Veranstaltungen
Dienstag, 25. August 2026, 18:00 Uhr
Max Remke, Leiter der Gedenkbibliothek, Historiker und Politikwissenschaftler hält einen Vortrag zum Thema:
Die Impotenz des Bösen – Über die Natur des Totalitarismus
Egal ob nationalsozialistische Aufmärsche oder choreographierte rote Fahnenmeere – totalitäre Regime versuchen alles um stark, mächtig und schöpferisch zu wirken. Bezugnehmend auf die, in der Sowjetunion aufgewachsene, US-Autorin und Philosophien Ayn Rand zeigt Max Remke hier die Gegenthese: Das Böse muss mit gesetzmäßiger Notwendigkeit scheitern. Seine einzige Kraft liegt darin alle Beteiligten ins Unglück zu stürzen – die Beherrschten ebenso wie die Herrschenden.
Hinweis: Dies ist ein Sondervortrag anlässlich des europäischen Gedenktages für die Opfer der totalitären und autoritären Regime am 23. August.
Hinweis: Dies ist ein Sondervortrag anlässlich des europäischen Gedenktages für die Opfer der totalitären und autoritären Regime am 23. August.
Dienstag, 01. September 2026, 18:00 Uhr
Dr. Dr. Rainer Zitelmann, der Historiker, Soziologe und Bestsellerautor spricht über:
ZERO SUM MINDSET: Die Nullsummenfalle
Der Historiker, Reichtumsforscher und Bestsellerautor stellt sein neues Buch vor, in dem er einer der Wurzeln des Sozialismus auf den Grund geht: Dem Irrglauben, dass die Welt ein Nullsummenspiel sei und nur dort Reichtum sein könne wo Armut ist, nur Erfolg, wo Scheitern. Dabei erläutert er wie ein solcher Glaube sachlich falsch ist und sowohl uns selbst, als auch einer freien Gesellschaft schadet.
Sonntag, 06. September 2026, 16:00 Uhr
Nicole Heinrich, Buch + Regie Bea Ehlers-Kerbekian, Schauspiel
"MONIKA HAEGER - Inside Stasi" (Theaterstück/ Monodrama; 75 min.)
Als Heimkind wurde Monika Haeger auf sozialistischen Kurs gebracht, als treue DDR-Bürgerin und Stasi-Mitarbeiterin spioniert sie später, getarnt als enge Freundin der Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley, eine wichtige Ost-Berliner Frauengruppe aus. Für die Frauen hatte das zumeist verheerende Folgen. Verhaftungen, Verhöre und sogar Ausbürgerung aus der DDR waren die Folge.
Das Stück erzählt entlang der Erinnerungen von Monika Haeger (1945-2006) vom dunkelsten Teil ostdeutscher Geschichte. Zur Sprache kommen dabei mit den Stimmen der Opfer auch die frühen Verfolgungen in der SBZ mit seinen Speziallagern, das Frauengefängnis Hoheneck, die Toten an der Mauer sowie der berüchtigte Jugendwerkhof Torgau.
Zur Besseren Planung wird um Anmeldung gebeten unter:
stasi-theater@web.de
Mehr Infos dazu unter:
https://www.nicoleheinrich.com/monika-haeger-theaterstueck;
https://www.pointalpha.com/veranstaltung/theaterstueck-monika-haeger-inside-stasi-eine-stasi-agentin-erzaehlt/
Das Stück erzählt entlang der Erinnerungen von Monika Haeger (1945-2006) vom dunkelsten Teil ostdeutscher Geschichte. Zur Sprache kommen dabei mit den Stimmen der Opfer auch die frühen Verfolgungen in der SBZ mit seinen Speziallagern, das Frauengefängnis Hoheneck, die Toten an der Mauer sowie der berüchtigte Jugendwerkhof Torgau.
