Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungsarchiv

VeranstaltungstitelDatum
Lutz Rackow
Die Gefahr des Totalitären – Wird Deutschland wieder unberechenbar?
22. Februar 2011
Die Gefahr des Totalitären – Wird Deutschland wieder unberechenbar?
Referat
Beschreibung
Neue Herausforderungen für unsre Zivilcourage. Sind wir Deutsche, gerade erst glückhaft gemeinsam im Schoße der freiheitlich demokratischen Grundordnung wiedervereint, bereits zu träge geworden, uns gegen neu auflebende Irrlehren angemessen zur Wehr zu setzen? Wird die Wiedergewinnung der inneren Einheit unseres Landes durch Mißverständnisse gefährdet? Der Referent Lutz Rackow möchte solche und ähnlich aktuelle Thesen darlegen und zur Diskussion stellen. Er hat dazu auch für den Förderverein einige programmatische Vorschläge parat, wie pseudowissenschaftlichen Ideologien der Volksbeglückung und der Politikverdrossenheit Einhalt geboten werden sollte. Erfahrungen mit Zivilcourage sind dabei sehr gefragt.
Referent(en)
Lutz Rackow
(Journalist und Publizist) kommt zur BUCHPREMIERE DES OSTEUROPA ZENTRUM BERLIN-VERLAGES:
Robert Otte
Leopold Schwarzschild – ein Journalist im Kampf gegen Nationalsozialismus und Sowjetkommunismus
08. Februar 2011
Leopold Schwarzschild – ein Journalist im Kampf gegen Nationalsozialismus und Sowjetkommunismus
Vortrag
Beschreibung
„Es gibt nichts Wesentliches in den Betriebsmethoden und Maximen unserer außerrussischen Verderber, das ihnen nicht in der Sowjetunion gezeigt worden wäre, - und nur dort“. Dies schrieb der aus Deutschland vertriebene Journalist Schwarzschild im November 1937 anlässlich des 20. Jahrestages der russischen Revolution. Leopold Schwarzschild (1891-1950), der in seiner Zeitschrift „Das Neue Tage-Buch“ von 1933 bis 1940 das NS-Regime bekämpfte und zunächst eine Volksfront mit den Kommunisten befürwortete, wurde unter dem Eindruck der „Moskauer Prozesse“ zum unerbittlichen Kritiker des Sowjetkommunismus und seiner Lobredner - und von der kommunistischen Presse prompt als „Nazi- Agent“ abgestempelt …
Referent(en)
Robert Otte
Dr. Otto Wenzel
Die Moskauer Schauprozesse 1936, 1937 und 1938 in den Berichten der deutschen und amerikanischen Botschaft
25. Januar 2011
Die Moskauer Schauprozesse 1936, 1937 und 1938 in den Berichten der deutschen und amerikanischen Botschaft
Podiumsgespräch
Beschreibung
Der Vortrag illustriert, wie der Diktator Stalin die Kampfgefährten Lenins, die ihm zum Posten des Generalsekretärs verholfen hatten, unter unwürdigen Umständen mit den absurdesten Beschuldigungen zum Tode verurteilen und erschießen ließ. Die Moskauer Schauprozesse wurden vom deutschen Botschafter Graf Schulenburg kenntnisreich und sachlich beurteilt, während der amerikanische Botschafter Davies die unter der Folter erzwungenen Schuldbekenntnisse der Angeklagten für die buchstäbliche Wahrheit hielt, Stalin und Staatsanwalt Wyschinski verherrlichte. Die Prozesse waren nur die Spitze des Eisbergs. Der „Große Terror“, die „Jeshowschtschina“, kostete 1937/38 692.962 Menschen das Leben, davon 116.885 Parteimitgliedern. Von den 1934 auf dem XVII. Parteitag gewählten 139 ZKMitgliedern und Kandidaten waren auf dem XVIII. Parteitag (1939) 98 nicht mehr am Leben.
Referent(en)
Dr. Otto Wenzel
Sophie Dannenberg
Das bleiche Herz der Revolution
11. Januar 2011
Das bleiche Herz der Revolution
Lesung
Beschreibung
Das bereits im Jahr 2004 erschienene, dezidiert politisch unkorrekte Buch ist in der deutschen Literatur die erste schonungslose Abrechnung mit der 68er-Bewegung aus Sicht ihrer Kinder. Dannenberg berichtet aus eigenen Erfahrungen bitterböse u.a. über das westdeutsche Milieu der friedensbewegten (Um-)Weltverbesserer und erwachenden Anti-AKW-Bewegung, die Verführungskraft der linkstotalitären politischen Religionen, den neuen Schreckensort - der sexuell befreiten Familie, den Gottesverlust innerhalb der Gesellschaft, die damals sich bahnbrechende progressive Kunst und nicht zuletzt über jene antiautoritäre Bildungsoffensive, die noch heute ihre unrühmlichen Auswirkungen bei PISA-Studien offenbart. Manchem medialen Zeitgenossen traf sie damit zielgenau ins rote Herz, nicht umsonst versuchten einige Rezensenten die Autorin öffentlich zu diffamieren
Referent(en)
Sophie Dannenberg
Zum Jahresausklang - Eine musikalische Weihnachtsgeschichte16. Dezember 2010
Zum Jahresausklang - Eine musikalische Weihnachtsgeschichte
Beschreibung
Ada Belidis (Sopran)
Bert Mario Temme (Bariton / Piano)

