Veranstaltungen
Dienstag, 20. Januar 2026, 18:00 Uhr
Thomas Lukow, der Referent und ehemalige politische DDR-Häftling hält multimedial seinen Vortrag:
Journalismus in der DDR
Journalismus definiert sich in der Sammlung, Prüfung, Aufbereitung und Verbreitung von Informationen. Dabei geht es darum, Fakten sachlich, unabhängig und nachprüfbar darzustellen, Meinungen von Nachrichten zu trennen und gesellschaftliche Debatten zu ermöglichen! Davon sind Diktaturen weit entfernt. Der Journalismus in der DDR war in erster Linie ein ideologisches Sprachrohr der SED. Grundlage der Berichterstattung war der Marxismus/Leninismus. Ein wichtiges Kriterium auch für die Zulassung zum Journalistik-Studium. Sämtliche Leitungsposten in diesem Bereich wurden von Parteikadern besetzt und von übergeordneten Parteiinstitutionen kontrolliert. Die Produkte in den Printmedien, wie auch bei Rundfunk und Fernsehen, waren somit reine Agitprop-Veranstaltungen (Agitation u. Propaganda). Wie das im Einzelnen aussah und mitunter groteske Blüten trieb, möchte der Referent in seinem intensiv recherchierten Vortrag beleuchten.
Dienstag, 03. Februar 2026, 18:00 Uhr
Sybille Krägel, die Leiterin der Initiativgruppe NKWD-Lager Tost/Oberschlesien 1945 referiert multimedial zu:
Das NKDW-Lager Tost / Oberschlesien: Die Suche nach den Toten
Dokumentarfilm, Vortrag und Diskussion:
Seit über 30 Jahren widmet sich Sybille Krägel der akribischen Rekonstruktion der Lagergeschichte. Aus einer persönlichen Spurensuche nach dem Schicksal ihres Vaters, der 1945 in Tost/Toszek ums Leben kam, entwickelte sie eine umfassende Forschungsarbeit. Sie entzifferte russische Häftlingslisten, identifizierte hunderte Opfer, dokumentierte Schicksale und trug zur Errichtung eines würdigen Gedenkortes bei. Ihre Liste umfasst inzwischen mehr als 4.500 Namen der Internierten. Sybille Krägel organisierte zahlreiche deutsch-polnische Gedenktreffen, pflegt enge Kontakte zu Überlebenden und Angehörigen und wirkt maßgeblich an Publikationen sowie der Vorbereitung von Suchmaßnahmen nach Massengräbern mit. Für ihre Arbeit wurde sie bereits zur Ehrenbürgerin der polnischen Stadt Toszek ernannt und im September 2025 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Seit über 30 Jahren widmet sich Sybille Krägel der akribischen Rekonstruktion der Lagergeschichte. Aus einer persönlichen Spurensuche nach dem Schicksal ihres Vaters, der 1945 in Tost/Toszek ums Leben kam, entwickelte sie eine umfassende Forschungsarbeit. Sie entzifferte russische Häftlingslisten, identifizierte hunderte Opfer, dokumentierte Schicksale und trug zur Errichtung eines würdigen Gedenkortes bei. Ihre Liste umfasst inzwischen mehr als 4.500 Namen der Internierten. Sybille Krägel organisierte zahlreiche deutsch-polnische Gedenktreffen, pflegt enge Kontakte zu Überlebenden und Angehörigen und wirkt maßgeblich an Publikationen sowie der Vorbereitung von Suchmaßnahmen nach Massengräbern mit. Für ihre Arbeit wurde sie bereits zur Ehrenbürgerin der polnischen Stadt Toszek ernannt und im September 2025 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Mittwoch, 11. Februar 2026, 18:00 Uhr
Vera Lengsfeld, die Publizistin, DDR-Bürgerrechtlerin und ehem.Bundestagsabgeordnete liest aus ihrem Buch:
"Ist mir egal. Wie Angela Merkel die CDU und Deutschland ruiniert hat"
Die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld lernte Angela Merkel nach der Wende von 1989 kennen. Während Merkel sich die CDU ausgesucht hatte, wurde die bereits politisch erfahrene Vera Lengsfeld für die Grünen in den Bundestag gewählt. Später trafen die beiden Frauen in der CDU aufeinander und pflegten zunächst ein gutes Miteinander. Das Verhältnis zu Merkel kühlte in dem Maße ab, in dem sich die Kanzlerin von den Grundsätzen der Partei und den christlich-demokratischen Werten verabschiedete. Vera Lengsfeld erlebte diesen Wandel hautnah und zeigt in der Retrospektive, wie Merkel die Partei und Deutschland Schritt für Schritt entkernte und damit zum großen Teil mitverantwortlich ist für die heutigen Probleme des Landes. Glaubwürdig, kompetent und spannend beschreibt Vera Lengsfeld diesen Prozess. Dieses Buch will einen Beitrag dazu leisten, mit dem servilen Merkel-Mythos Schluss zu machen.
