Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungsarchiv

VeranstaltungstitelDatum
Gedenkveranstaltung für ULRICH SCHACHT [1951 - 2018]11. Dezember 2018
Gedenkveranstaltung für ULRICH SCHACHT [1951 - 2018]
Gedenkveranstaltung
Beschreibung
An diesem Tag wollen wir mit Freunden und Weggefährten des viel zu früh verstorbenen, genialen Journalisten und wunderbaren Dichters gedenken.

Ulrich Schacht wurde am 9. März 1951 im DDR-Frauengefängnis Hoheneck (Stollberg/Erzgebirge) geboren, wo seine Mutter aus politischen Gründen inhaftiert war. Er ist in Wismar aufgewachsen und studierte von 1970 bis 1973 Evangelische Theologie in Rostock und in Erfurt. 1973 wurde er wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, 1976 in die BRD freigekauft. Von 1977 bis 1998 lebte er in Hamburg, studierte dort Politikwissenschaften und Philosophie. Er war von 1984 bis 1998 Journalist bei „Die Welt“ und „Welt am Sonntag“. Seit 1998 lebte er als freischaffender Autor und Publizist in Schweden.

Mitwirkende: Jürgen K. Hultenreich, Peter Grimm, Stephan Krawczyk, Gabriel Berger, Dr. Sebastian Kleinschmidt, Dr. Heimo Schwilk

Im Anschluss zum Jahresausklang besinnliches Beisammensein mit Punsch und Gebäck.
Referent(en)
Veranstaltung hat keine Referenten
Dr. Dittmar May
Runter von der Birkenallee - Ein Stasi-Häftling und Gefängnisarzt auf dem Weg in die Freiheit
27. November 2018
Runter von der Birkenallee - Ein Stasi-Häftling und Gefängnisarzt auf dem Weg in die Freiheit
Buchpräsentation
Beschreibung
Am 25. April 1982 wurde der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg Dittmar May in Begleitung seiner Frau und seines vierjährigen Sohnes bei einem Fluchtversuch aus der DDR aufgegriffen. Während seiner Haftzeit in Berlin-Rummelsburg musste er als Arzt und Zahnarzt seine Mithäftlinge versorgen. In dieser herausgehobenen Position erlangte er tiefe Einblicke in den Alltag und die Struktur des DDR-Haftsystems. May berichtet von seinem Leben in der DDR, seiner Flucht und den vielfältigen Begegnungen mit Wärtern und Gefängnisinsassen in der Haftzeit. Unterstützt durch zahlreiche Dokumente und Abbildungen entsteht so das eindrückliche Porträt eines Schicksals in den 1980er Jahren.
Referent(en)
Dr. Dittmar May
der Facharzt für MKG-Chirurgie und ehem. pol. Häftling liest aus seinem Buch:
Bettina Röhl
„Die RAF hat euch lieb“: Die Bundesrepublik im Rausch von 68 – Eine Familie im Zentrum der Bewegung
13. November 2018
„Die RAF hat euch lieb“: Die Bundesrepublik im Rausch von 68 – Eine Familie im Zentrum der Bewegung
Lesung
Beschreibung
Brauchte die Bundesrepublik die Revolte von 68? Ist 68 gar das Jahr einer „Neugründung“ der heutigen Bundesrepublik? Die APO-Bewegung – und ihre „Speerspitze“, die RAF – ist das wohl meist beschriebene Thema der neueren politischen Geschichte des Landes. Mit bisher unbekannten Fakten und den Stimmen neuer Zeitzeugen unterlegt, liefert Bettina Röhl, die als Kind die Gründung der RAF hautnah miterlebte, eine spannende Analyse und erzählt die scheinbar bekannte Geschichte neu. Bei ihren Recherchen fand Bettina Röhl zahlreiche bisher unveröffentlichte Briefe, Dokumente und Fotos, die den Leser die damalige Zeit hautnah miterleben und nachvollziehen lassen.