Zur Besseren Planung wird um Anmeldung gebeten unter:
stasi-theater@web.de
Mehr Infos dazu unter:
https://www.nicoleheinrich.com/monika-haeger-theaterstueck;
https://www.pointalpha.com/veranstaltung/theaterstueck-monika-haeger-inside-stasi-eine-stasi-agentin-erzaehlt/
Dienstag, 15. September 2026, 19:00 Uhr
Dr. Anna Barbara Kastelewicz, Violinistin, Musik-Hochschuldozentin und Leiterin einer Musikagentur
"Musik, wo Schweigen ist" - Kultura und kulturelle Betätigung in den sowjetischen Speziallagern in der SBZ und DDR 1945-1950
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges errichtete die sowjetische Besatzungs-macht in Deutschland auf dem Gebiet ihrer Besatzungszone (SBZ) zehn Gefange-nenlager, die sie unter der Bezeichnung »Speziallager« führte. In diesen Lagern wur-den zunächst NS-belastete Personen gefangen gehalten, bald aber vor allem Gegner des importierten sowjetischen Gesellschaftssystems ohne gerichtlichen Schuld-nachweis, auf unbestimmte Zeit und unter unmenschlichen Haftbedingungen. Von den Häftlingen am schlimmsten empfunden wurde dabei das Hauptziel der Lager: »die totale Isolation« der Häftlinge und das Verbot jeglicher geistiger Betätigung.
In der DDR waren die Lager ein Tabuthema. Der reale Lebensalltag der Gefangenen ist auch heute noch weitgehend unerforscht und durch sowjetische Akten nicht do-kumentiert. Das gilt insbesondere für die Frage, wie Musik und kulturelle Betätigung das Leben und Überleben in der Gefangenschaft prägten. Auf Grundlage von ein-schlägigem Archivmaterial in Deutschland und Moskau sowie von neu verfügbaren privaten Berichten, Noten und Zeitzeugeninterviews untersucht die Autorin diesen Aspekt für alle zehn sowjetischen Speziallager systematisch und vergleichend.
In der Gedenkbibliothek stellt die Autorin und Musikerin Anna Barbara Kastelewicz in einer multimedialen Präsentation neben Text-Auszügen aus dem Buch auch Bei-spiele künstlerischen Schaffens wie Kompositionen aus den Speziallagern vor.
In der DDR waren die Lager ein Tabuthema. Der reale Lebensalltag der Gefangenen ist auch heute noch weitgehend unerforscht und durch sowjetische Akten nicht do-kumentiert. Das gilt insbesondere für die Frage, wie Musik und kulturelle Betätigung das Leben und Überleben in der Gefangenschaft prägten. Auf Grundlage von ein-schlägigem Archivmaterial in Deutschland und Moskau sowie von neu verfügbaren privaten Berichten, Noten und Zeitzeugeninterviews untersucht die Autorin diesen Aspekt für alle zehn sowjetischen Speziallager systematisch und vergleichend.
In der Gedenkbibliothek stellt die Autorin und Musikerin Anna Barbara Kastelewicz in einer multimedialen Präsentation neben Text-Auszügen aus dem Buch auch Bei-spiele künstlerischen Schaffens wie Kompositionen aus den Speziallagern vor.
Dienstag, 29. September 2026, 18:00 Uhr
Prof. Dr. Florian von Rosenberg, Erziehungswissenschaftler an der Universität Erfurt, stellt sein Sachbuch vor:
„Die beschädigte Kindheit: Das Krippensystem der DDR und seine Folgen“
Verzweifelte Briefe beunruhigter Mütter, Protest und Kritik von Kinderärzten und erschreckende Studienergebnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Warum starben Säuglinge so häufig nach dem Wiedereinstieg der Mütter in den Arbeitsprozess? Wieso waren die staatlich betreuten Kinder oftmals untergewichtig, klein und krank? Warum war die emotionale, sprachliche und geistige Entwicklung der Kinder in der Krippe schlechter als in der Familie? Florian von Rosenberg berichtet wissenschaftlich fundiert und zugleich berührend, wie die Kleinsten der Republik einen hohen Preis für das sozialistische Prestigeprojekt zu zahlen hatten.

