Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungsarchiv

VeranstaltungstitelDatum
Ullrich H. Kasten und Hans-Dieter Schütt
LENIN - Drama eines Diktators
16. April 2013
LENIN - Drama eines Diktators
Filmvorführung
Beschreibung
Wer war dieser Wladimir Iljitsch Uljanow, der unter dem Namen Lenin so berühmt und berüchtigt wurde? Träumer, Theoretiker, Staatengründer, Vorgänger Stalins. Sein Name ist untrennbar mit der russischen Oktoberrevolution 1917 verbunden. Er schuf die Sowjetmacht - als er 1924 starb, hinterließ er dem 20. Jahrhundert einen neuen Despotismus: die mörderische Diktatur seiner Kaderpartei.
Referent(en)
Ullrich H. Kasten
Regisseur
Hans-Dieter Schütt
Regisseur, zeigen ihren 90 min. Dokumentarfilm:
Esther Koch
Das Leben der Hohenecker Strafgefangenen Alexandra Dust-Wiese 1923-1995
02. April 2013
Das Leben der Hohenecker Strafgefangenen Alexandra Dust-Wiese 1923-1995
Vortrag
Beschreibung
Anlässlich des 90. Geburtstags der politischen Gefangenen wird mit ihrem Interview im Buch Hohenecker Protokolle von Ulrich Schacht und den Gedichten, die während ihrer Haftzeit entstanden, der dramatischste Teil ihres Lebens dargestellt. So steht der Vortrag im Spannungsfeld nüchterner Erzählung des Gefängnisalltags und höchster künstlerischer Verdichtung desselben in tief berührender Weise.
Referent(en)
Esther Koch
Sprachgestalterin, Sprachtherapeutin und Lehrerin
Dieter Gräf
Im Namen der Republik: Rechtsalltag in der DDR
19. März 2013
Im Namen der Republik: Rechtsalltag in der DDR
Buchpräsentation
Beschreibung
Rechtsprechung in der DDR hatte mit Gerechtigkeit wenig zu tun. Unter der strengen Führung der SED waren Gerichtsurteile schlagkräftige Instrumente zur Sicherung des totalitären Regimes. Bedingungslose Parteitreue von Richtern und Staatsanwälten gehörten zur Normalität. Das bekam auch der Anwalt Dieter Gräf aus Weimar in zahlreichen Prozessen zu spüren. In seinem Buch beschreibt der Jurist nicht nur ungeheuerliche Vorgänge und rücksichtslose Verfahrensweisen der Rechtsbeugung, er macht zugleich auch erschütternde Schicksale von Angeklagten lebendig, die der staatlichen Macht hilflos ausgeliefert waren. Gräf dokumentiert u.a. wie die Verteidigung politischer Gefangener ablief und welche Aussagen zurückgehalten oder unterdrückt wurden.
Referent(en)
Dieter Gräf
ehem. Rechtsanwalt
Einladung zur Eröffnung unserer Ausstellung „Bulgarien 1944-1989. Verbotene Wahrheit“ im Mosse-Palais der Deutschen Gesellschaft e.V.13. März 2013
Einladung zur Eröffnung unserer Ausstellung „Bulgarien 1944-1989. Verbotene Wahrheit“ im Mosse-Palais der Deutschen Gesellschaft e.V.
Ausstellungseröffnung
Beschreibung
ORT: Deutschen Gesellschaft e.V., in der Voßstr. 22,
10117 Berlin, Europasaal im Mosse-Palais am Potsdamer Platz !!!

• Grußwort Jürgen Engert (stellvertretender Vorsitzender der DG)

• Vortrag von Stoyan Raichevsky (Bulgarischer Parlamentarier a.D., Sofia)

• Ausschnitt aus dem bewegenden Zeitzeugenfilm der Ausstellung

• Diskussionsrunde zur politischen Situation und dem Stand der
Aufarbeitung in Bulgarien mit:

Gernot Erler MdB (Vors. des Deutsch-Bulgarischen Forums und Staatsminister a.D.)
Fanna Kolarova (Ausstellungsinitiatorin Berlin / Sofia)
Stoyan Raichevsky (Mitautor der Ausstellung)

Danach ist genügend Zeit, um bei einem kleinen Empfang die Ausstellung genauer zu betrachten und die Gespräche weiterzuführen.