Referent(en)
Bettina Röhl
die Autorin liest aus ihrem neuen Buch:
Dr. Nicolaus Fest
Gehirnwäsche, Geschichtswäsche: Die entsorgte Vergangenheit
30. Oktober 2018
Gehirnwäsche, Geschichtswäsche: Die entsorgte Vergangenheit
Vortrag
Beschreibung
Kein Land gedenkt so obsessiv der nationalsozialistischen Verbrechen wie die Bundesrepublik Deutschland. Das mag nicht ohne Hintersinn geschehen. Denn hinter all dem Erinnern an diese totalitäre Vergangenheit verblasst das Gedenken an die sozialistischen Diktaturen, an deren Täter, Mitläufer und Sympathisanten. Die sind noch immer unter uns - im Bundestag, EU-Parlament, in Wirtschaft, Verbänden und Organisationen. Nun entsorgen sie ihre linke Vergangenheit. Ob in Schulbüchern oder Medien, die sozialistischen Verbrechen sind kaum Thema. Und nicht zufällig fehlen ein nationaler Gedenktag und ein würdiges Denkmal, welche an das Unrechtsregime der DDR und die Millionen Opfer des Sozialismus erinnern.
Referent(en)
Dr. Nicolaus Fest
der Jurist und Journalist hält seinen Vortrag zum Thema:
Ralph Grüneberger und SONDER VERANSTALTUNG
Präsentation Poesiealbum Neu "Worthaft. Texte politischer Gefangener"
23. Oktober 2018
Präsentation Poesiealbum Neu "Worthaft. Texte politischer Gefangener"
Buchpräsentation
Beschreibung
Nach „Immer schneller. Schülergedichte“ (2012) und „Gedichte von Welt. Leipzigs Partnerstädte“ (2014) erscheint mit „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ die 3. Sonderausgabe der Zeitschrift „Poesiealbum neu". Sie vereint Lyrik, Liedtexte, Prosa, Publizistik sowie umfangreiche Informationen zu den 50 Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe.
An diesem Abend werden einige der Autorinnen und Autoren bzw. ehemalige politische Häftlinge dabei sein und ihren Beitrag für die Sonderausgabe lesen.
Zu Beginn der Veranstaltung wird der Herausgeber Ralph Grüneberger die Entstehungsgeschichte dieser Sonderausgabe kurz umreißen. Nur soviel: Die Idee zu dieser Sammlung entstand 2013 an eben diesem Ort.
Ihre Mitwirkung zugesagt haben bisher: Heinz-Martin Benecke, Karl-Heinz Bomberg, Siegmar Faust, Rainer Schottländer.
Mehr dazu unter: http://lyrikgesellschaft.de/worthaft-texte-politischer-gefangener-erschienen/
Referent(en)
Ralph Grüneberger
Herausgeber - Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.
SONDER VERANSTALTUNG
Dr. Matthias Bath
Die Berlin-Blockade 1948/49: Stalins Griff nach der deutschen Hauptstadt und der Freiheitskampf Berlins.
16. Oktober 2018
Die Berlin-Blockade 1948/49: Stalins Griff nach der deutschen Hauptstadt und der Freiheitskampf Berlins.
Buchpräsentation
Beschreibung
Berlin, 24. Juni 1948: Stalin riegelt die Westsektoren der besetzten deutschen Hauptstadt ab. Mit Gewalt will der sowjetische Diktator Stalin die noch vom Krieg geschwächte Berliner Bevölkerung und die bisherigen Kriegsalliierten in deren Sektoren durch eine totale Blockade zur politischen und wirtschaftlichen Aufgabe bringen und ganz Berlin in den sowjetischen Machtbereich zwingen. Berlin und die Welt erleben von nun an elf atemlose Monate voller Gefahren, Entbehrungen und dem Willen der Eingeschlossenen, der Blockade unter allen Umständen zu widerstehen. Die Antwort der Westalliierten: Die Luftbrücke. Ein neuer Berlin-Mythos – jener, der von der „Freien Welt“ nicht aufgegebenen Stadt – wird geboren.