Lieder von Bach, Brahms und Händel

Anschließend Beisammensein mit Punsch und Gebäck
Referent(en)
Veranstaltung hat keine Referenten
Ursula Popiolek, Dr. Andreas H. Apelt, Hans-Joachim Otto, Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Jürgen Engert, Dr. Hermann Rudolph und Sven-Felix Kellerhoff
Das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und 20 Jahre Gedenkbibliothek - Orte der Erinnerung, der Gegenwart und der Zukunft
30. November 2010
Das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und 20 Jahre Gedenkbibliothek - Orte der Erinnerung, der Gegenwart und der Zukunft
Beschreibung

Begrüßung:
Hans-Joachim Otto, stellvertr. Vorsitzender Deutsche Gesellschaft, MdB, Parlament. Staatssekretär

Festrede:
Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Historiker an der Universität der BWMünchen

Podiumsdiskussion:
Jürgen Engert, Gründungsdirektor ARD-Hauptstadtstudio
Dr. Hermann Rudolph, Herausgeber Tagesspiegel
Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Uni BWMünchen

Festrede:
Ursula Popiolek, Vorsitzende Förderverein Gedenkbibliothek

Moderation:
Sven-Felix Kellerhoff, DIE WELT, Berliner Morgenpost

Schlußwort:
Dr. Andreas H. Apelt, Bevollmächtigter Deutsche Gesellschaft

Musikalischer Rahmen:
Gudrun Sidonie Otto (Sopran), Andreas Liebig (Orgel)