Die Ausstellung hat in Bulgarien im vergangenen Herbst großen Anklang gefunden, da diese zum ersten Mal die kommunistische Diktatur in Bulgarien in dieser Form thematisiert. Der bulgarische Präsident Rossen Plewneliew sagte bei der Ausstellungseröffnung in Sofia: “Bulgarien habe einen weiten Weg der Aufarbeitung vor sich, auf dem die Ausstellung ein erster, wichtiger Schritt sei.”
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihr Kommen ins Mosse-Palais!
Referent(en)
Veranstaltung hat keine Referenten
Patrick Conley
Der parteiliche Journalist. Die Geschichte des Radio-Features in der DDR
05. März 2013
Der parteiliche Journalist. Die Geschichte des Radio-Features in der DDR
Buchpräsentation
Beschreibung
Das Funkhaus in der Ostberliner Nalepastraße war eine Welt für sich. Von hier aus wurde das Publikum in der DDR mit fünf Hörfunkprogrammen zentral versorgt. Dokumentarsendungen ("Features") hatten ihren festen Platz im Programm. Die Studie wertet erstmals die zahlreichen Tondokumente und Akten aus, die vom DDR-Feature überliefert sind. Über vierzig Zeitzeugen, darunter Autoren, Dramaturgen und Regisseure, geben Auskunft über ihre Arbeit in den Kulturprogrammen und äußern sich zu ihrer "Radionische". Im Spannungsfeld zwischen persönlicher Erinnerung und Aktenzitat wird der Arbeitsalltag von DDR-Journalisten rekonstruiert. Es entsteht ein präziser Einblick in die Bedingungen von Journalismus und Kunst im "real existierenden Sozialismus".
Referent(en)
Patrick Conley
Journalist und Medien-Historiker
Irina Lebedewa
Märtyrer der russischen Kirche im 20. Jahrhundert - Die Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna
19. Februar 2013
Märtyrer der russischen Kirche im 20. Jahrhundert - Die Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna
Vortrag
Beschreibung
Mit der Bolschewistischen Revolution 1917 in Russland wurden alle bisherigen Bevölkerungsgruppen und Formen des sozialen Lebens zerstört. Das betraf als erstes die Kirche, die über Jahrhunderte die Basis des Lebens des russischen Volkes bildete. Entsprechend der Politik des Roten Terrors wurden fast alle Kirchen und Klöster zerstört und geschändet. Unzählige Geistliche wurden verhaftet, verbannt oder ermordet. Einige der ermordeten Geistlichen wurden in den 90er Jahren von der Kirche heilig gesprochen. Eine der „Neuen Märtyrer“ der russ.-orthodoxen Kirche ist die Großfürstin Romanow - Jelisaweta Fjodorowna - ehem. Prinzessin aus dem Hause Hessen-Darmstadt, um die es im Vortrag gehen wird.
Referent(en)
Irina Lebedewa
Kunsthistorikerin aus St. Petersburg
Ruth Hoffmann
Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat
05. Februar 2013
Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat
Buchvorstellung
Beschreibung
Dass der Staatssicherheitsdienst der DDR die Menschen in Ostdeutschland umfassend observierte, kontrollierte und schikanierte, ist bekannt. Weitgehend unbekannt ist, in welchem Maße das Klima aus Misstrauen, Angst und Kontrolle auch die eigenen Familien der Stasi-Mitarbeiter betraf. Die Journalistin Ruth Hoffmann zeigt auf der Grundlage zahlreicher Interviews und intensiver Recherchen erstmals, wie sich die beklemmende Atmosphäre der Totalüberwachung auf den Familienalltag der Stasi-»Hauptamtlichen«, vor allem auf die betroffenen Kinder ausgewirkt hat. Was wussten, was ahnten diese Kinder von der Tätigkeit ihrer Eltern? Welche Auswirkungen hatte deren geheime Mission auf das Familienleben? Wie gingen sie mit der Tatsache um, dass ihr Vater bei der Stasi war?
Als Zeitzeugin dabei: Vera Lengsfeld
Referent(en)
Ruth Hoffmann
Journalistin aus Hamburg
Dieter Fratzke
Lessings „Nathan“ – ein Beispiel für vernünftiges Denken und humanes Handeln
22. Januar 2013
Lessings „Nathan“ – ein Beispiel für vernünftiges Denken und humanes Handeln
Ausstellungseröffnung
Beschreibung
Zur Ausstellungseröffnung im Lessinghaus der Gedenkbibliothek:

Gotthold Ephraim Lessing (1720-1781) ist wohl der wichtigste Vertreter der deutschsprachigen Aufklärung. Insbesondere sein Dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ (1979) hat in dem Sinne eine immerwährende Aktualität und ist deshalb auch heute noch auf den Spielplänen der Theater zu finden. Der Referent wird eingangs an die europäische Emanzipationsbewegung des 18. Jahrhunderts erinnern und danach die konfliktgeladene Entstehungsgeschichte des Stückes erläutern. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen dann ausgewählte Szenen, die beispielhaft deut-lich machen, dass und wie aus vernünftigem und tolerantem Denken humanes Handeln erwächst.
Referent(en)
Dieter Fratzke
Dipl. Germanist und ehemaliger Direktor des Kamenzer Lessing-Museums
Elfriede Brüning
Lästige Zeugen. Tonbandgespräche mit Opfern der Stalinzeit
08. Januar 2013
Lästige Zeugen. Tonbandgespräche mit Opfern der Stalinzeit
Buchvorstellung
Beschreibung
Das erschütternde Buch, basiert zum Teil auf Interviewaufzeichnungen mit Frauen die Zwangsarbeit im Gulag leisten mußten. Begonnen hatte Elfriede Brüning (Jg. 1910) mit dieser Arbeit schon Jahre vor dem Ende der DDR, es konnte aber erst danach erscheinen. Im Vorwort schrieb sie im Dezember 1989 u.a.: „Die Betroffenen aber, die nach ihrer Befreiung bei uns lebten, sind keine Antikommunisten. Mit einigen habe ich gesprochen. Ihre Liebe gehört nach wie vor der Sowjetunion, den sowjetischen Menschen, denen sie oft sogar ihr Überleben verdanken. So hat die Erinnerung an die Lichtpunkte menschlicher Hilfsbereitschaft, von denen sie alle erzählen, allmählich die düsteren Ereignisse aus ihrem Gedächtnis verdrängt, und es wird ihnen immer schwerer darüber zu sprechen. Auch wurden sie allzu lange zum Schweigen – zum Verschweigen – angehalten . . .“
Referent(en)
Elfriede Brüning
102-jährige Schriftstellerin
Nicole Haase
Ach, du liebe Weihnachtszeit!
11. Dezember 2012
Ach, du liebe Weihnachtszeit!
Jahresausklang
Beschreibung
Weihnachten ist ein Fest, in dem sich die irdischen Freuden manchmal mit den Himmlischen verbinden. Es ist ein Fest voller Sehnsucht und auch ein Fest für die Literaten der Welt. Weihnachtliche Geschichten von Hans Fallada, Christian Morgenstern, Ludvik Askenazy, Guy de Maupassant und anderen kommen im Wechsel mit festlicher Musik zu Gehör.
Im Anschluss besinnliches Beisammensein mit Punsch und Gebäck.
Referent(en)
Nicole Haase
LeseTheater Berlin
Dr. Stefan Winckler
Gerhard Löwenthal - Ein Beitrag zur politischen Publizistik der Bundesrepublik Deutschland
27. November 2012
Gerhard Löwenthal - Ein Beitrag zur politischen Publizistik der Bundesrepublik Deutschland
Buchpräsentation
Beschreibung
Kaum ein Journalist prägte die publizistische Landschaft in der Bundesrepublik der 1970er und 1980er Jahre so stark wie Gerhard Löwenthal. Wurde er in der DDR teils als Staatsfeind Nummer 1 deklariert, so galt er vielen Kollegen im Westen als polemischer Aufpeitscher wider die Entspannungspolitik. Stefan Winckler beleuchtet zum ersten Mal Werdegang und politische Hintergründe des streitbaren Moderators des ZDF-Magazins. Wie entfaltete sich die ungewöhnliche Karriere des Holocaustüberlebenden Löwenthal? Wie formten sich seine moralischen und politischen Standpunkte? Und wie wurde er zu dem konservativen Journalisten, als der er in der alten Bundesrepublik Mediengeschichte schrieb?
Referent(en)
Dr. Stefan Winckler
Ulrich Schacht
Über Schnee und Geschichte: Notate 1983 - 2011
13. November 2012
Über Schnee und Geschichte: Notate 1983 - 2011
Lesung
Beschreibung
Die Thüringische Landeszeitung vom 8. Juli 2012 urteilt über Schachts Reflexionen: „Sie vermitteln gleichermaßen subjektive und doch kompetente, inspirierende und waghalsige, ja zum Teil auch verwegene Rückblicke auf die deutsche und europäische Geschichte zwischen 1983 und 2011 ... Die Notate entstammen der Feder eines unbequemen Querdenkers ... , der von einer christlich-wertkonservativen Position auf das politisch-intellektuell-mediale Establishment insbesondere in Deutschland blickt.“ Ulrich Schacht wurde 1951 im Frauengefängnis Hoheneck geboren und 1973 in der DDR wegen staatsfeindlicher Hetze zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