Referent(en)
Dr. Matthias Bath
der Jurist, Autor und ehemalige Fluchthelfer stellt seine reich bebilderte Dokumentation vor:
Dr. Burkhart Veigel und Roswitha Quadflieg
F R E I
02. Oktober 2018
F R E I
Buchvorstellung
Beschreibung
EUROPA Verlag 2018

Als Student in den Sechzigerjahren war Janus Emmeran einer der erfolgreichsten Fluchthelfer im geteilten Berlin: Hunderten von Menschen verhalf er durch die Mauer in die Freiheit. Fünfzig Jahre später kehrt Janus in seine Schicksalsstadt zurück. Per Kontaktanzeige lernt er hier die fast 30 Jahre jüngere Colette kennen, Tochter eines linientreuen Hochschulprofessors in der DDR und Inhaberin eines kleinen Verlags. Zwischen den beiden, die verschiedener nicht sein könnten, entwickelt sich eine Amour fou, die bald auch Janus’ bewegte Vergangenheit wieder lebendig werden lässt. Ein Roman über das unbändige Verlangen nach Freiheit und die Frage der individuellen Verantwortung angesichts politischer Umwälzungen – damals wie heute.
Referent(en)
Dr. Burkhart Veigel
einer der erfolgreichsten Berliner Fluchthelfer
Roswitha Quadflieg
Schriftstellerin, stellen ihr gemeinsames Buch vor:
Lenore Lobeck
Die Schwarzenberg-Legende. Geschichte und Mythos im Niemandsland
18. September 2018
Die Schwarzenberg-Legende. Geschichte und Mythos im Niemandsland
Buchvorstellung
Beschreibung
Schwarzenberg im Westerzgebirge erlangte vor allem durch die Legende von der »Freien Republik Schwarzenberg« Bekanntheit. Nach dem Kriegsende 1945 blieb der Landkreis unbesetzt. Erst Wochen später rückte die Rote Armee ein. Die Frage, was in dieser Zeit im scheinbaren Niemandsland wirklich geschah, bot Anlass für vielfältige Spekulationen. Die Autorin recherchierte in Archiven, sondierte Akten und zeigte anhand von Dokumenten erstmals 2004 die Diskrepanz zwischen dem Mythos von der Enklave der Freiheit und der vor Ort erlebten repressiven Wirklichkeit. In der erweiterten Ausgabe hat sie nun auch u. a. den Umgang mit Flüchtlingen und Verhaftungen in jener Zeit untersucht.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Referent(en)
Lenore Lobeck
Fotografin und Autorin, stellt die erweiterte Neuauflage ihres Buches vor:
Thomas Lukow
Spionage im Spiegel der Europäischen Geschichte - von Daniel Defoe bis Günter Guillaume
04. September 2018
Spionage im Spiegel der Europäischen Geschichte - von Daniel Defoe bis Günter Guillaume
Vortrag
Beschreibung
Seit dem Bestehen der Menschheit war es existentielle Notwendigkeit, Informationen über Konkurrenten oder Gegner zu gewinnen. Dies schien entscheidend für den Ausgang kriegerischer Auseinandersetzungen, aber auch zu eventueller Verhinderung militärischer Handlungen. Diese Aktivitäten bildeten schon vor vielen tausend Jahren einen Bestandteil von Herrschaftspolitik. Einen Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Gegenwart möchte der Referent in diesem Vortrag bieten. Die Spionage war auch eine Voraussetzung für politische Erfolge und für Propaganda, und Spione - von jeher in allen Bereichen der Gesellschaft im Einsatz - kamen aus den verschiedensten Milieus. Diese und andere Hintergründe werden im Vortrag ebenfalls beleuchtet.
Referent(en)
Thomas Lukow
Stasimuseum Berlin, hält seinen Vortrag:
Vortrag + Konzert und BODE QUARTETT BERLIN
Kurt Hauschild - Streichquartett Nr. 8 - "Jan Palach"
21. August 2018
Kurt Hauschild - Streichquartett Nr. 8 - "Jan Palach"
Konzert
Beschreibung
An diesem besonderen Tag möchten wir mit Musik und Vortrag an den Studenten Jan Palach (* 11. August 1948, † 19. Januar 1969) erinnern, welcher sich aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings, gegen das Diktat der Sowjetunion und die in der Phase der "Normalisierung" aufkommende Apathie selbst verbrannte. Er wollte damit, knapp fünf Monate nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei am 21.08.1968, ein Zeichen setzen.
