Veranstaltungsarchiv
VeranstaltungstitelDatum
Manfred Haferburg
Wohn-Haft04. Februar 2014
Wohn-Haft04. Februar 2014
Wohn-Haft
Buchvorstellung
Beschreibung
Er arbeitete im Kernkraftwerk Greifswald als leitender Ingenieur, kämpfte mit den Unzulänglichkeiten der Kraftwerkstechnik aus UdSSR-Import und mit der Ineffizienz der ostdeutschen Einheitspartei-Arbeitswelt. Durch seine sture Weigerung in die SED einzutreten, fiel er der Staatssicherheit auf. Als er sich auch noch weigerte, Spitzel zu werden, erklärte ihn die Partei zum Staatsfeind. Von seinem besten Freund verraten, verlor der Protagonist erst seinen Beruf, dann seine Familie und zuletzt die Freiheit. Nach einem Fluchtversuch begann ein Irrweg durch die Gefängnisse des sozialistischen Lagers, der im berüchtigten Stasigefängnis Hohenschön-hausen endete. Hier gehörte er zu den letzten Gefangenen, die von der Stasi Richtung Westen entsorgt wurden. Dies ist eine Lehrstunde über totalitäre „Systeme“, wie sie als Gesamtheit funktionieren, samt genauer Beschreibungen einzelner Rädchen.
Referent(en)
Manfred Haferburg
(Paris), Autor und ehem. Häftling in Hohenschönhausen, stellt seinen autobiografischen Roman vor:
Manfred Haferburg
(Paris), Autor und ehem. Häftling in Hohenschönhausen, stellt seinen autobiografischen Roman vor:
Jürgen Mai
Der letzte Mann von Stalingrad21. Januar 2014
Der letzte Mann von Stalingrad21. Januar 2014
Der letzte Mann von Stalingrad
Buchpräsentation
Beschreibung
Vor dem Hintergrund der 70. Wiederkehr der Schlacht von Stalingrad wird an die verlorene Generation der 1921 Geborenen erinnert. 1939, gerade achtzehnjährig, wurden diese jungen Männer oft von der ersten Stunde an von Hitler in den Krieg geschickt. Geboren als vaterloses Kind drei Jahre nach dem Ersten Weltkrieg in der Weimarer Republik, erlebt er vier gesellschaftliche Systeme, wie sie unter-schiedlicher nicht sein konnten. Aus der Gefangenschaft kehrt er zurück nach Berlin, entscheidet sich für den Ostteil der Stadt und erlebt nach der Wende 1989/1990 die Bundesrepublik. Aus eigenem Erleben berichtet er über 85 Jahre Veränderungen in Deutschland. Ein bewegender Dialog.
Referent(en)
Jürgen Mai
Schauspieler und Regisseur, erzählt in seinem Buch die Geschichte seines Vaters
Jürgen Mai
Schauspieler und Regisseur, erzählt in seinem Buch die Geschichte seines Vaters
Prof. Dr. Bogdan Musial
D i e S o v i e t - S t o r y (86 min., Regie: Edvins Snore)07. Januar 2014
D i e S o v i e t - S t o r y (86 min., Regie: Edvins Snore)07. Januar 2014
D i e S o v i e t - S t o r y (86 min., Regie: Edvins Snore)
Film
Beschreibung
Dies ist die Geschichte einer alliierten Macht, die die Nazis bei der Bekämpfung der Juden unterstützte und die selbst die Abschlachtung des eigenen Volkes in industriellem Ausmaß betrieb. Mit dem Westen verbündet, erlebte diese Macht ihren Triumph am 9. Mai 1945. Ihre Verbrechen wurden zum Tabu erklärt und die Geschichte des mörderischsten Regimes Europas ist nie erzählt worden. Bis heute. Die Sowjet-Story untersucht auf fesselnde Weise jene Ereignisse, die dazu führten, dass Nazis und Sowjets gemeinsame Sache machten, sowie das gewaltige Ausmaß der Kollaboration sowohl vor als auch während des Zweiten Weltkriegs.