Referent(en)
Ulrich Schacht
Schriftsteller aus Schweden
Ullrich H. Kasten und Hans-Dieter Schütt
Molotow - Der Mann hinter Stalin (Dokfilm 90 min.)
30. Oktober 2012
Molotow - Der Mann hinter Stalin (Dokfilm 90 min.)
Filmvorstellung
Beschreibung
Er war der Mann für Stalin, er blieb mächtig auch als Mann nach Stalin, Wjatscheslaw Molotow. Dieser Molotow, lange Jahre sowjetischer Außenminister, verkündete der Welt, was hinter den Mauern des Kremls zur Staatspolitik erklärt worden war. Er verhandelte mit Hitler, mit Roosevelt und Churchill. Er schmiedete wesentlich den geschichtlich bedeutenden Hitler-Stalin-Pakt, und er wurde während des Zweiten Weltkrieges zum Vermittler zwischen Moskau und den Alliierten des Westens. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zum "Vater" jener Stalin-Note, die den Westen zum Friedensvertrag mit Deutschland drängte. Das Leben dieses Politikers ist voller böser, irrwitziger, entlarvender traurig-komischer Geschichten - kein anderer hat im zwanzigsten Jahrhundert über so lange Zeit die Geschichte eines Staates mitbestimmt.
Referent(en)
Ullrich H. Kasten
Regisseur
Hans-Dieter Schütt
Regisseur, zeigen ihren 90 min. Dokumentarfilm:
Sonja Margolina
Brandgeruch
16. Oktober 2012
Brandgeruch
Lesung
Beschreibung
Hierzulande sind Verschwörungstheorien verpönt, wenn man dagegen nach Russland blickt, scheinen sie oft das einzige Mittel zu sein, um sich seltsame, undurchschaubare Vorgänge zu erklären. In ihrem Buch Brandgeruch öffnet Sonja Margolina einen Blick auf das System Russland und die Verbindungen zwischen Kirche und Geheimdienst, denen - so steht zu befürchten - die Realität nicht viel hinzuzufügen hat.
Die in Moskau geborene Autorin ist eine der renommiertesten Russland-Kennerinnen und wurde vor allem mit den Sachbüchern "Das Ende der Lügen. Russland und die Juden im 20. Jahrhundert" sowie "Trinken und Macht in Russland" bekannt. Sie ist Beiratsmitglied des Netzwerks für Osteuropa-Berichterstattung "n-ost". Brandgeruch ist ihr erster Roman.
Referent(en)
Sonja Margolina
Schriftstellerin
Dr. Andreas Petersen
Deine Schnauze wird dir in Sibirien zufrieren. Ein Jahrhundertdiktat. Erwin Jöris
02. Oktober 2012
Deine Schnauze wird dir in Sibirien zufrieren. Ein Jahrhundertdiktat. Erwin Jöris
Buchpräsentation
Beschreibung
Geboren im Dezember 1912, tauchte er als KPD-Jugendführer 1933 in die Illegalität ab und fand sich im KZ Sonnenburg wieder. Im Moskauer Hotel Lux traf er nach seiner Flucht die Größen der kommunistischen Internationale. Er schuftete hinterm Ural, 1937 wurde er in Swerdlowsk Zeuge des Großen Terrors und 1938 verschleppte ihn der NKWD in die berüchtigte Lubjanka. Von dort an die deutsche Gestapo ausgeliefert, bekam er 1941 als Soldat den Marschbefehl Richtung Osten. Im Endkampf um Berlin geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft und kam im Nachkriegsjahr in ein Waldarbeiterlager vor Moskau. Zurück im zerstörten Berlin-Lichtenberg verhafteten ihn 1951 die NKWD-Häscher erneut. Das Fernurteil: 25 Jahre Workuta. Nach seiner Entlassung 1956 floh er in den Westen...
Referent(en)
Dr. Andreas Petersen
Historiker von der Agentur zeit & zeugen Zürich / Berlin, stellt sein neuestes Buch vor:
Richard Wagner und Helmuth Frauendorfer
Als Eva Informantin war
18. September 2012
Als Eva Informantin war
Lesung
Beschreibung
Richard Wagner und Helmuth Frauendorfer konnten (wie auch einige andere rumäniendeutsche Schriftsteller) in den letzten Jahren Teile der Akten lesen, die der rumänische Geheimdienst über sie und ihre literarischkünstlerische Tätigkeit angelegt hat. Auch wenn die Akten stark gesäubert und unvollständig sind, konnte dennoch ein Bild von Geheimdienststrukturen, Bespitzelung und Manipulation von Personen daraus abgeleitet werden.