Referent(en)
Vortrag + Konzert
aus Anlass des 50. Jahrestages der Niederschlagung des Prager Frühlings:
BODE QUARTETT BERLIN
unter Leitung von Anna Barbara Kastelewicz
Carmen-Francesca Banciu
Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!
07. August 2018
Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!
Buchpräsentation
Beschreibung
Maria-Maria reist nach Rumänien, um ihren verunglückten Vater zu besuchen und ihn, trotz seiner besitzergreifenden Geliebten, zusammen mit ihnen zu betreuen. In seinen Augen hat sie, die Tochter, die reale Utopie der kommunistischen Gesellschaft verraten. Sie wiederum erkennt in ihm ausschließlich den festgefahrenen Parteirhetoriker, der sich als moralische Instanz aufspielte, anderen Opfer abverlangte, aber selbst ein bigottes Leben führte. Der neue Roman von Carmen-Francesca Banciu handelt vom Tod eines vermeintlichen Patrioten, für den Vaterland, Partei und der Aufbau einer neuen Gesellschaft stets den wichtigsten Platz in seinem Leben einnahmen und von der Liebe, die man sich von den Eltern erhofft, die einem versagt bleibt, und die man selbst zu geben vielleicht nicht imstande ist. Wie kann man richtig Abschied von den Eltern nehmen?
Referent(en)
Carmen-Francesca Banciu
die rumänische Autorin stellt ihr neuestes Buch vor:
Dr. Stefan Wolle und Harald Hauswald
Ausstellungseröffnung: VOLL DER OSTEN. Leben in der DDR
24. Juli 2018
Ausstellungseröffnung: VOLL DER OSTEN. Leben in der DDR
Ausstellungseröffnung
Beschreibung
In den achtziger Jahren zog Harald Hauswald durch Ost-Berlin und fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Dazu gehörten auch verfallende Fassaden, Trinker, Punks oder Schlangen vor Lebensmittelläden. Seine Bilder wirkten als Kritik am Staat, doch das MfS ließ ihn nur überwachen, aber auf Grund seiner zunehmenden Bekanntheit im Westen weiterhin arbeiten. Die Ausstellung präsentiert nun auf 20 Tafeln über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Harald Hauswald. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der in der DDR aufgewachsen und Repressionen ausgesetzt war.
Referent(en)
Dr. Stefan Wolle
(Wissenschaftlicher Leiter DDR-Museum Berlin)
Harald Hauswald
(Fotograf)
Jochen Stern
Die ewige Morgenröte - Teil II: Das Leben ist kein Spiel
10. Juli 2018
Die ewige Morgenröte - Teil II: Das Leben ist kein Spiel
Buchpräsentation
Beschreibung
Der Zweite Teil befasst sich mit dem Schicksal vieler Jugendlicher in Frankfurt/Oder, in der damaligen Sowjetzone, zwischen den Jahren 1945 – 1948. Die anfängliche Euphorie über den demokratischen Aufbruch schwindet zusehends mit dem gleichzeitigen Beginn der uneingeschränkten Machterhaltung der alleinherrschenden SED. Diese Politik geht zu Lasten der Freiheit und Demokratie. Wobei der sowjetische Geheimdienst NKWD und so mancher deutsche Helfer sich nicht scheuen, vor allem jugendliche Idealisten zu verhaften, sie in das Untersuchungsgefängnis in Potsdam Lindenstraße 54 zu verschleppen, und sie dort unter Folter, Drohungen und Demütigungen zwingen, Schuldeingeständnisse abzulegen, die dann zu hohen Strafen führen.