Referent(en)
Prof. Dr. Bogdan Musial
von der „Kardinal Stefan Wyszynski-Universität“ in Warschau, führt ein und diskutiert anschließend den aufgeführten Dokumentarfilm:
Prof. Dr. Bogdan Musial
von der „Kardinal Stefan Wyszynski-Universität“ in Warschau, führt ein und diskutiert anschließend den aufgeführten Dokumentarfilm:
Ulrich Grasnick
„Im Klang einer Geige geborgen ein Traum“10. Dezember 2013
„Im Klang einer Geige geborgen ein Traum“10. Dezember 2013
„Im Klang einer Geige geborgen ein Traum“
Jahresausklang
Beschreibung
Der bekannte Lyriker Ulrich Grasnick liest seine
Gedichte zu Bildern von Marc Chagall und
berichtet über seine Begegnung mit dem Künstler.
Musikalische Begleitung:
Laila Marie Popiolek (Piano)
Albert Thelemann (Violine)
Im Anschluss besinnliches Beisammensein mit
Punsch und Gebäck.
Gedichte zu Bildern von Marc Chagall und
berichtet über seine Begegnung mit dem Künstler.
Musikalische Begleitung:
Laila Marie Popiolek (Piano)
Albert Thelemann (Violine)
Im Anschluss besinnliches Beisammensein mit
Punsch und Gebäck.
Referent(en)
Ulrich Grasnick
Dichter
Ulrich Grasnick
Dichter
Steffi Memmert-Lunau und Angelika Fischer
PETERSBURG: Eine literarische Zeitreise26. November 2013
PETERSBURG: Eine literarische Zeitreise26. November 2013
PETERSBURG: Eine literarische Zeitreise
Buchvorstellung
Beschreibung
Die Autorin Steffi Memmert-Lunau lebte lange als
Übersetzerin in Petersburg. Dort stieß sie fasziniert auf
ein dichtes Netz literarischer Orte und Anekdoten. Ihr
Wunsch, diese erstaunlichen Geschichten einmal in einem
Buch zusammen zu fassen, fand durch die Begegnung
mit der Photographin Angelika Fischer neue Nahrung.
Gemeinsam bringen sie uns multimedial die bewegenden
Schicksale solcher Dichter wie Alexander
Blok, Anna Achmatowa, Joseph Brodsky, Ossip Mandelstam
an Hand ihrer Wohnungen und Lebensorte näher.
Edition A∙B ∙Fischer
Übersetzerin in Petersburg. Dort stieß sie fasziniert auf
ein dichtes Netz literarischer Orte und Anekdoten. Ihr
Wunsch, diese erstaunlichen Geschichten einmal in einem
Buch zusammen zu fassen, fand durch die Begegnung
mit der Photographin Angelika Fischer neue Nahrung.
Gemeinsam bringen sie uns multimedial die bewegenden
Schicksale solcher Dichter wie Alexander
Blok, Anna Achmatowa, Joseph Brodsky, Ossip Mandelstam
an Hand ihrer Wohnungen und Lebensorte näher.
Edition A∙B ∙Fischer
Referent(en)
Steffi Memmert-Lunau
Autorin und Übersetzerin Angelika Fischer
Photographin
Steffi Memmert-Lunau
Autorin und Übersetzerin Angelika Fischer
Photographin
Dr. Viktor Krieger
Bundesbürger russlanddeutscher Herkunft: Historische Schlüsselerfahrungen und kollektives Gedächtnis12. November 2013
Bundesbürger russlanddeutscher Herkunft: Historische Schlüsselerfahrungen und kollektives Gedächtnis12. November 2013
Bundesbürger russlanddeutscher Herkunft: Historische Schlüsselerfahrungen und kollektives Gedächtnis
Buchvorstellung
Beschreibung
In diesem Buch werden Schlüsselereignisse der Geschichte
der Russlanddeutschen im 20. Jahrhundert beleuchtet.
In ihrem Schicksal, wie in keinem anderen der
übrigen Völker der UdSSR, spiegelt sich der Zivilisationsbruch
wider, für den das Wort "GULAG" als Inbegriff
des repressiven bolschewistisch-stalinistischen
Herrschaftssystems steht. Dabei stellt der Verfasser fest,
dass die kollektiven Erfahrungen von Verfolgung, Germanophobie
und gesellschaftlicher Ächtung für das historische
Bewusstsein dieser Volksgruppe genauso prägend
sind wie die des Protestes und Widerstandes gegen
das Stalin-Regime und die nachfolgende Unterdrückungspolitik
des posttotalitären Sowjetstaates.
der Russlanddeutschen im 20. Jahrhundert beleuchtet.
In ihrem Schicksal, wie in keinem anderen der
übrigen Völker der UdSSR, spiegelt sich der Zivilisationsbruch
wider, für den das Wort "GULAG" als Inbegriff
des repressiven bolschewistisch-stalinistischen
Herrschaftssystems steht. Dabei stellt der Verfasser fest,
dass die kollektiven Erfahrungen von Verfolgung, Germanophobie
und gesellschaftlicher Ächtung für das historische
Bewusstsein dieser Volksgruppe genauso prägend
sind wie die des Protestes und Widerstandes gegen
das Stalin-Regime und die nachfolgende Unterdrückungspolitik
des posttotalitären Sowjetstaates.
Referent(en)
Dr. Viktor Krieger
Universität Heidelberg
Dr. Viktor Krieger
Universität Heidelberg
Thomas Schaufuß
Die politische Rolle des FDGB-Feriendienstes in der DDR: Sozialtourismus im SED-Staat.29. Oktober 2013
Die politische Rolle des FDGB-Feriendienstes in der DDR: Sozialtourismus im SED-Staat.29. Oktober 2013
Die politische Rolle des FDGB-Feriendienstes in der DDR: Sozialtourismus im SED-Staat.
Buchpräsentation
Beschreibung
Thomas Schaufuß erläutert die politischen Innen- und
Außenansichten des FDGB-Feriendienstes der DDR,
vergleicht den Feriendienst mit dem KdF und deckt die
bisher unbekannten Hintergründe und politischen Verflechtungen
im System des SED-Staates auf. Als Fallbeispiel
analysiert er das prestigeträchtige FDGBErholungsheim
"Am Fichtelberg". Wann immer sich
ehemalige DDR-Bürger erinnern, gewinnt man den Eindruck,
es gab zwei Länder mit dem Namen DDR. Für
die einen ein Unrechtsstaat, für die anderen ein Land mit
preiswertem Urlaub an der Ostsee, im Erzgebirge und
mit gemeinschaftlichen Brigadefeiern …
EINFÜHRUNG: Vera Lengsfeld
Außenansichten des FDGB-Feriendienstes der DDR,
vergleicht den Feriendienst mit dem KdF und deckt die
bisher unbekannten Hintergründe und politischen Verflechtungen
im System des SED-Staates auf. Als Fallbeispiel
analysiert er das prestigeträchtige FDGBErholungsheim
"Am Fichtelberg". Wann immer sich
ehemalige DDR-Bürger erinnern, gewinnt man den Eindruck,
es gab zwei Länder mit dem Namen DDR. Für
die einen ein Unrechtsstaat, für die anderen ein Land mit
preiswertem Urlaub an der Ostsee, im Erzgebirge und
mit gemeinschaftlichen Brigadefeiern …
EINFÜHRUNG: Vera Lengsfeld
Referent(en)
Thomas Schaufuß
der Autor präsentiert zur Buchpremiere des OEZ BERLIN-VERLAGES:
Thomas Schaufuß
der Autor präsentiert zur Buchpremiere des OEZ BERLIN-VERLAGES:
Ulrich Schacht
Kleine Paradiese (Edition Rugerup 2013)15. Oktober 2013
Kleine Paradiese (Edition Rugerup 2013)15. Oktober 2013
Kleine Paradiese (Edition Rugerup 2013)
Buchvorstellung
Beschreibung
Ein neues Buch von Ulrich Schacht ist immer ein Ereignis,
selbst wenn es scheinbar idyllisch daherkommt wie sein
jüngster Erzählband „Kleine Paradiese“. Wer aber glaubt,
der seit langem in Schweden wohnende Dichter würde uns
nur Idyllen präsentieren, sieht sich zuletzt getäuscht: Denn
die „kleinen Paradiese“ auf der Welt stehen immer im
Schatten der großen Glücks-Utopien, die der Menschheit
größtes Unglück gebracht haben. Und so führen uns
Schachts Erzählungen denn auch konsequent auf den doppelten
Boden der Geschichte: ob in Prag, Moskau, Paris
oder Stockholm: ins nachtotalitäre Russland, in den Bedrohungshorizont
einer entfesselten Brüsseler Bürokratie oder
in die Geschichte einer Auschwitzüberlebenden in Schweden
– spannend, unheimlich und verführerisch schön.
selbst wenn es scheinbar idyllisch daherkommt wie sein
jüngster Erzählband „Kleine Paradiese“. Wer aber glaubt,
der seit langem in Schweden wohnende Dichter würde uns
nur Idyllen präsentieren, sieht sich zuletzt getäuscht: Denn
die „kleinen Paradiese“ auf der Welt stehen immer im
Schatten der großen Glücks-Utopien, die der Menschheit
größtes Unglück gebracht haben. Und so führen uns
Schachts Erzählungen denn auch konsequent auf den doppelten
Boden der Geschichte: ob in Prag, Moskau, Paris
oder Stockholm: ins nachtotalitäre Russland, in den Bedrohungshorizont
einer entfesselten Brüsseler Bürokratie oder
in die Geschichte einer Auschwitzüberlebenden in Schweden
– spannend, unheimlich und verführerisch schön.
Referent(en)
Ulrich Schacht
Schriftsteller aus Schweden
Ulrich Schacht
Schriftsteller aus Schweden
Gerhard Taege
Überlebt im NKWD-Lager Nr. 7 Sachsenhausen01. Oktober 2013
Überlebt im NKWD-Lager Nr. 7 Sachsenhausen01. Oktober 2013
Überlebt im NKWD-Lager Nr. 7 Sachsenhausen
Erlebnisberichte
Beschreibung
Moderation und Filmausschnitte von Dirk Jungnickel
Als 17-Jähriger kam Gerhard Taege (Jahrgang 1928) aus
englischer Gefangenschaft Ende September 1945 zurück in
seinen Heimatort Eberswalde. Doch seine Freiheit währte
nur kurz, denn wegen „Verächtlichmachung der Roten
Armee“ wurde er am 19. Januar 1946 zu 10 Jahren
Zwangsarbeit verurteilt. Über das Lager Altstrelitz kam er
später ins größte NKWD-Lager der Sowjetischen Besatzungszone
in Sachsenhausen/Oranienburg. Von 1945 bis
1950 waren dort insgesamt ca. 50.000 Häftlinge eingesperrt,
mindestens 12.000 von ihnen starben an Unterernährung,
Krankheiten und Seuchen. Als einer der Letzten
verlies Gerhard Taege das Lager im März 1950.
Als 17-Jähriger kam Gerhard Taege (Jahrgang 1928) aus
englischer Gefangenschaft Ende September 1945 zurück in
seinen Heimatort Eberswalde. Doch seine Freiheit währte
nur kurz, denn wegen „Verächtlichmachung der Roten
Armee“ wurde er am 19. Januar 1946 zu 10 Jahren
Zwangsarbeit verurteilt. Über das Lager Altstrelitz kam er
später ins größte NKWD-Lager der Sowjetischen Besatzungszone
in Sachsenhausen/Oranienburg. Von 1945 bis
1950 waren dort insgesamt ca. 50.000 Häftlinge eingesperrt,
mindestens 12.000 von ihnen starben an Unterernährung,
Krankheiten und Seuchen. Als einer der Letzten
verlies Gerhard Taege das Lager im März 1950.
Referent(en)
Gerhard Taege
Gefangener des sowjetischen Geheimdienstes
Gerhard Taege
Gefangener des sowjetischen Geheimdienstes
Jürgen K. Hultenreich
Die Schillergruft (Edition A∙B∙Fischer)17. September 2013
Die Schillergruft (Edition A∙B∙Fischer)17. September 2013
Die Schillergruft (Edition A∙B∙Fischer)
Lesung
Beschreibung
Als 17-Jähriger war Hultenreich wegen Fluchtversuchs aus der DDR an der tschechischen Grenze zu Bayern verhaftet worden. Als er sich vor Gericht mit Schiller-Zitaten verteidigte, ließ ihn die Staatsanwältin in die Psychiatrie Pfafferode einweisen. Nach sechsmonatigem Freiheitsentzug wurde er in einer zweiten Verhandlung zu einer zweieinhalbjährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Im Jahr 1985 konnte er nach Westberlin ausreisen und lebt seitdem im Stadtteil Wedding als Schriftsteller und "Tuschör". Der 1948 in Erfurt geborene Hultenreich zeichnet sich durch eine unverwechselbare literarische Stimme aus, die innerhalb der deutschen Literatur mehr Beachtung verdiene, begründet die Jury ihre Wahl für die Kester-Haeusler-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung 2013. Sein außergewöhnliches Erzähltalent hat Hultenreich unter anderem in dem Roman "Die Schillergruft" bewiesen. Die Parabel über eine kranke Gesellschaft sei einer der bedeutendsten Romane über die DDR-Gesellschaft.
Einführung: Vera Lengsfeld
Einführung: Vera Lengsfeld
Referent(en)
Jürgen K. Hultenreich
der Zeitzeuge liest seinen Text im Buch
Jürgen K. Hultenreich
der Zeitzeuge liest seinen Text im Buch
Prof. Hans-Hendrik Grimmling und Dr. Andreas H. Apelt
Neuanfang im Westen: Zeitzeugen berichten03. September 2013
Neuanfang im Westen: Zeitzeugen berichten03. September 2013
Neuanfang im Westen: Zeitzeugen berichten
Buchpräsentation
Beschreibung
Zwischen 1949 und 1989 verließen mehr als 3,5 Millionen Menschen die DDR und fanden in der Bundesrepublik eine neue Heimat. Allerdings war die Geschichte der Flüchtlinge, Ausgereisten und Freigekauften mit dem Verlassen der DDR nicht zu Ende. Sie mussten in der Bundesrepublik eine neue Existenz aufbauen und sich in der für sie fremden Umgebung zurechtfinden. In dem Band erzählen u.a. Eva Maria Hagen, Armin Mueller-Stahl, Hans Georg Aschenbach und der ARD-Moderator Jürgen Engert von ihrem Weg im anderen Teil Deutschlands.
Referent(en)
Prof. Hans-Hendrik Grimmling
ZeitzeugeDr. Andreas H. Apelt
der Autor und Vorstandsbevollmächtigter der Deutschen Gesellschaft e. V. präsentiert seinen erschütternden Tatsachenroman:
Prof. Hans-Hendrik Grimmling
ZeitzeugeDr. Andreas H. Apelt
der Autor und Vorstandsbevollmächtigter der Deutschen Gesellschaft e. V. präsentiert seinen erschütternden Tatsachenroman:
Siegmar Faust und Ralph Grüneberger
Ausstellungseröffnung ``gegen den strom´´20. August 2013
Ausstellungseröffnung ``gegen den strom´´20. August 2013
Ausstellungseröffnung ``gegen den strom´´
Ausstellungseröffnung
Beschreibung
Auf einem Fahrgastschiff des Leipziger Elsterstausees fand am 26. Juni 1968 im Kontext des Prager Frühlings eine illegale Lyrik-Lesung statt. Organisator war der frisch exmatrikulierte Literatur-Student Faust. Über 30 Teilnehmer erschienen, unter ihnen Andreas Reimann, Bernd-Lutz Lange, Heidemarie Härtl und Gert Neumann. Neben Kristian Pech, Friederike Techel und Siegmar Faust las der bis dahin unbekannte Wolfgang Hilbig (Büchner-Preisträger 2002). An die Staatssicherheit verraten, folgten daraufhin Parteiausschlüsse, Exmatrikulationen sowie für Faust und Reimann Haftstrafen. Fünfundvierzig Jahre danach soll die Ausstellung samt multimedialer Veranstaltung an den mutigen Widerstand der Akteure gegen das SED-Regime erinnern.
Referent(en)
Siegmar Faust
DDR-Oppositioneller Ralph Grüneberger
Herausgeber - Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.
Siegmar Faust
DDR-Oppositioneller Ralph Grüneberger
Herausgeber - Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.
Werner Höpfner
Sibirien - Glück gehabt, trotz allem06. August 2013
Sibirien - Glück gehabt, trotz allem06. August 2013
Sibirien - Glück gehabt, trotz allem
Buchpräsentation
Beschreibung
„Unmittelbar nach meiner Rückkehr nach Deutschland – also in den ersten Januartagen 1954 – wurde ich durch Zufall Ohrenzeuge eines Gesprächs, das Mama mit unserer Nachbarin hatte:
‚Wissen Sie, Frau Rünger, ich habe festgestellt, unser Werner hat in Rußland das Lachen verloren.’
3.153 Tage und Nächte in Unfreiheit zu verbringen ist sehr bitter und hart; aber sein Lachen zu verlieren ist wohl die schlimmste Strafe, die einen Menschen treffen kann. Härter als 15 Jahre Arbeits- und Erziehungslager. Und deshalb fällt es mir auch heute noch immer schwer zu lachen.“(W.H.)
‚Wissen Sie, Frau Rünger, ich habe festgestellt, unser Werner hat in Rußland das Lachen verloren.’
3.153 Tage und Nächte in Unfreiheit zu verbringen ist sehr bitter und hart; aber sein Lachen zu verlieren ist wohl die schlimmste Strafe, die einen Menschen treffen kann. Härter als 15 Jahre Arbeits- und Erziehungslager. Und deshalb fällt es mir auch heute noch immer schwer zu lachen.“(W.H.)
Referent(en)
Werner Höpfner
GULag-Überlebender, Jahrgang 1928
Werner Höpfner
GULag-Überlebender, Jahrgang 1928
Dr. Patrick Thanh Nguyen-Brem
Cordula - Die Lotusblume: Eine Liebesgeschichte in den Wirren des Vietnamkrieges23. Juli 2013
Cordula - Die Lotusblume: Eine Liebesgeschichte in den Wirren des Vietnamkrieges23. Juli 2013
Cordula - Die Lotusblume: Eine Liebesgeschichte in den Wirren des Vietnamkrieges
Buchvorstellung
Beschreibung
Die aufwühlende Geschichte entlarvt die medialen Unwahrheiten von selbst ernannten „intellektuellen und kriegsbegeisternden Friedensaposteln“. Der Autor führt uns zurück in den Vietnam-Krieg, seine Verbrechen und seine Folgen, beleuchtet auch die andere, vergessene Seite. Er sagt: »Eine Perversion des Denkens ist für das Land Vietnam erlaubt während und nach dem Krieg!« Der siegreiche Sozialismus sprach die Kriegsverbrechen Nordvietnams heilig, vergaß, dass die Kriegsgewinner ihre Gefangenen in „Umerziehungslager“ (Vietnams Gulag) steckte und Friedhöfe der gefallenen Feinde als Racheakt schändeten. Flüchtlingsfrauen wurden vergewaltigt, entführt und in europäische Bordelle verkauft. Die Verehrer in der zivilisierten Welt schwiegen beharrlich zu „Vietnams Archipel Gulag“ und zu den Millionen Boat People, dem „Strandgut des Sozialismus“.