Vor allem aber entsteht ein bizarres Bild darüber, wie die Securitate die Texte der Autoren wahrnahm, wie sie diese Texte von ihren Spitzeln interpretieren ließ, wie die Offiziere sie selbst interpretierten und daraus Maßnahmepläne entworfen haben, um gegen die Schriftsteller vorzugehen.
Referent(en)
Richard Wagner
Schriftsteller
Helmuth Frauendorfer
stellv. Direktor Gedenkstätte Hohenschönhausen
Ingo von Münch
"Frau, komm!" Die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen 1944/45
04. September 2012
"Frau, komm!" Die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen 1944/45
Präsentation
Beschreibung
Weder Kinder noch Greisinnen blieben verschont. Verlässlichen Schätzungen zufolge wurden rund zwei Millionen Frauen und Mädchen Opfer jener Vergewaltigungen durch die Rote Armee. Das ungeheure Ausmaß dieser Verbrechen und der durch sie verursachten menschlichen Leiden hat jahrzehntelang keine angemessene öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Erst in neuerer Zeit werden diese Ereignisse häufiger erwähnt, allerdings fast immer nur als Teil einer Schilderung von Flucht, Vertreibung und Zwangsarbeit. Demgegenüber befasst sich das vorliegende Buch ausschließlich mit den Vergewaltigungen und hier unter anderem mit den Fragen, wie und warum es zu diesen Exzessen gekommen ist.
Referent(en)
Ingo von Münch
Verfassungs- und Völkerrechtler aus Hamburg
Jörn Luther und Ulrich Jadke
Macht aus dem Staat Gurkensalat
21. August 2012
Macht aus dem Staat Gurkensalat
Lesung
Beschreibung
»Wehr Dich«, »Schlagt zurück« und »Macht aus dem Staat Gurkensalat« forderten die Graffiti, die im Vorfeld des Nationalfeiertags der DDR im Oktober 1983 an den verfallenden Fassaden der Klassikerstadt Weimar auftauchten.