Referent(en)
Jochen Stern
der Schauspieler, Jurist, Autor und ehem. politische Bautzen-Häftling (1947-54) kommt zu seiner Buchpräsentation:
Prof. Dr. Bernd Rabehl
Die "Raumrevolution" in den Ideen der Achtundsechziger
26. Juni 2018
Die "Raumrevolution" in den Ideen der Achtundsechziger
Vortrag
Beschreibung
Die linke Studentenrevolte von 1968 führte europaweit zu einem "Epochenwechsel". Die Nachkriegszeit war beendet. Die Wohlstandsgesellschaft geriet in Zentraleuropa an ihre Grenzen. Die fernen Kontinente ragten in diesen Erdteil hinein. Sie lieferten nicht nur Rohstoffe. Die Einwohner waren nicht mehr bereit, Kolonialismus, Einflusszonen, Imperialismus und Vormundschaft zu dulden. Eine "Raumrevolution" wurde spürbar, denn die Befreiungskriege in Vietnam, Nahost, Afrika oder Südamerika hielten Einzug in die Metropolen als "Völkerwanderung", Flucht vor Krieg und Elend, Emigration der Facharbeiter und Spezialisten oder als Inszenierung von Kampf und Streit. Die "Achtundsechziger" haben als Idee und Furcht diese Zustand vorweggenommen und in finsteren Utopien vorgetragen.
Referent(en)
Prof. Dr. Bernd Rabehl
einer der bekanntesten Akteure des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS) hält seinen Vortrag:
Dr. Angela Plöger
KATJA KETTU: FEUERHERZ
12. Juni 2018
KATJA KETTU: FEUERHERZ
Buchvorstellung
Beschreibung
Ullstein Verlag

Finnisch-Lappland 1937. Irga, Tochter des Weißen Generals, flieht auf Skiern in die Sowjetunion. Seit sie sich mit einem russischen Kommunisten eingelassen hat,schwebt sie in Lebensgefahr. Sie ist schwanger und hofft, bei ihrem Geliebten ein gutes Leben zu finden. Aber es kommt anders. Ihr Weg führt sie weit in den Norden, in die lebensfeindlichen Straflager von Workuta und schließlich an die Wolga zum kleinen Volk der Mari. Mit sich trägt sie ein lebensbedrohendes Geheimnis ...

»Katja Kettus Sprache hält die Welt in Atem und hebt das Werk auf eine Ebene, die ihresgleichen sucht. Dieser Roman ist ein großartiges Beispiel für die magische Kraft der Literatur.« KALEVA
Referent(en)
Dr. Angela Plöger
die renommierte Übersetzerin aus dem Finnischen, stellt das von ihr übertragene Werk vor:
Carmen Bärwaldt
Sonntagskind. Erinnerung an Charlotte von Mahlsdorf
29. Mai 2018
Sonntagskind. Erinnerung an Charlotte von Mahlsdorf
Film
Beschreibung
[18. März 1928 - 30. April 2002]

Eine liebenswerte zärtliche Frau im männlichen Körper - Charlotte von Mahlsdorf, mit bürgerlichem Namen Lothar Wilfried Berfelde - verlässt ihr Lebenswerk - das Gründerzeitmuseum in Berlin-Mahlsdorf – und wandert aus. Die parlamentarische Monarchie Schweden wird ihre neue Heimat. Der Film zeichnet episodisch Charlottes dornigen Lebenspfad nach, von ihr selbst erzählt - mit Grandezza, Humor und überraschender Offenheit. Optisches Zentrum ist Charlottes gründerzeitliches Museum und die Idylle des versunkenen schwedischen Kurortes Porla Brunn.
Eine Geschichte vom Anderssein, von Verstrickung mit der DDR-Staatsmacht, von der Suche nach Harmonie und tolerantem Miteinander auf unserem Planeten Erde.