Dienstag, 17. Februar 2026, 18:00 Uhr
Max Remke, Leiter der Gedenkbibliothek, Historiker und Politikwissenschaftler hält einen Vortrag zum Thema:
AYN RAND – Denkerin gegen die Unfreiheit
1905 in St. Petersburg geboren, 1926 aus der Sowjetunion in die USA geflohen, Hollywood-Enthusiastin, millionenfache Bestsellerautorin, scharfe Kommentatorin und kontroverse Philosophin – Ayn Rand (geboren Alissa Rosenbaum) gehört zu den prägendsten Gestalten der US-Geschichte des 20. Jahrhunderts. Ihre großen, philosophischen Romane stehen in ihrer kulturellen Bedeutung für viele direkt hinter der Bibel. Doch in Deutschland ist diese leidenschaftliche Streiterin gegen jeden staatlichen Autoritarismus und für das Recht auf das eigene Leben eines jeden Menschen fast unbekannt. Und das obwohl Sie eine einzigartige, gerade auch moralische Rechtfertigung der individuellen Freiheit vertritt. Zeit für eine Entdeckungsreise.
Dienstag, 03. März 2026, 18:00 Uhr
Prof. Dr. phil. Tatjana Kuharenoka (LETTLAND), von der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Riga, hält einen Vortrag über Leben und Werk der bedeutenden russischen Schriftstellerin:
ALJA RACHMANOWA (1898 - 1991)
Die russische Schriftstellerin, 1925 ohne Angabe von Gründen aus ihrer Heimat ausgewiesen, deren Tagebuchaufzeichnungen in 21 Sprachen übersetzt wurden und damit als einer der bekanntesten Schriftstellerinnen der Zwischenkriegszeit gilt, beschreibt in ihrem Oeuvre mit Werken wie „Liebe, Tscheka und Tod“ eindrucksvoll das Leben vor und nach der Oktoberrevolution. Eines ihrer zahlreichen Bestseller „Die Fabrik des neuen Menschen“ (1935) erhielt als bester antibolschewistischer Roman den ersten Preis der Académie d’Education et d’Etudes Sociales in Paris.
Dienstag, 17. März 2026, 18:00 Uhr
Dr. Michael Feldkamp, der Publizist und Historiker spricht zu dem spannenden Thema:
Die Stasi im Vatikan
Gerade die katholische Kirche widersetzte sich besonders stark Gleichschaltungsversuchen der SED-Regierung. Sie stellte damit naturgemäß für das Macht-Deutungsmonopol der Partei eine ideologische Gefahr dar und zog damit auch die Aufmerksamkeit der Staatssicherheit auf sich. Dieser gelang es schließlich in den 70er Jahren im Zentrum ihres Feindes, dem Kirchenstaat, einen eigenen Agenten mit dem Namen „Lichtblick“ zu installiert. In seinem Vortrag wird der Historiker des Deutschen Bundestages die Tätigkeit dieses IM beleuchten und seine Biographie vorstellen.
Dienstag, 31. März 2026, 18:00 Uhr
Ivanka Penjak, die Photojournalistin und Dokumentarphotographin präsentiert ihr Buch:
„Der weiße Fleck – DDR, Hohenschönhausen“
Von März bis Dezember 2017 traf und photographierte Ivanka Penjak ehemalige politische Gefangene in der Gedenkstätte und in ihrem privaten Umfeld und ließ sie ihre Geschichten erzählen. Dokumentarische Aufnahmen des Sperrgebiets HSH geben einen Eindruck über die Räume, in denen die Gefangenen in Isolationshaft saßen und von der Staatssicherheit verhört wurden. Die Photos von heute zeigen das, was damals unsichtbar war. Das Buch gliedert sich in einen Teil mit dokumentarischen Aufnahmen, die Portraits ehemaliger Häftlinge und Stasioffiziere des 1945 in einem Sperrgebiet des sowjetischen NKWD eingerichtete und ab 1951 vom Ministerium für Staatssicherheit bis 1989 als „zentrales Untersuchungsgefängnis“ betriebene Haftstätte zeigen, sowie in einen Interviewteil, in dem alle zuvor abgebildeten Personen zu Wort kommen.