Referent(en)
Ursula Popiolek
die Gründerin, langjährige Bibliotheksleiterin und aktive Vorstandsvorsitzende des Fördervereins stellt zum Jubiläum ihr Buch vor:
Dr. Andreas H. Apelt
im Gespräch zum Thema mit:
Hans-Joachim Otto
stellvertr. Vorsitzender Deutsche Gesellschaft, MdB, Parlament. Staatssekretär
Prof. Dr. Michael Wolffsohn
Historiker an der Universität der BWMünchen
Jürgen Engert
Gründungsdirektor ARD-Hauptstadtstudio
Dr. Hermann Rudolph
Herausgeber Tagesspiegel
Sven-Felix Kellerhoff
DIE WELT, Berliner Morgenpost
Dr. Burkhart Veigel
Fluchthilfe durch die Berliner Mauer
16. November 2010
Fluchthilfe durch die Berliner Mauer
Vortrag
Beschreibung
Veigels Freunde holten im Februar 1962 die spätere Frau von Uwe Johnson in den Westen. Daraus ist das Buch „Uwe Johnson: Ich wollte keine Frage ausgelassen haben“ entstanden, das Burkhart Veigel im Sommer 2010 herausgegeben hat. Jetzt schreibt er an einem Buch über Flucht und Fluchthilfe, „Mauerbrecher“, das im Frühjahr 2011 herauskommt. In Anwesenheit des Zeitzeugen Dr. Theodor Seidel lesen Dirk Jungnickel und Burkhart Veigel zunächst einen Text aus dem Johnson-Buch und anschließend einen aus dem noch unveröffentlichten Werk des Autors. In ihm schildert er einen Versuch, durch den dreifachen Stacheldraht-Zaun zu kommen, um einen Flüchtling im Niemandsland abzuholen, den er fast mit dem Leben bezahlt hätte.
Referent(en)
Dr. Burkhart Veigel
einer der erfolgreichsten Berliner Fluchthelfer
Hans-Joachim Schädlich
Kokoschkins Reise
02. November 2010
Kokoschkins Reise
Lesung, Vortrag
Beschreibung
Ein ganzes Jahrhundert stellt uns H. J. Schädlich mit seiner Kunst der sprachlichen Verknappung in nur sechs Kapiteln vor. Er lässt den Protagonisten seines Romans, den Exilrussen Fjodor Kokoschkin, im Jahre 2005 auf eine Schiffspassage von Europa nach New York und dabei in das Reich seiner Erinnerungen gehen, vor allem an die Schlüsselorte seines Lebens: nach St. Petersburg, wo die Bolschewiken 1918 seinen Vater ermordeten. Von dort damals Flucht über Odessa nach Berlin. In Templin erhält Fjodor eine Freistelle im Internat, findet Arbeit und die Freundin Aline im Botanischen Garten Berlin. Studium. Als die Nazis sich breitmachen, erneute Flucht, nach Prag diesmal, durch Vermittlung der amerikanischen Botschaft ein Stipendium in den USA. Die russischen Schriftsteller Bunin, Chodassewitsch und die Berberova sind wichtig in seinem Leben ...
Referent(en)
Hans-Joachim Schädlich
Chaim Noll (ISREAL)
Der goldene Löffel
11. Oktober 2010
Der goldene Löffel
Lesung, Vortrag
Beschreibung
Ein junger Mann in der DDR in den siebziger Jahren. Sein Vater ist Funktionär, es geht ihm überdurchschnittlich gut, dass die Ehe der Eltern bröckelt, interessiert ihn kaum. Er verbringt die Tage im Haus der Künstlerfamilie seiner Freundin, die Mutter zieht Strippen von Ost nach West. Alle haben sich eingerichtet. Doch bald kommt dem jungen Mann die Liebe dazwischen, und Fragen stellen sich ihm, die ihn zu etwas ganz anderem werden lassen als einem hoffnungsvollen und begeisterten Kandidaten der Partei... Chaim Noll zeichnet in diesem erstmals 1989 erschienenen Roman ein schauriges Panorama der untergehenden DDR. Er erzählt von den Vergünstigungen der Parteifunktionäre, aber auch von ihren Ängsten, Beklemmungen und dem Willen, sich zu widersetzen.
Referent(en)
Chaim Noll (ISREAL)
stellt sein neues Buch vor:
Fanna Kolarova
Bulgarien - Blick zurück
05. Oktober 2010
Bulgarien - Blick zurück
Vortrag
Beschreibung
Nachrichten aus dem ehemals bei DDR-Bürgern äußerst beliebten Urlaubs- und Fluchtland liest man selten in den hiesigen Zeitungen und wenn, handelt es sich um Korruption, Armut und Roma-Integration. Wie aber gehen die Bulgaren mit ihren Erinnerungen an die Zeit des Kommunismus um? Wie steht es um die Aufarbeitung der Akten in den bulgarischen Stasi-Archiven? Wenig bekannt ist auch die Geschichte der bewaffneten antikommunistischen Widerstandsbewegung Gorjani. Jahrelang waren Informationen darüber verboten. Wer waren sie, wie viele, wo haben die Schlachten mit der Miliz und Armee stattgefunden? Heute forschen junge Historiker, und die letzten noch am Leben gebliebenen Kämpfer von damals erzählen leise ihre Geschichten. Angst haben sie immer noch, da sie ihren Peinigern täglich auf der Straße begegnen.
Referent(en)
Fanna Kolarova
Projektleiterin
Dr. Anna Kaminsky
Erinnerungsorte an die kommunistischen Diktaturen im Europa des 20. Jahrhunderts
21. September 2010
Erinnerungsorte an die kommunistischen Diktaturen im Europa des 20. Jahrhunderts
Referat
Beschreibung
Die Stiftung erarbeitet eine Dokumentation zu Erinnerungsorten (Gedenkstätten, Gedenkzeichen und Museen), die an Opposition, Widerstand und Verfolgung in den kommunistischen Regimes in den Ländern Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas sowie in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion erinnern. In die Dokumentation werden darüber hinaus jene Staaten Europas einbezogen, die zeitweilig im Einflussbereich der UdSSR lagen und in denen unter einem sowjetischen Besatzungsregime politisches Unrecht geschah. Damit entsteht im Rahmen des Projektes eine Dokumentation über die “Topographie der Erinnerung” in den jeweiligen Regionen.
Referent(en)
Dr. Anna Kaminsky
Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, stellt ihr im Ch. Links Verlag erschienenes Buch vor:
Thomas Raufeisen
Mein Vater – der Spion
07. September 2010
Mein Vater – der Spion
Beschreibung
Der heutige Besucherreferent der Gedenkstätte Hohenschönhausen wurde 1962 in Hannover geboren und lebte dort bis zu seinem 17. Lebensjahr. Sein Vater Armin Raufeisen war Mitarbeiter bei Preussag und spionierte dort als Inoffizieller Mitarbeiter für das MfS. Als der Oberleutnant des MfS Werner Stiller im Januar 1979 in die Bundesrepublik Deutschland überlief und Teile des Spionagenetzes der DDR enttarnte, drohte auch ihm die Verhaftung. Das MfS beorderte deshalb seinen Agenten samt Familie kurzfristig in die DDR. Erst dort erfuhr sie vom Doppelleben des Vaters. Doch die Familie zeigte sich mit dem Leben in der DDR bald unzufrieden und wollte flüchten. Für Thomas endete die Flucht, ähnlich wie bei den Eltern, mit 3 Jahren Haft und Ausreise …
Referent(en)
Thomas Raufeisen
Victoria Korb
… kein polnischer Staatsbürger
24. August 2010
… kein polnischer Staatsbürger
Buchvorstellung
Beschreibung
Das Buch schildert in Form von Erinnerungen die sogenannten „März-Ereignisse“, eine antisemitische Hetzkampagne der Machthaber in Polen im Jahre 1968. Den Vorwand liefern Studentendemonstrationen gegen die Zensur, den Rest das Machtstreben des Innenministers, der eine merkwürdige Mischung aus Stalinismus und Nationalismus vertrat. Viktoria Korb konzentriert sich auf die dramatischen, aber auch auf die alltäglichen Seiten des polnischen 1968, das sich von den Studentenunruhen im Westen fundamental unterschied. Im polnischen Studentenmilieu von damals formierte sich erstmals seit 1956 eine politische Opposition gegen die kommunistische Herrschaft. Diese hat auch stark zur „Wende“ von 1989 beigetragen. Die Oppositionellen waren damals nicht selten Kinder aus den Reihen des Parteiestablishments, und im Rückblick erscheinen auch die komplizierten Schicksale ihrer Elterngeneration.
Referent(en)
Victoria Korb
die polnische Schriftstellerin stellt ihr 2014 im ANTHEA VERLAG BERLIN erschienenes Buch vor:
Marianne Blasinski
IRINA - Eine wolgadeutsche Tragödie
10. August 2010
IRINA - Eine wolgadeutsche Tragödie
Präsentation zur Buchpremiere
Beschreibung
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die UdSSR im Juni 1941 wurden alle Russlanddeutschen hinter den Ural verbannt. Dies ist auch die Geschichte der Wolgadeutschen Irina Maier, deren Eltern mit ihr, der damals Zweijährigen, nach Kasachstan deportiert wurden. Sieben Jahre lang versucht die Mutter, sich und Irina in dieser unwirtlichen Region unter primitivsten Bedingungen am Leben zu erhalten, nachdem der Vater in die TRUD-Armee gepresst wurde. Hier verlebt sie ihre Kindheit, und mit großer Energie gelingt es ihr, später in Solikamsk die Hochschulreife zu erlangen. Doch harte Schicksalsschläge säumen ihren Weg...
Moderation: Detlef W. Stein (OEZB-Verlagsleiter)
Referent(en)
Marianne Blasinski
Autorin
Prof. Dr. Bogdan Musial
Stalins Beutezug
27. Juli 2010
Stalins Beutezug
Buchvorstellung
Beschreibung
Den Aufstieg der Sowjetunion zur Weltmacht hätte es ohne materielle Unterstützung aus Deutschland nicht gegeben. Das legt der Historiker Bogdan Musial in seinem neuen Buch überzeugend dar. Bis zum deutsch-sowjetischen Krieg 1941 war es die Lieferung deutscher Maschinen und Anlagen im großen Stil, die den Aufbau der sowjetischen Schwer- und Rüstungsindustrie ermöglichte. Nach dem Krieg war es die systematische Demontage sämtlicher ostdeutscher Industrie- und Infrastrukturanlagen, die Stalins Regime einen zweiten, aus eigenen Kräften nicht erreichbaren Modernisierungsschub bescherte. Musial hat sich aufgrund seiner hervorragenden Kenntnisse der russischen und osteuropäischen Archive einen Namen gemacht. Immer wieder erschließt er neue, bisher unzugängliche Quellen und gibt in der von ihm schon gewohnten Art gründliche Antworten, die den Aufstieg und späteren Abstieg der Sowjetunion in neuem Licht erscheinen lassen.