Referent(en)
Dr. Patrick Thanh Nguyen-Brem
in Saigon geborener Autor des Tatsachenromans
Dr. Patrick Thanh Nguyen-Brem
in Saigon geborener Autor des Tatsachenromans
Dr. Edith Kiesewetter-Giese
Erinnerungen an Mähren: Von Neutitschein nach Berlin09. Juli 2013
Erinnerungen an Mähren: Von Neutitschein nach Berlin09. Juli 2013
Erinnerungen an Mähren: Von Neutitschein nach Berlin
Buchpräsentation
Beschreibung
Edith Kiesewetter-Giese ist im Jahr 1935 in Mähren geboren. In dieser bewegten Zeit verlebte sie trotzdem eine relativ unbeschwerte Kindheit, aus der sie im Juli 1945 durch die wilde Vertreibung brutal herausgerissen wurde. Sie kam in die russisch besetzte Zone und lebte bis zum Jahre 1989 in der ehemaligen DDR. Sie bekennt sich zu ihrer Heimat Sudetenland und schreibt Geschichten aus ihrem Leben auf. Diese sind Erlebnisse, Gedanken, Ideen und Wandlungen, wobei dabei Zeit und Raum zu beachten sind - Gedanken zu Flucht und Vertreibung, zum Begriff Heimat, aber auch Erlebnisse, über die man schmunzeln kann.
Referent(en)
Dr. Edith Kiesewetter-Giese
Leiterin des Berliner Frauengesprächskreises des Frauenverbandes im BdV in Berlin
Dr. Edith Kiesewetter-Giese
Leiterin des Berliner Frauengesprächskreises des Frauenverbandes im BdV in Berlin
Dr. Renate Werwigk-Schneider
Zweimal Haft für die Freiheit25. Juni 2013
Zweimal Haft für die Freiheit25. Juni 2013
Zweimal Haft für die Freiheit
Erlebnisbericht
Beschreibung
Renate Werwigk-Schneider (geb. 1938 in Teupitz) studierte Medizin in Ost-Berlin. Aufgrund ihres kirchlichen Engagements erlitt sie Benachteiligungen und vorübergehende Verweise von der Universität. 1963 scheiterte ein geplanter Fluchtversuch zusammen mit ihren Eltern durch einen Tunnel nahe der Bernauer Straße zum Bruder nach West-Berlin. Nach der U-Haft in Hohenschönhausen wurde sie zu zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt, die sie in der Haftanstalt Frankfurt/Oder verbüßte. 1965 wurde sie im Rahmen einer Amnestie in die DDR entlassen. 1967 versuchte sie erneut mit einem gefälschten Pass von Bulgarien in die Türkei zu gelangen, geriet dabei wieder in Haft und wurde zu weiteren dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. 1968 wurde sie von der Bundesrepublik freigekauft.
Referent(en)
Dr. Renate Werwigk-Schneider
Ärztin und Trägerin des BVK
Dr. Renate Werwigk-Schneider
Ärztin und Trägerin des BVK
Prof. Dr. jur. Arnulf Baring
Der 17. Juni 195311. Juni 2013
Der 17. Juni 195311. Juni 2013
Der 17. Juni 1953
Vortrag
Beschreibung
Bereits einen Tag vor dem ereignisreichen Datum begann mit spontanen Arbeitsniederlegungen gegen Normerhöhungen auf zwei Großbaustellen in Berlin die erste große Volkserhebung des Ostblocks. In der Folge gingen in mehr als 500 Orten der DDR hunderttausende Demonstranten auf die Straße, forderten den Sturz der Regierung und Freie Wahlen. Nach Verhängung des Ausnahmezustands wurde mit Hilfe sowjetischer Panzer der Aufstand blutig niedergeschlagen, mindestens 55 Todesopfer waren letztendlich zu beklagen.
Der in Berlin lebende bekannte Politikwissenschaftler beschäftigt sich nun schon seit 60 Jahren mit dem Thema welches er 1957 zum Gegenstand seiner Magisterarbeit an der Columbia Universität /New York machte und dazu bereits im selben Jahr auch sein erstes Buch veröffentlichte. In seinem Vortrag sollen noch einmal die Ursachen, Ereignisse und Folgen beleuchtet werden.
Der in Berlin lebende bekannte Politikwissenschaftler beschäftigt sich nun schon seit 60 Jahren mit dem Thema welches er 1957 zum Gegenstand seiner Magisterarbeit an der Columbia Universität /New York machte und dazu bereits im selben Jahr auch sein erstes Buch veröffentlichte. In seinem Vortrag sollen noch einmal die Ursachen, Ereignisse und Folgen beleuchtet werden.
Referent(en)
Prof. Dr. jur. Arnulf Baring
Jurist, Historiker und Publizist
Prof. Dr. jur. Arnulf Baring
Jurist, Historiker und Publizist
Dr. Peter Joachim Lapp
Grenzregime der DDR28. Mai 2013
Grenzregime der DDR28. Mai 2013
Grenzregime der DDR
Buchvorstellung
Beschreibung
Hunderte Menschen, darunter Frauen und Kinder, sind an den Grenzen der DDR ums Leben gekommen: Erschossen von Grenzern, getötet durch Minen, ertrunken auf der Flucht in der Ostsee oder in Grenzgewässern. Zehntausende kamen wegen eines versuchten „Ungesetzlichen Grenzübertritts“ in Haft. Die vorliegende Publikation ist keine Abrechnungsschrift mit den Menschen, die für das Grenzregime der DDR in irgendeiner Weise tätig waren, sondern das Buch will in erster Linie sachlich und intersubjektiv nachprüfbar aufzeigen, wie das System beschaffen war und funktionierte. Grundlage des Buches sind, neben vielen anderen, Dokumente aus dem Bundesarchiv-Militärarchiv, aus der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen (einschließlich Arbeiten der MfS-Hochschule zum Grenzregime).
Referent(en)
Dr. Peter Joachim Lapp
Politologe, Publizist
Dr. Peter Joachim Lapp
Politologe, Publizist
Jochen Stern
Deutsche Lyrik unter dem Sowjetstern14. Mai 2013
Deutsche Lyrik unter dem Sowjetstern14. Mai 2013
Deutsche Lyrik unter dem Sowjetstern
Vortrag
Beschreibung
Die deutschen Dichter und Schriftsteller, die sich in der SBZ / DDR dem „grandios“ angekündigten Sozialismus verpflichtet fühlten, sollten und wollten auch ihren geistigen Beitrag zum Aufbau der Diktatur des Proletariats leisten. Dabei hatten sie ihr Plansoll zu erfüllen wie ihre Genossen Arbeiter und Bauern. Dazu gehörten u.a. die „Anbetung der Sowjetunion“, das sozialistische Leben, die Partei- und Staatsjugend sowie der Befehl: Parteilichkeit. Was dabei herauskam, soll Zeugnis ablegen von „lyrischen Gesängen“ nicht nur heute längst vergessener Anbiederer, sondern auch von bekannten Granden der Dichtkunst wie Brecht, Becher, Strittmatter, Kuba und Weinert.
Mit Filmausschnitten einer neuen Interview-DVD vom OSTEUROPAZENTRUM BERLIN-VERLAG wird Jochen Stern eingangs vorgestellt.
Mit Filmausschnitten einer neuen Interview-DVD vom OSTEUROPAZENTRUM BERLIN-VERLAG wird Jochen Stern eingangs vorgestellt.
Referent(en)
Jochen Stern
der Schauspieler, Jurist, Autor und ehem. politische Bautzen-Häftling (1947-54) kommt zu seiner Buchpräsentation:
Jochen Stern
der Schauspieler, Jurist, Autor und ehem. politische Bautzen-Häftling (1947-54) kommt zu seiner Buchpräsentation:
Rolf Schneider
Schonzeiten: Ein Leben in Deutschland30. April 2013
Schonzeiten: Ein Leben in Deutschland30. April 2013
Schonzeiten: Ein Leben in Deutschland
Buchvorstellung
Beschreibung
Der bekannte Schriftsteller mit doppeldeutscher Vergangenheit blickt zurück auf sein Leben. Schnörkellos und eindringlich berichtet er, wie er wurde, der er ist. Dabei nehmen die Ereignisse, die zu seinem Ausschluss aus dem Schriftstellerverband der DDR geführt und ihn buchstäblich zum Grenzgänger gemacht haben, ebenso Raum ein wie die Begegnungen, die ihn prägten - mit Victor Klemperer, Peter Huchel, Anna Seghers, Stephan Hermlin …
Referent(en)
Rolf Schneider
Rolf Schneider

