbaren privaten Berichten, Noten und Zeitzeugeninterviews untersucht die Autorin diesen Aspekt für alle zehn sowjetischen Speziallager systematisch und vergleichend.
In der Gedenkbibliothek stellt die Autorin und Musikerin Anna Barbara Kastelewicz in einer multimedialen Präsentation neben Text-Auszügen aus dem Buch auch Beispiele künstlerischen Schaffens wie Kompositionen aus den Speziallagern vor.
Dienstag, 20. Januar 2026, 18:00 Uhr
Monika Lembke, die Autorin und Zeitzeugin liest aus ihrem bewegenden Buch:
„Wir dulden noch viel zu viel" - Der Weiße Kreis: Ein stiller Protest, der in die Freiheit führte
Nachdem der Ausreiseantrag der Familie abgelehnt wurde, sah sich die Familie massiven Schikanen durch die Staatssicherheit ausgesetzt. Die Autorin und ihr Ehemann verloren ihre Arbeitsstelle, einer der Söhne beendete sein Leben. Ab Juni 1983 war Monika Lembke Mitorganisatorin des „Weißen Kreises“ in Jena, einer Gruppe von Menschen, die ihren Wunsch nach Ausreise öffentlich machten, indem sie jeden Samstag in Jena demonstrierten. Erst daraufhin durfte sie mit ihrem Ehemann und dem jüngsten Sohn im August 1983 in die Bundesrepublik ausreisen. Das Buch er-zählt die Geschichte ihrer Familie und jener Protestgruppe. Dabei wird deutlich, wie sich die Ausreisebewegung zum politischen Sprengstoff für die Machthaber in der DDR entwickelte.
Dienstag, 03. Februar 2026, 18:00 Uhr
Sybille Krägel Christoph-Lucas Hütter, Regisseur
„NKDW-Lager Tost: Suche nach den Toten“
Dokumentarfilm und Diskussion:
Seit über 30 Jahren widmet sich Sybille Krägel der akribischen Rekonstruktion der Lagergeschichte. Aus einer persönlichen Spurensuche nach dem Schicksal ihres Vaters, der 1945 in Toszek ums Leben kam, entwickelte sie eine umfassende Forschungsarbeit. Sie entzifferte russische Häftlingslisten, identifizierte hunderte Opfer, dokumentierte Schicksale und trug zur Errichtung eines würdigen Gedenkortes bei. Ihre Liste um-fasst inzwischen mehr als 4.500 Namen der Internierten. Krägel organisiert zahlreiche deutsch-polnische Gedenkfahrten, pflegt enge Kontakte zu Überlebenden und Angehörigen und wirkt maßgeblich an Publikationen sowie der Vorbereitung von Suchmaßnahmen nach Massengräbern mit. Für ihre Arbeit wurde sie bereits zur Ehrenbürgerin der polnischen Stadt Toszek ernannt.
Seit über 30 Jahren widmet sich Sybille Krägel der akribischen Rekonstruktion der Lagergeschichte. Aus einer persönlichen Spurensuche nach dem Schicksal ihres Vaters, der 1945 in Toszek ums Leben kam, entwickelte sie eine umfassende Forschungsarbeit. Sie entzifferte russische Häftlingslisten, identifizierte hunderte Opfer, dokumentierte Schicksale und trug zur Errichtung eines würdigen Gedenkortes bei. Ihre Liste um-fasst inzwischen mehr als 4.500 Namen der Internierten. Krägel organisiert zahlreiche deutsch-polnische Gedenkfahrten, pflegt enge Kontakte zu Überlebenden und Angehörigen und wirkt maßgeblich an Publikationen sowie der Vorbereitung von Suchmaßnahmen nach Massengräbern mit. Für ihre Arbeit wurde sie bereits zur Ehrenbürgerin der polnischen Stadt Toszek ernannt.
Dienstag, 03. März 2026, 18:00 Uhr
Prof. Dr. phil. Tatjana Kuharenoka, Lehrstuhlinhaberin an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Riga, hält einen Vortrag über Leben und Werk von
Alja Rachmanowa
Die russische Schriftstellerin, 1925 ohne Angabe von Gründen aus ihrer Heimat ausgewiesen, deren Tagebuchaufzeichnungen in 21 Sprachen übersetzt wurden und damit als einer der bekanntesten Schriftstellerinnen der Zwischenkriegszeit gilt, beschreibt in ihrem ihrem Oeuvre mit Werken wie „Liebe, Tscheka und Tod“ eindrucksvoll das Leben vor und nach der Oktoberrevolution. Ihr Buch „Die Fabrik des neuen Menschen“ (1935) erhielt als bester antibolschewistischer Roman den ersten Preis der Académie d’Education et d’Etudes Sociales.