Referent(en)
Prof. Dr. Bogdan Musial
von der „Kardinal Stefan Wyszynski-Universität“ in Warschau, führt ein und diskutiert anschließend den aufgeführten Dokumentarfilm:
Dr. Hans-Georg Wieck
Die Rolle von Botschafter Friedrich Werner Graf von der Schulenburg in den deutsch-russischen Beziehungen 1934 – 1944
13. Juli 2010
Die Rolle von Botschafter Friedrich Werner Graf von der Schulenburg in den deutsch-russischen Beziehungen 1934 – 1944
Vortrag
Beschreibung
Von Oktober 1934 bis zum Kriegsausbruch im Juni 1941 leitet Graf Schulenburg die Botschaft Deutschlands in Moskau. Am Ribbentrop-Molotow-Pakt vom August 1939 ist er jedoch nur am Rande beteiligt. Den sich abzeichnenden deutschen Kriegsplänen tritt er entschieden entgegen, zuletzt mit einem Memorandum und einem Gespräch mit Hitler am 18. April 1941. Nach Rückkehr aus Moskau kommt er in Verbindung mit der deutschen Opposition und ist bereit, durch die Linien nach Moskau zu fahren, um namens der Opposition einen Waffenstillstand zu verhandeln. Er wird vom Volksgerichtshof im Oktober 1944 zum Tode verurteilt und im November 1944 hingerichtet.
Referent(en)
Dr. Hans-Georg Wieck
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Moskau (1977 - 1980) sowie Präsident des BND (1985 – 1990)
Ingrid Damerow
Von einer Hölle in die andere - Jüdische Opfer im Nationalsozialismus und Stalinismus
29. Juni 2010
Von einer Hölle in die andere - Jüdische Opfer im Nationalsozialismus und Stalinismus
Lesung
Beschreibung
In ihrem vom OEZ BERLIN-VERLAG veröffentlichten Buch stellt die Referentin die Lebenswege des weißrussischen Juden Kozhevnikov und des lettischen Juden Salzman als Opfer zweier Terrorsys­teme vor. Sie stehen exemplarisch für das Schicksal unzähliger sowjet. Juden des vorigen Jahrhunderts.
Mitveranstalter + Moderation: Detlef W. Stein(OEZB-Verlagsleiter)
Referent(en)
Ingrid Damerow
Historikerin
Dr. Andreas Petersen
Black Box DDR
15. Juni 2010
Black Box DDR
Buchvorstellung
Beschreibung
Das Werk, ein Erfahrungs-Container durch vier Jahrzehnte, quer durch alle Schichten, Berufe, Gruppierungen: vom geschassten Unternehmer über die verschollene Tochter Ulbrichts, von der Geschichte der Mauertoten, vom Attentäter Erich Honeckers bis zum Widerstand der Nonnen im Eichsfeld. Autoren u.a.: C.-W. Holzapfel, J. Staadt, R. Grafe
Referent(en)
Dr. Andreas Petersen
Historiker und Dozent an der FH N-W-Schweiz
Dr. Helmut Müller-Enbergs [Hg.]
Deutschland, einig Spitzelland?
01. Juni 2010
Deutschland, einig Spitzelland?
Präsentation Forschungsergebnisse, Vortrag
Beschreibung
Die Staatssicherheit der DDR operierte mit inoffiziellen Mitarbeitern (IM) in Ost- und Westdeutschland. Rund 189.000 IM waren es zuletzt, darunter allein 3.000 Bundesbürger. Was waren die Schwerpunkte der Arbeit dieser IMs, wie wurden sie es, was motivierte sie, welche Folgen hatte ihr Wirken?
Referent(en)
Dr. Helmut Müller-Enbergs [Hg.]
(Prof. Syddansk Universitet) präsentiert aus dem Werk:
Dr. Bettina Greiner
Verdrängter Terror - Geschichte und Wahrnehmung sowjetischer Speziallager in Deutschland
18. Mai 2010
Verdrängter Terror - Geschichte und Wahrnehmung sowjetischer Speziallager in Deutschland
Buchvorstellung
Beschreibung
Die vorliegende Studie handelt von Terror und Willkür sowie der Verdrängung dieser Erfahrungen: Mit Ende des Kriegs richtete der sowjetische Geheimdienst in der SBZ/DDR zehn Speziallager ein. Neben Nazis unterschiedlicher Belastungsgrade wurden in ihnen Zehntausende festgehalten, denen "konterrevolutionäre Verbrechen" vorgeworfen wurden. Sie alle galten gleichermaßen als Feinde der Besatzungsmacht, die mehrheitlich ohne Gerichtsverfahren über Jahre weggesperrt wurden - schätzungsweise 154 000 Männer und Frauen, von denen etwa ein Drittel in der Haft verstarb.

Im Anschluss: Zeitzeugengespräch zur aktuellen Situation in der Gedenkstätte Leistikowstraße / Potsdam
Referent(en)
Dr. Bettina Greiner
Historikerin
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