Vier der an der Aktion beteiligten Sprayer erzählen ihre Geschichte und entwerfen zugleich ein lebendiges Panorama des letzten Jahrzehnts der DDR. Neben den Referenten schrieben außerdem noch Holm Kirsten und Thomas Onißeit für das literarische Dokument einer unangepassten Jugend im untergehenden Sozialismus. In fünfzig inhaltlich korrespondierenden Kurzgeschichten erzählen die Autoren von jugendlichem Aufbegehren, von den Skurrilitäten des Erwachsenwerdens, von früher existenzieller Erfahrung, vom Willen zur Individualität, von Gehen und Bleiben.
Referent(en)
Jörn Luther
Ulrich Jadke
Regine Igel
BUCHPREMIERE "Terrorismus-Lügen" - Wie die Stasi im Untergrund agierte
07. August 2012
BUCHPREMIERE "Terrorismus-Lügen" - Wie die Stasi im Untergrund agierte
Buchvorstellung
Beschreibung
Die Stasi ist mit der DDR untergegangen, aber ihre Offiziere, Agenten und IMs sind noch unter uns. Ihre früheren Aktivitäten im Terrorismus sind bis heute nicht aufgeklärt.

So bleibt es schwierig, ein lückenloses Bild von den Umtrieben der Geheimdienste im Kalten Krieg zu zeichnen. Regine Igel enthüllt anhand bislang unbeachteter Stasi-Akten, auf welch perfide Weise die Destabilisierung des Feindes im Westen betrieben wurde. Sie zeigt, wie eng der Ostberliner Geheimdienst nicht nur mit Linksterroristen und internationalen Terrorgruppen, sondern auch mit Rechtsterroristen kooperierte und welche Terror-Legenden man erfand, um die wirkliche Motivation der Täter zu verschleiern. Faktenreich, aufklärerisch, brisant…
Referent(en)
Regine Igel
Journalistin und Sachbuchautorin
Siegmar Faust und Sylvia Wähling
„Cottbus hieß die öde Stätte…“ - Eine Zwischenbilanz
24. Juli 2012
„Cottbus hieß die öde Stätte…“ - Eine Zwischenbilanz
Bericht
Beschreibung
Wo gab es denn das schon einmal, dass Häftlinge ihr eigenes Gefängnis kauften? Das Menschenrechtszentrum Cottbus ist der Trägerverein, dem über 120 Mitglieder angehören, darunter auch der Oberbürgermeister von Cottbus, aber vor allem ehemalige politische Häftlinge, die nun aus den sieben Gebäudeteilen auf 22.000 qm, umgeben von 500 m Mauer mit drei Wachtürmen, eine Gedenk-, Begegnungs- und Bildungsstätte errichten möchten. Und das mit einem Bruchteil des Geldes, das die SED/PDS einst aus dem geraubten Volksvermögen ins Ausland verschoben hatte. Wer also von diesem „Abenteuer“ das Neueste erfahren und wissen will, was ansteht, wer helfen oder mitmachen will, kann sich den bebilderten Vortrag anhören und ansehen. Am 4. September 2012 wird übrigens Wolf Biermann dort im Zuchthaus ein Benefiz-Konzert geben.
Referent(en)
Siegmar Faust
DDR-Oppositioneller
Sylvia Wähling
Leiterin der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
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Projektförderung durch: