Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungsarchiv

VeranstaltungstitelDatum
ABGESAGT WEGEN LOCKDOWN12. Januar 2021
ABGESAGT WEGEN LOCKDOWN
Buchpräsentation
Beschreibung
Dr. Marianne Subklew-Jeutner, die Politikwissenschaftlerin stellt ihr Buch vor:

Schattenspiel - Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi

Der Pfarrer Eckart Giebeler (1925-2006) arbeitete von 1949 bis 1992 als evangelischer Gefängnisseelsorger in verschiedenen Gefängnissen und war der einzige hauptamtliche “Geistliche im Strafvollzug” der DDR nach 1990 im Land Brandenburg. Ab 1953 übte er seine seelsorgerliche Tätigkeit als Angestellter des Ministeriums des Innern der DDR aus und verpflichtete sich 1959 per Handschlag zur Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Als IM „Roland“ schrieb er Berichte über Inhaftierte, besprach Tonbänder mit Informationen über Pfarrkonvente und Pfarrer-Kollegen und übergab dem MfS Dokumente, die „nur zum innerkirchlichen Dienstgebrauch“ bestimmt waren.

ACHTUNG:
Bitte beachten Sie, dass auf Grund der bestehenden Corona-Hygieneregelungen eine telefonische oder schrift-liche Anmeldung per Post oder E-Mail mit Angabe von Adresse und Telefonnummer notwendig ist und Ihre Teilnahme von uns, wegen der begrenzten Platzanzahl, bestätigt sein muss. Der Zugang kann nur mit Maske erfolgen! Weitere Informationen dazu unter:
https://gedenkbibliothek.de/download/Hygienekonzept_2020-09-16_final.pdf
Referent(en)
Veranstaltung hat keine Referenten
Ursula Popiolek und 30 JAHRE GEDENKBIBLIOTHEK
ERINNERN ALS BEFREIUNG - Die Geschichte der Gedenkbibliothek
08. Dezember 2020
ERINNERN ALS BEFREIUNG - Die Geschichte der Gedenkbibliothek
Festakt
Beschreibung
Es beginnt:

"Es war einmal eine schlimme Zeit, in der die Untertanen nicht sagen und lesen durften, was nicht erlaubt war ..."

und endet mit Karl Jaspers Hoffnung und Bitte:

"Friede ist nur durch Freiheit, Freiheit nur durch Wahrheit möglich."

ACHTUNG:
Bitte beachten Sie, dass auf Grund der bestehenden Corona-Hygieneregelungen eine telefonische oder schriftliche Anmeldung per Post oder E-Mail mit Angabe von Adresse und Telefonnummer notwendig ist und Ihre Teilnahme von uns, wegen der begrenzten Platzanzahl, bestätigt sein muss. Der Zugang kann nur mit Maske erfolgen! Weitere Informationen dazu unter:
https://gedenkbibliothek.de/download/Hygienekonzept_2020-09-16_final.pdf
Referent(en)
Ursula Popiolek
die Gründerin, langjährige Bibliotheksleiterin und aktive Vorstandsvorsitzende des Fördervereins stellt zum Jubiläum ihr Buch vor:
30 JAHRE GEDENKBIBLIOTHEK
Dr. Thomas Schöbe
ROT war nicht nur die Liebe. Ein Familiendrama
24. November 2020
ROT war nicht nur die Liebe. Ein Familiendrama
Buchpräsentation, Buchvorstellung
Beschreibung
In ihrem Buch berichtet die 1928 in Klingenthal geborene Autorin über das dramatische Schicksal der Familie im Widerstand gegen die SED-Diktatur. Sie, ihr Mann Dr. Walter Schöbe und die zwei Söhne waren zu insgesamt 37 Jahren Zuchthaus politisch verurteilt!
Trotz allem brachte es die Familie nach Verbüßung von zusammen 18 Jahren und ihrer Ausreise in den Westen 1974 noch einmal zu großem Ansehen und Wohlstand.

ACHTUNG:
Bitte beachten Sie, dass auf Grund der bestehenden Corona-Hygieneregelungen eine telefonische oder schriftliche Anmeldung per Post oder E-Mail mit Angabe von Adresse und Telefonnummer notwendig ist und Ihre Teilnahme von uns, wegen der begrenzten Platzanzahl, bestätigt sein muss. Der Zugang kann nur mit Maske erfolgen! Weitere Informationen dazu unter:
https://gedenkbibliothek.de/download/Hygienekonzept_2020-09-16_final.pdf
Referent(en)
Dr. Thomas Schöbe
stellt als Zeitzeuge in Kooperation mit dem OEZ Berlin Verlag das autobiografische Buch seiner Mutter Ursula Schöbe vor:
VORSTANDSWAHL-MITGLIEDER-VERSAMMLUNG24. November 2020
VORSTANDSWAHL-MITGLIEDER-VERSAMMLUNG
Mitgliederversammlung
Beschreibung
NUR FÜR MITGLIEDER DES FÖRDERVEREINS GEDENKBIBLIOTHEK ZU EHREN DER OPFER DES KOMMUNISMUS e.V. !

ACHTUNG:
Bitte beachten Sie, dass auf Grund der bestehenden Corona-Hygieneregelungen eine telefonische oder schriftliche Anmeldung per Post oder E-Mail mit Angabe von Adresse und Telefonnummer notwendig ist und Ihre Teilnahme von uns, wegen der begrenzten Platzanzahl, bestätigt sein muss. Der Zugang kann nur mit Maske erfolgen! Weitere Informationen dazu unter:
https://gedenkbibliothek.de/download/Hygienekonzept_2020-09-16_final.pdf
Referent(en)
Veranstaltung hat keine Referenten
Dr. Gerhard Barkleit
Der Referent hat wegen der Corona-Pandemie abgesagt !
10. November 2020
Der Referent hat wegen der Corona-Pandemie abgesagt !
Buchvorstellung
Beschreibung
EinBlick in zwei Welten.

Das Ende der DDR als Glücksfall der GeschichteDas Buch reflektiert einen Systemvergleich von DDR und Bundesrepublik, der zum einen die Abrechnung mit der SED-Diktatur bedeutet. Zum anderen werden Chancen aufgezeigt, die sich dank der Wiedervereinigung nun auch den Ostdeutschen bieten. Abrechnung bedeutet dabei keineswegs, die ehemals real existierende DDR als die Hölle und das demokratisch verfasste, wieder vereinte Deutschland als das Paradies zu beschreiben. Methodisch wird dieser Systemvergleich durch einen Wechsel von biografischen und systematischen Kapiteln geleistet, ergänzt durch einen Seitenstrang, der die zarten Anflüge von Kritik an systembedingten Dilemmata durch renommierte Literaten der DDR reflektiert, und sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht.

ACHTUNG:
Bitte beachten Sie, dass auf Grund der bestehenden Corona-Hygieneregelungen eine telefonische oder schriftliche Anmeldung per Post oder E-Mail mit Angabe von Adresse und Telefonnummer notwendig ist und Ihre Teilnahme von uns, wegen der begrenzten Platzanzahl, bestätigt sein muss. Der Zugang kann nur mit Maske erfolgen! Weitere Informationen dazu unter:
https://gedenkbibliothek.de/download/Hygienekonzept_2020-09-16_final.pdf
Referent(en)
Dr. Gerhard Barkleit
der Historiker stellt in Kooperation mit dem OEZ Berlin Verlag sein Buch vor:
Wolfgang Lehmann
Abgesagt wegen Erkrankung des 91-jährigen Referenten!
27. Oktober 2020
Abgesagt wegen Erkrankung des 91-jährigen Referenten!
Vortrag
Beschreibung
Vor 75 Jahren - (M)eine Jugend in sowjetischen Terrorlagern

Im Oktober 1945, also vor genau 75 Jahren wurde Wolfgang Lehmann mit 16 Jahren unter dem unbegründeten Verdacht als Werwolf, einen Anschlag verübt zu haben, von den Sowjets verhaftet, gefoltert und zum „Geständnis“ gepresst. Zunächst kam er ins Speziallager Ketschendorf, danach 1947 nach Sibirien. Vor 70 Jahren kehrte er als 21-Jähriger von dort zurück.

ACHTUNG:
Bitte beachten Sie, dass auf Grund der bestehenden Corona-Hygieneregelungen eine telefonische oder schriftliche Anmeldung per Post oder E-Mail mit Angabe von Adresse und Telefonnummer notwendig ist und Ihre Teilnahme von uns, wegen der begrenzten Platzanzahl, bestätigt sein muss. Der Zugang kann nur mit Maske erfolgen! Weitere Informationen dazu unter:
https://gedenkbibliothek.de/download/Hygienekonzept_2020-09-16_final.pdf
Referent(en)
Wolfgang Lehmann
Prof. Dr. Jhy-Wey Shieh
Der Vertreter Taiwans mußte sich erst kürzlich wegen eines unbestätigten Coronafalls in Quarantäne begeben und sagt deshalb mit der Bitte um Verständnis die Veranstaltung ab. Sie soll bei passender Gelegenheit nachgeholt werden !
13. Oktober 2020
Der Vertreter Taiwans mußte sich erst kürzlich wegen eines unbestätigten Coronafalls in Quarantäne begeben und sagt deshalb mit der Bitte um Verständnis die Veranstaltung ab. Sie soll bei passender Gelegenheit nachgeholt werden !
Vortrag
Beschreibung
Taiwan - Konfrontation oder Kooperation mit Rot-China?
Es gibt eine demokratische chinesische Alternative zum kommunistischen System der „Volksrepublik China“: Die Inselrepublik Taiwan mit ihrer Hauptstadt Taipeh und insgesamt etwa 23 Mill. Einwohnern ist ein moderner Staat, der seine Traditionen pflegt und über eine atemberaubende Landschaft verfügt. Doch trotz frei gewählter Regierung, allseits gewährleisteter Menschenrechte und absoluter Religionsfreiheit wird dieses Land weltweit diplomatisch nur noch von 14 Staaten und dem Vatikan anerkannt. Mit den geschichtlichen Entwicklungen, der aktuellen Lage und dem Vergleich beider chinesischer Systeme bringt uns der studierte Germanist und Literaturwissenschaftler Jhy-Wey Shieh das Land abwechslungsreich nahe.

ACHTUNG:
Bitte beachten Sie, dass auf Grund der bestehenden Corona-Hygieneregelungen eine telefonische oder schriftliche Anmeldung per Post oder E-Mail mit Angabe von Adresse und Telefonnummer notwendig ist und Ihre Teilnahme von uns, wegen der begrenzten Platzanzahl, bestätigt sein muss. Der Zugang kann nur mit Maske erfolgen! Weitere Informationen dazu unter:
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Referent(en)
Prof. Dr. Jhy-Wey Shieh
Dr. Klaus-Rüdiger Mai
30. Jahrestag der Einheit Deutschlands: Die deutsche Wiedervereinigung aus dem Geist der Freiheit als Aufgabe
29. September 2020
30. Jahrestag der Einheit Deutschlands: Die deutsche Wiedervereinigung aus dem Geist der Freiheit als Aufgabe
Festvortrag
Beschreibung
Mit der staatlichen Einheit stellte sich nicht zugleich die innere Einheit her. Eine gelingende Einigung bedarf eines Gründungsmythos. Was wäre ein besserer, ein haltbarerer Gründungsmythos für das neue Deutschland als die Friedliche Revolution als Vollendung der demokratischen Revolution von 1848/49? Existiert denn ein schöneres Pathos der Freiheit, als Menschen, die unbewaffnet gegen eine bis an die Zähne bewaffnete Staatsmacht auf die Straße gingen mit den Rufen:
„Wir sind das Volk!"

Im Anschluss: Eröffnung der Plakatausstellung
UMBRUCH OST. LEBENSWELTEN IM WANDEL
der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

ACHTUNG:
Bitte beachten Sie, dass auf Grund der bestehenden Corona-Hygieneregelungen eine telefonische oder schrift-liche Anmeldung per Post oder E-Mail mit Angabe von Adresse und Telefonnummer notwendig ist und Ihre Teilnahme von uns, wegen der begrenzten Platzanzahl, bestätigt sein muss. Der Zugang kann nur mit Maske erfolgen! Weitere Informationen dazu unter:
https://gedenkbibliothek.de/download/Hygienekonzept_2020-09-16_final.pdf
Referent(en)
Dr. Klaus-Rüdiger Mai
der Dramaturg, Regisseur und Schriftsteller, hält seinen Festvortrag zu:
Udo Bartsch
ABGESAGT WEGEN CORONA
04. August 2020
ABGESAGT WEGEN CORONA
Buchpräsentation
Beschreibung
Kein Weg nach Arkadien. Verordnetes Leben im Sozialismus, verlorene Illusionen im geeinten Deutschland
Udo Bartsch (Jg. 1942) erzählt in zwei Interviews seine Geschichte als Zeitzeuge eines halben Jahrhunderts. An deren dramatischen Anfang steht der mehrfache Versuch, das Land, das ihn einmauerte zu verlassen und in einem Prozess wegen „Republikflucht“ und mit 18 Monaten Haft für den 19-Jährigen im berüchtigten Staatssi-cherheitsgefängnis in Berlin-Hohenschönhausen endete.
Die Friedliche Revolution sollte seinen weiteren Lebensweg prägen: 1990 Kulturpolitischer Akteur des demokratischen Umbruchs in der DDR, Staatssekretär im Ministerium für Kultur, Sachwalter von Kultur und Kunst in den Verhandlungen zum Einigungsvertrag, Regierungsberatung in Chile und eine leitende Tätigkeit in der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung.
Referent(en)
Udo Bartsch
der DDR-Häftling stellt in Kooperation mit dem OEZ Berlin Verlag sein Buch vor:
Dr. Gerhard Barkleit
ABGESAGT WEGEN CORONA !
07. Juli 2020
ABGESAGT WEGEN CORONA !
Buchvorstellung
Beschreibung
EinBlick in zwei Welten. Das Ende der DDR als Glücksfall der Geschichte

Das Buch reflektiert einen Systemvergleich von DDR und Bundesrepublik, der zum einen die Abrechnung mit der SED-Diktatur bedeutet. Zum anderen werden Chancen aufgezeigt, die sich dank der Wiedervereinigung nun auch den Ostdeutschen bieten. Abrechnung bedeutet dabei keineswegs, die ehemals real existierende DDR als die Hölle und das demokratisch verfasste, wieder vereinte Deutschland als das Paradies zu beschreiben. Methodisch wird dieser Systemvergleich durch einen Wechsel von biografischen und systematischen Kapiteln geleistet, ergänzt durch einen Seitenstrang, der die zarten Anflüge von Kritik an systembedingten Dilemmata durch renommierte Literaten der DDR reflektiert, und sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht.
Referent(en)
Dr. Gerhard Barkleit
der Historiker stellt in Kooperation mit dem OEZ Berlin Verlag sein Buch vor:
Manyan Ng und Erik Rusch
ABGESAGT WEGEN CORONA !
23. Juni 2020
ABGESAGT WEGEN CORONA !
Filmvorstellung
Beschreibung
Im Namen von Konfuzius ( 52. min.)
Vorführung und Diskussion des mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilms

Universitäten in den USA, Kanada oder Stockholm schlossen kürzlich ihre Konfuzius-Institute. Während¬dessen werden die neunzehn Konfuzius-Institute in Deutschland kaum kritisch hinterfragt. Die weltweit über 400 Bildungseinrichtungen unterstehen dem Bildungsministerium in Peking und werden jeweils mit Beträgen im Bereich von mehreren hunderttausend Euro von der chinesischen Regierung gefördert. Offiziell gelten sie dabei als harmlose „Einrichtungen zur Vermittlung chinesischer Kultur und Sprachreisen“. Es zeigt sich jedoch, dass die Institute einen wichtigen Teil des chinesischen Propaganda-Apparates darstellen. Der in Kanada produzierte Film zeigt, wie die Kommunistische Partei Chinas mit Hilfe dieser Institute die westliche Welt infiltriert.
Referent(en)
Manyan Ng
China-Experte und IGFM-Vorstandsmitglied
Erik Rusch
China-Journalist
ABGESAGT WEGEN CORONA
Thomas Lukow
09. Juni 2020
Thomas Lukow
Vortrag
Beschreibung
Bautzen - Von der Gefängnisstadt zum Touristenmagnet

Die Stadt Bautzen in Ostsachsen ist einerseits für viele vor allem ein DDR-Ort der gelebten Repression durch das SED-Regime. Hier stand mit Bautzen I, auch genannt das "Gelbe Elend", eine der größten Strafvollzugsanstalten des Ministeriums des Innern in Ostdeutschland. Gleichzeitig geheim und als Gerichtsgefängnis des Mdl getarnt, die Sonderhaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit, Bautzen II. Auf der anderen Seite wurde das mittelalterliche Bautzen, dessen historische Mitte aus vorwiegend Böhmischem Barock besteht, im II.Weltkrieg kaum zerstört. Man bezeichnete dieses Kleinod in der Oberlausitz mit seinen 17 Türmen und Basteien auch als "sächsisches Nürnberg". Der Referent will, unterstützt von eindrucksvollen Fotografien, beide Seiten dieser Stadt dem Publikum zeigen.
Referent(en)
ABGESAGT WEGEN CORONA
ABGESAGT WEGEN CORONA
Ingo Cesaro, der Schriftsteller, Herausgeber, Handpressendrucker stellt sein Buch vor:
26. Mai 2020
Ingo Cesaro, der Schriftsteller, Herausgeber, Handpressendrucker stellt sein Buch vor:
Buchvorstellung
Beschreibung
"JAN PALACH - Dein Herz verbrannte nicht"
Fünfzig Jahre hat er das Fanal, Jan Palachs Fackel Nummer 1, im Kopf mit sich herumgetragen, bis 2019 zur Leipziger Buchmesse der Band mit dem zweisprachigen Gedichtzyklus, dem Stück und Erinnerungssplitter in der édition trèves erschien. Bei einer Lesung 1999 beim Prager P.E.N. las er die Gedichte und Josef Hruby, sein Übersetzer, die tschechischen Fassungen. Damals der Vorwurf: Was will ein westdeutscher Autor mit Jan Palach. Damals war Palach eine Unperson in Tschechien. An diesem Abend outete sich die Assistenzärztin Moserova, die Palach im Krankenhaus drei Tage lang mit betreut hatte, als Autorin des Bandes "Porc Jsem Nemluvila" (Warum ich solange geschwiegen habe). Sie hatte 30 Jahre lang aus Angst ihren Band nicht veröffentlicht. Zwei Wochen nach der Veranstaltung verstarb sie.
Referent(en)
ABGESAGT WEGEN CORONA
ABGESAGT WEGEN CORONA
Dr. Hanna Labrenz-Weiß, die Wissenschaftliche Mitarbeiterin der BStU stellt das von ihr übersetzte, bearbeitete und herausgegebene Buch vor:
12. Mai 2020
Dr. Hanna Labrenz-Weiß, die Wissenschaftliche Mitarbeiterin der BStU stellt das von ihr übersetzte, bearbeitete und herausgegebene Buch vor:
Buchvorstellung
Beschreibung
Igor Janke, TWIERDZA - Die Festung: Die Kämpfende Solidarnosc. Innenansicht aus Polens antikommunistischer Untergrundorganisation.
Die Geschichte des 1980 gegründeten Unabhängigen Selbstverwalteten Gewerkschaftsbundes „Solidarnosc“ (Solidarität) unter Lech Walesa ist bekannt. Die Geschichte der Teile der Solidarnosc-Bewegung, die sich für einen anderen, einen radikaleren Weg entschieden, hingegen ist noch weitgehend unerzählt. Mit einer Fülle an Details taucht Igor Jankes preisgekröntes Buch ein in eine bislang kaum bekannte Untergrund-Welt. Wie sich die kämpfende Solidarnosc in der hoch überwachten polnischen Gesellschaft des Kriegsrechts formierte, wie sie agierte, wieviel Zuspruch und Unterstützung sie in der Bevölkerung erhielt und welche Aktionen ihr gelangen, das ist ein faszinierendes Kapitel der Oppositionsgeschichte gegen die kommunistische Gewaltherrschaft.
Referent(en)
ABGESAGT WEGEN CORONA
ABGESAGT WEGEN CORONA
Dr. Alexander-Martin Sardina, Mit zweierlei Maß – Das Ministerium für Volksbildung
28. April 2020
Dr. Alexander-Martin Sardina, Mit zweierlei Maß – Das Ministerium für Volksbildung
Vortrag
Beschreibung
Die SED-Propaganda stellte gern die "kostenlose Bildung" in der DDR als "Errungenschaft des Sozialismus" heraus. Dabei wurde aber verschwiegen, dass nur linientreuen Kindern und Jugendlichen alle Möglichkeiten zuteilwurden, während sich nicht angepasste "in der Produktion beweisen" mussten, von Abitur und Studium ausgeschlossen wurden oder in "Jugendwerkhöfen" umerzogen werden sollten – wobei es dort kaum Pädagogen gab und keine Beschulung stattfand unter Ausnutzung der Arbeitskraft und bei folterähnlichen Bestrafungen. Am Beispiel diverser Aspekte der Volksbildung veranschaulicht der Referent die Widersprüchlichkeiten des Systems: Eine Förderung erfolgte in allen Altersstufen nach Ideologie und nicht nach Leistung.
Im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse bietet die Diskussion mit dem Publikum die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch.
Referent(en)
ABGESAGT WEGEN CORONA
ABGESAGT WEGEN CORONA
Thomas Stein: GRENZTERROR
14. April 2020
Thomas Stein: GRENZTERROR
Buchvorstellung
Beschreibung
Im Zentrum des Buches steht die mehrjährige DDR-Haft des Autors, der 1957 in Berlin geboren wurde. 1972 versuchte er mit 15 Jahren, in den Westen abzuhauen, wurde zu Jugendhaus verurteilt und im Gefängnis vergewaltigt. 1976 sperrte ihn die Stasi wegen Republikflucht und Grenzterror ein. Auf Letzteres stand in der DDR 1976 noch die Todesstrafe! Von 21 Jahren Leben im Osten verbrachte er 4 ½ Jahre in 11 DDR-Gefängnissen.

„O Deutschland meine Trauer, dich trennt `ne dicke Mauer, und wenn man sich der Mauer naht, läuft durch das Minenfeld, springt über Stacheldraht, und rennt dann weiter, unverdrossen, wird man erschossen von Genossen.“
- dichtete er mit 15 Jahren im Gefängnis Rummelsburg.
Referent(en)
ABGESAGT WEGEN CORONA
Termin abgesagt wegen Corona-Epidemie.17. März 2020
Termin abgesagt wegen Corona-Epidemie.
Vortrag
Beschreibung
Wir hoffen, dass es bald planmäßig weiter geht und bitten um Ihr Verständnis!
Referent(en)
Veranstaltung hat keine Referenten
Caroline Labusch
„Ich hatte gehofft, wir können fliegen“ - Auf den Spuren des letzten Mauertoten Winfried Freudenberg
03. März 2020
„Ich hatte gehofft, wir können fliegen“ - Auf den Spuren des letzten Mauertoten Winfried Freudenberg
Buchvorstellung
Beschreibung
Penguin Verlag 2019

Ostberlin am 8. März 1989: Ein junges Paar will fliehen. Der Ingenieur Winfried Freudenberg und seine Frau, eine Chemikerin, fassen einen abenteuerlichen Plan – in einem selbst gebauten Ballon wollen sie über die Mauer in den Westen fliegen. In einer kalten Neumondnacht brechen sie auf. Am nächsten Morgen findet die Westberliner Polizei in einem Villengarten die Leiche des Mannes. Todesursache: Sturz aus großer Höhe. Von der Frau fehlt jede Spur. Die Ermittlungsbehörden auf beiden Seiten der Mauer stehen vor einem Rätsel. Was ist in jener Nacht geschehen? 25 Jahre später wird die Autorin Caroline Labusch von einem Freund auf diesen wahren Fall aufmerksam gemacht. Gemeinsam begeben sie sich auf die Spuren des letzten Berliner Mauertoten. Dabei stoßen sie auf die bewegende Liebesgeschichte eines ungleichen Paars.
Referent(en)
Caroline Labusch
die Autorin stellt multimedial die Recherchearbeit zu ihrem Buch vor:
Gabriele Stötzer
Die bröckelnde Festung
18. Februar 2020
Die bröckelnde Festung
Buchvorstellung
Beschreibung
Von der zwangsweisen Exmatrikulation vom Studium an der Pädagogischen Hochschule Erfurt aus politischen Gründen bis zum Prozeß wegen Staatsverleumdung und der anschließenden Haft im berüchtigten Hohenecker Frauengefängnis waren es nur noch kleine, logische Schritte - aus der Sicht des Staates DDR. Mit Leidenschaft erforscht die Autorin Gabriele Stötzer das Jahr im Knast: ihr eigenes (Er-)Leben dort, die Welt draußen und das Leben ihrer Mitgefangenen. Auch den Staat, dessen getreues Abbild im Kleinen sie hier findet, und den sie dennoch nicht verlassen will. Sie sieht die Veränderungen an sich selbst, innerlich und äußerlich, die Wirkungen von schwerer Akkordarbeit und Entbehrung sowie die Macht der Phantasie. Es wird ein Jahr der Entdeckungen und der Erkenntnisse, der Wandlungen und des Wachsens. Nichts wird mehr sein wie vorher.
Referent(en)
Gabriele Stötzer
die Erfurter Schriftstellerin und Künstlerin stellt ihr autobiografisches Werk vor:
Inge M. Thürkauf
Mit der Eisenbahn durch den dialektischen Materialismus
04. Februar 2020
Mit der Eisenbahn durch den dialektischen Materialismus
Buchpräsentation
Beschreibung
Die Referentin führt uns noch einmal auf einer Zeitreise zurück ins Jahr 1970. Mit ihrem Mann Max Thürkauf (1925 - 1993), dem Schweizer Naturwissenschaftler und Philosophen, ist sie damals viele Wochen lang durch die Sowjetunion gereist, von Leningrad über Moskau (mit der Transsibirischen Eisenbahn) durch Sibirien bis nach Chabarowsk am Amur und zurück. Ihre Betrachtungen und Gespräche mit vielen Einheimischen ergeben ein faszinierendes Bild der damaligen sowjetischen Wirklichkeit in ihrer Spannung zwischen Menschen einerseits und dem inhumanen materialistischen Weltbild der Staatsideologie andererseits. Die Verfasser tippen im Rahmen ihrer Reiseskizzen u.a. Themen an wie den Materialismus, der in Ost und West grassiert, die Betonierung Moskaus, die auch im Westen aktuell war.
Referent(en)
Inge M. Thürkauf
die Schauspielerin und Publizistin stellt das mit ihrem Mann verfasste Buch vor:
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