Referent(en)
Carmen Bärwaldt
die Regisseurin zeigt aus Anlass des 90. Geburtstags ihren Dokumentarfilm:
Jürgen K. Hultenreich und Dr. Karl-Heinz Bomberg
HEILENDE WUNDEN. Wege der Aufarbeitung politischer Traumatisierung in der DDR
15. Mai 2018
HEILENDE WUNDEN. Wege der Aufarbeitung politischer Traumatisierung in der DDR
Buchvorstellung
Beschreibung
Psychosozial-Verlag Gießen 2018

Sind einst verborgene Wunden sichtbar geworden, kann der Prozess ihrer Heilung bewusst begleitet und unterstützt werden. Karl-Heinz Bomberg widmet sich den verschiedenen Bewältigungsformen politischer Traumatisierung in der DDR von psychoanalytischer Therapie, sozialen Netzwerken, Humor und Reisen bis hin zu Kunstproduktion, indem er Betroffene selbst zu Wort kommen lässt und ihren Bildern einen öffentlichen Raum zur Verfügung stellt. Mit theoretischen Erläuterungen verleiht er den Berichten und Bildern der Betroffenen einen wissenschaftlichen und künstlerischen Rahmen.
Referent(en)
Jürgen K. Hultenreich
der Zeitzeuge liest seinen Text im Buch
Dr. Karl-Heinz Bomberg
der erfahrene Psychotherapeut stellt sein Buch vor:
Ingo Langner
Bertolt Brecht / „Die Mutter 2.0 – Eine Dekonstruktion“ von Ingo Langner © 2018
17. April 2018
Bertolt Brecht / „Die Mutter 2.0 – Eine Dekonstruktion“ von Ingo Langner © 2018
Lesung
Beschreibung
In seinem Schauspiel „Die Mutter“ agitiert Bertolt Brecht für den Kommunismus. Bei den offiziellen Ostberliner Feiern zu Brechts 90. Geburtstag im Januar 1988 wurde „Die Mutter“ am Berliner Ensemble zum Lobe der DDR aufgeführt. In der ersten Reihe nahm Erich Honecker Platz. Im Herbst 2016 gab es im Studio der Schaubühne am Lehniner Platz erneut eine Berliner Inszenierung. Wie schon 1988 wurde das Lob auf den Kommunismus gesungen.
Doch jetzt wird Brecht vom Kopf auf die Füße gestellt. „Die Mutter 2.0 - Eine Dekonstruktion“ ist eine Textcollage, die ausgewählte Szenen aus Brechts „Mutter“ mit zentralen Aussagen aus „Das Schwarzbuch des Kommunismus“ kombiniert.

Mitwirkende: Vera Lengsfeld │ Siegmar Faust │ Gabriel Berger │ Ingo Langner
Referent(en)
Ingo Langner
der Autor führt sein Stück auf:
Mitgliederversammlung und Vorstandswahl des Fördervereins17. April 2018
Mitgliederversammlung und Vorstandswahl des Fördervereins
Diskussion
Beschreibung
Nur für die Mitglieder des Fördervereins!
Referent(en)
Veranstaltung hat keine Referenten
Tom Franke
DIE PARTITUR DES KRIEGES. Leben zwischen den Fronten im Donbass
03. April 2018
DIE PARTITUR DES KRIEGES. Leben zwischen den Fronten im Donbass
Film
Beschreibung
Im Jahr 2015 begleitete der Dokumentarfilmer Tom Franke mit seinem Team den seit 20 Jahren in Berlin lebenden Musiker Mark Chaet auf einer gefährlichen Reise zurück in seine Heimat, die Ostukraine. Geboren wurde er in Kramatorsk, einer Industriestadt auf der ukrainischen Seite des Konfliktgebietes. Auf der anderen Seite, in Donezk, studierte Chaet am Konservatorium Geige. Im Angesicht des Krieges erfährt er im Gespräch mit Freunden und Kollegen menschliche, politische und kulturelle Wirklichkeiten. Es ist eine Reise ins Zentrum des Krieges, an die Grenzen westlicher Klischees und medialer Realitäten. Eine Reise ins Innere der eigenen Vergangenheit und menschlicher Würde.
Marc Chaet wird mit seinem Geigenspiel die Veranstaltung umrahmen.
Referent(en)
Tom Franke
der Regisseur und Produzent von armadaFilm zeigt seinen 88 min. Dokumentarfilm:
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Projektförderung durch:
Impressum
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