Veranstaltungen
Dienstag, 07. Juli 2026, 18:00 Uhr
Michael Meinicke, Magister für Germanistik/Publizistik/Theaterwissenschaften und freier Schriftsteller entrückt uns mit
„Ostkreuz“
in das Blues- und Hippiemilieu des geteilten Berlins. "Der Autor hat unverwechselbar das Leben und Treiben der ostdeutschen Szene beschrieben. Ein tiefer Einblick in das vorwiegend im Verborgen laufende Geschehen." (Linde Bischof, Malerin) "Wollt ihr wirklich wissen, wie es war? Dann lest 'Ostkreuz'. Egal ob Ostler oder Westler, Daheimgebliebene oder Vertriebene, Eingesessene oder Ausgediente – ihr werdet euch amüsieren, erschrecken, begeistern." (Bernd Wagner, Autor)
Dienstag, 21. Juli 2026, 18:00 Uhr
Gabriel Berger, der ehemalige DDR-Häftling, Physiker, IT-Trainer, Buchautor berichtet von seinen aufregenden Reiseerlebnissen:
„Abenteuer im wilden Osten“ - Kiffen in Novosibirsk (1973)
Zwar hieß es in der DDR „von der Sowjetunion siegen heißt siegen lernen“, aber es waren außer Dienstreisen nur Gruppenreisen in die Sowjetunion möglich und das nur zu einigen ausgewählten touristischen Plätzen. Das Betreten anderer Gebiete war für Fremde streng verboten. Aber genau das machte für junge Abenteurer aus der DDR den Reiz einer individuellen Reise in die Sowjetunion aus. Denn die Diktatur forderte die Wagemutigen heraus, ihre Barrieren selbst unter höchsten Gefahren zu überwinden. Das verschaffte den Beherzten einen Nervenkitzel, vergleichbar der Besteigung eines hohen Berggipfels. Und kaum etwas konnte für aufmüpfige DDR-Bürgern attraktiver sein, als die Behörden des Sowjetlandes auszutricksen. Für manche war das eine Generalprobe für die spätere Flucht in den Westen.
Dienstag, 04. August 2026, 18:00 Uhr
Ray Wong, Hongkong-Aktivist und Publizist
Der lange Arm der Kommunistischen Partei Chinas
Egal ob seltene Erden oder der Konflikt um Taiwan – China ist regelmäßig in der Presse. Doch kaum beachtet ist der verdeckte Einfluss der KPC auf Deutschland. Der aus Hongkong geflüchtete Oppositionelle und Publizist Ray Wong gibt uns – nicht zuletzt aus eigener Erfahrung – einen Einblick in die chinesisch-kommunistische Schattenwelt in Deutschland.
Dienstag, 18. August 2026, 18:00 Uhr
Michael Wohlfarth, Jugendpfarrer in der DDR
„Ach, Dostojewski“
Film oder Theater. Wir entscheiden uns für das Theater. Der Autor des Stückes und sein Freund werden durch den Bühneneingang gelassen und nehmen auf der 1.Reihe der roten Plüschsessel Platz, die Mäntel über dem Arm. Das Stück beginnt. Innerdeutsche Grenze. Da kommt der erwartete Grenzgänger. Der Soldat schießt...Er meint, er muß schießen.
Dienstag, 01. September 2026, 18:00 Uhr
Dr. Dr. Rainer Zitelmann, der Historiker, Soziologe und Bestsellerautor spricht über:
ZERO SUM MINDSET: Die Nullsummenfalle
Der Historiker, Reichtumsforscher und Bestsellerautor stellt sein neues Buch vor, in dem er einer der Wurzeln des Sozialismus auf den Grund geht: Dem Irrglauben, dass die Welt ein Nullsummenspiel sei und nur dort Reichtum sein könne wo Armut ist, nur Erfolg, wo Scheitern. Dabei erläutert er wie ein solcher Glaube sachlich falsch ist und sowohl uns selbst, als auch einer freien Gesellschaft schadet.
Dienstag, 29. September 2026, 18:00 Uhr
Prof. Dr. Florian von Rosenberg, Erziehungswissenschaftler an der Universität Erfurt, stellt sein Sachbuch vor:
„Die beschädigte Kindheit: Das Krippensystem der DDR und seine Folgen“
Verzweifelte Briefe beunruhigter Mütter, Protest und Kritik von Kinderärzten und erschreckende Studienergebnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Warum starben Säuglinge so häufig nach dem Wiedereinstieg der Mütter in den Arbeitsprozess? Wieso waren die staatlich betreuten Kinder oftmals untergewichtig, klein und krank? Warum war die emotionale, sprachliche und geistige Entwicklung der Kinder in der Krippe schlechter als in der Familie? Florian von Rosenberg berichtet wissenschaftlich fundiert und zugleich berührend, wie die Kleinsten der Republik einen hohen Preis für das sozialistische Prestigeprojekt zu zahlen hatten.

